Schwarzkümmelöl – viel mehr als nur ein Gewürz

In den vergangenen Jahrhunderten schätzte man Schwarzkümmelöl als vor allem Küchengewürz und als kosmetisches Mittel für gesunde und schöne Haut. Nicht umsonst heißt es, Kleopatra hatte ihre Schönheit dem Schwarzkümmelöl zu verdanken. Schwarzkümmelöl hat einen angenehmen Geschmack (nussig-würziges Aroma) und lässt sich in vielen Speisen verwenden. Die Ansprüche der modernen Medizin und Hautpflege erfüllt das reine Naturheilmittel ebenfalls. Deswegen eignet sich reines Schwarzkümmelöl neben der Anwendung bei Krankheiten und kosmetisches Mittel für die Haut. Das aus der Fruchtkapsel der Schwarzkümmelpflanze gewonnene Öl hat keine Nebenwirkungen. Unter anderem findet Schwarzkümmelöl Verwendung bei Neurodermitis und allergischen Hautkrankheiten wie Entzündungen, Akne, Ekzeme und anderen.

Schwarzkümmel, auch Nigella Sativa, ist eigentlich ein Gewürz, ähnlich dem schwarzen Pfeffer. Schwarzkümmel ist aber auch ein vielseitig verwendbares Heilmittel. Das Öl des Schwarzkümmels wird schon seit über 2.000 Jahren verwendet.

Was steckt in dem schwarzen Öl?

Schwarzkümmelöl wird aus den Samen des Schwarzkümmels gepresst. Es enthält wertvolle ätherische Öle wie Thymochinon, Nigellon, Thymol sowie alpha-Pinen und p-Cymen sowie Sterole, Saponine, Nigellin, Beta-Karotin, Folsäure und Magnesium sowie Biotin und Selen. Dabei liegt der Anteil des ätherischen Öls bei etwa 1 Prozent. Weiter finden sich ungesättigte Fettsäuren in dem Öl wieder. Mit einem Anteil von etwa 60 Prozent machen sie den größten Teil des Öls aus. Daneben finden sich noch Aminosäuren. An Vitaminen enthält das Öl vor allem Provitamin A, B-Vitamine, Vitamin C und E. 100g ägyptisches Öl enthalten 896 Kalorien und 100 g Fett.

Wie und wo wird es gewonnen und verarbeitet?

Echter Schwarzkümmel gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Er wächst vor allem in Westasien, in der Türkei sowie im Irak. Aber auch in Südeuropa, Pakistan, Nordafrika und Indien ist er zu finden. Für die Herstellung des ägyptischen Schwarzkümmelöls werden die Samen des echten Schwarzkümmels verwendet. Diese befinden sich in der Frucht, die aus der Blüte erwächst. Die Pflanze hat eine einjährige Lebensdauer und kann eine Größe von 10-15 cm erreichen. Die Ernte der Fruchtkapseln erfolgt erst, nachdem die Pflanze abgestorben ist. Es folgt eine Trocknung der Früchte. Nach der Trocknung beginnt das Auslösen und Säubern der Samen. Anschließend gehen diese in eine Ölpresse, um den wertvollen Saft zu gewinnen. Wichtig ist ein Pressvorgang bei niedriger Temperatur, um ein wertvolles Produkt zu erhalten und die Inhaltsstoffe zu bewahren. Schwarzkümmelöl hat eine schwarze Färbung und einen intensiven Geschmack und Eigengeruch.

Nicht nur der Name Ägyptisches Schwarzkümmelöl klingt schon geheimnisvoll, sondern auch die Geschichte und Herkunft des Gewürzes dahinter sind mehr als interessant. Schwarzkümmel ist der Herkunft nach nicht mehr als eine Pflanze, in der jedoch sehr viel mehr steckt als man glaubt. Optisch ähnelt der Samen der Pflanze sehr der Form von schwarzem Pfeffer, ist jedoch weder mit Pfeffer oder Kümmel verwandt und hat sogar rein gar nichts damit zu tun.

Die bei uns noch eher unbekannte Pflanze wird jedoch im Orient und im Nahen Osten sowie, wie der Name schon sagt, in Ägypten schon seit über 2000 Jahren als medizinisches und natürliches Heilmittel gegen eine Vielzahl von Beschwerden eingesetzt. Dort schwört man seit jeher auf die unzähligen heilenden Wirkungen von Schwarzkümmel. Das mag auch sicher daran liegen, dass es Überlieferungen gibt, wonach schon die Pharaonen Schwarzkümmelöl angewandt haben und im Grab des Pharao Tut-ench-amun sogar eine Flasche Schwarzkümmelöl als Grabbeigabe gefunden wurde. Nicht umsonst nennt man es auch das „schwarze Gold der Pharaonen“. Eine ähnlich starke Verbundenheit zeigte der Prophet Mohammed. Schon er verkündete, dass Schwarzkümmelöl alle Krankheiten heile, bis auf den Tod. In der ägyptischen Volksmedizin wird Schwarzkümmelöl bis heute zur Behandlung vieler Beschwerden und Krankheiten eingesetzt. Grundsätzlich lässt sich also sagen, dass das Öl seinen Ursprung als Naturheilmittel in Ägypten hat, wodurch sich der Name Ägyptisches Schwarzkümmelöl bis heute durchgesetzt hat.

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Die Anwendung

Schwarzkümmelöl kann wie andere Öle auch als Salatdressing verwendet werden, oder aber um Lebensmittel bei niedrigerer Temperatur leicht anzubraten. Es kann pur gegessen werden oder im Rahmen des Ölziehens genommen werden. Wichtig ist, das Öl nicht zu stark zu erhitzen. Am besten nimmst du das Öl in seinem puren Zustand zu dir. Das Öl kann aber auch äußerlich angewendet werden – hier zum Beispiel als Haarkur oder Handmaske. Eine Empfehlung ist, täglich 1 TL des Öls vor dem Frühstück einzunehmen. Wenn du dich in therapeutischer Behandlung befindest, dann solltest du vor der Einnahme des Öls eine etwaige Wechselwirkung abklären.

Anwendungsgebiete

Aufgrund seiner zahlreichen wertvollen Inhaltsstoffe kann es gegen die unterschiedlichsten Beschwerden helfen. Wenn du unter sprödem, angegriffenem Haar leidest oder vielleicht schon erste Härchen verlierst, dann versuche einmal eine Kur mit dem Öl. Viele wichtige Vitalstoffe, die wichtig sind für ein gesundes Haarwachstum, sind in dem Öl enthalten. Das Öl wird einfach wie eine Haarkur nach dem Waschen aufgetragen und sanft einmassiert. Dabei sollte es die Spitzen erreichen. Auch das Einmassieren in die Kopfhaut ist sehr effektiv und regt die Durchblutung an, was zusätzlich die Haarwurzeln stärkt. In Verbindung mit Obstessig, Henna und Endivienblättern wirkt es zudem gegen lästige Schuppen. Bei einer regelmäßigen Anwendung alle 2-3 Tage kann das Schwarzkümmelöl sogar vor vorzeitigem „Ergrauen“ schützen.

Entweder du hast zu viele blähende Speisen wie Kohl oder Hülsenfrüchte gegessen, leidest unter akutem Stress, der sich wiederum auf deine Verdauung niederschlägt, oder aber du leidest unter einer von zahlreichen Lebensmittelunverträglichkeiten. Auch Zuckeraustauschstoffe wie Xylit oder Sorbit können Blähungen auslösen. Eine Fehlbesiedelung des Darms löst ebenfalls Blähungen aus. Das Öl kann bei obigen Beschwerden in seiner reinen Form oder auch als Kapsel eingenommen werden.

Woran liegt der günstige Einfluss des Schwarzkümmelöls auf Haut und Wohlergehen

Schwarzkümmelöl enthält über 100 Wirkstoffe. Diese ergänzen sich gegenseitig und helfen unserem Körper bei der Selbstheilung. Keine andere Pflanze ist in der Lage, ähnliche Heilungsfähigkeiten zu entwickeln. Seit mehreren Jahrhunderten setzen Menschen Schwarzkümmelöl bei einer Vielzahl von Beschwerden ein. Offensichtlich hat das Öl die Fähigkeit, ein Hilfsmittel für die Linderung oder Heilung von Krankheiten und Beschwerden zu sein. Weiterhin für Menschen, die sich oftmals schlecht oder traurig fühlen und wenig Energie haben. Denn das Öl verleiht dem Immunsystem die Fähigkeit, zu kämpfen. Gleichzeitig kann Schwarzkümmel ein überaktives Immunsystem ins Gleichgewicht bringen. Verantwortlich für die heilende Wirkung des Schwarzkümmelöls ist der Gehalt an den Vitaminen, A, B und C. Weiterhin der Gehalt an Kalzium, Magnesium und Zink. Die Vitamine vitalisieren die Haut. Die Kombination dieser Bestandteile mit ätherischen Ölen, ungesättigten Fettsäuren und Spurenelementen entfaltet die Wirkung des Schwarzkümmelöls.

Welche Wirkung hat Schwarzkümmelöl?

Mehrere Studien beweisen die Anregung der Verdauung nach Einnahme von Schwarzkümmelöl. Zudem lindert das Öl Blähungen und befreit den Körper von zu viel Wasser. Es regt die Menstruation und die Aktivität an, es fördert die Wirkung der Milch bei Müttern. Über mehrere Wochen angewandt, reguliert das Öl das Immunsystem, sodass allergische Symptome abklingen. Das Öl enthält ungesättigte Fettsäuren, die die Synthese einer körpereigenen Substanz, die allergische Reaktionen verhindert, fördert. Außerdem soll es bei bei Menstruations- oder Wechseljahresbeschwerden helfen. Seinen Platz in der Hausapotheke verdient Schwarzkümmelöl allein durch seine Wirkung bei kleineren Verletzungen.

In mittlerweile hunderten veröffentlichten Studien wird der Schwarzkümmel als echtes „Allround-Heilmittel“ für unsere Gesundheit angepriesen. In Europa und in der westlichen Welt ist es noch relativ unbekannt, was sich jedoch zunehmend durch die bestätigten positiven Eigenschaften ändert. Zusammengefasst belegen die wissenschaftlichen Studien in ihrer Gesamtheit eigentlich nur das, was in den Kulturen des Orients schon seit hunderten Jahren bekannt ist. Daneben wurden in diversen Untersuchungen noch viele weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften festgestellt. Da die ungesättigten Fettsäuren dem Körper mit der Nahrung zugeführt werden müssen und diese an fast allen Stoffwechselprozessen beteiligt sind, ist Schwarzkümmel für den Körper essentiell wichtig und notwendig. So genießt es auch mit einer Wirkung z.B. auch bei Allergikern einen hervorragenden Ruf, denn diese müssen vermehrt ungesättigte Fettsäuren, aufgrund eines Enzymdefekts, zu sich nehmen.
Schuppenflechte, Ekzeme, Neurodermitis und andere Hautkrankheiten wie Ausschläge oder schwere Akne wirken nach außen unästhetisch. Sie schrecken andere Menschen ab. Betroffenen ziehen sich in vielen Fällen aus dem sozialen Leben zurück. Außerdem quälen sie Schmerzen und Juckreiz, die die strapazierte Haut zusätzlich austrocknen. Verfrühte Faltenbildung setzt ein, was das Aussehen und das Selbstwertgefühl zusätzlich belastet. Der Weg hin zu einer psychischen Krankheit ebnet sich. Die Ursachen für Neurodermitis sind nicht bekannt. Wenn die herkömmliche Medizin bei der Heilung an ihre Grenzen stößt, bietet sich Schwarzkümmelöl an. Diese erfolgt ohne Nebenwirkungen und ohne Zusatz von chemischen Stoffen. Bei Neurodermitis nehmen Betroffene im Idealfall das Öl innerlich und äußerlich ein. Auf diese Weise kann es seine Wirkung komplett entfalten.

Schwarzkümmelöl für die Haut

Bei gesunder Haut wirkt Schwarzkümmelöl anti-oxidativ und feuchtigkeitsregulierend. Das Öl versorgt die Haut mit wichtigen Nährstoffen  wie z.B. die Kombination von Vitamin A, verschiedenen Fetten und Aminosäuren. Bei äußerlicher Anwendung spendet das Öl Feuchtigkeit. Der Handel bietet Cremes, Salben und Shampoos mit dem Wirkstoff Schwarzkümmelöl, die Haut und Körper schonend pflegen. Die meisten von uns hatten im jugendlichen Alter Akne. Ursächlich für Akne sind hormonelle Schwankungen, falsche Ernährung oder psychische Probleme. Akne entstehen, wenn das von den Talgdrüsen abgesonderte Fett nicht nach außen dringen kann und Poren verstopfen. Auf diese Weise bilden sich Pickel und Mitesser. Die beschädigte Haut kann leichter abheilen.

Warum man Schwarzkümmelöl auch zur Vorbeugung einnehmen sollte

Schwarzkümmelöl eignet sich nicht nur hervorragend um einen bestimmten Mangel im Körper zu regulieren, sondern sollte vielmehr vorbeugend regelmäßig aufgenommen werden. Durch seine vielseitigen positiven Eigenschaften kann es z.B. bei Senioren, die altersbedingt an einem schwächeren Immunsystem leiden, vorbeugend beitragen und auch zur Versorgung der Haut mit den notwendigen Nährstoffen empfehlenswert sein. Gerade im Winter kann durch die temperaturbedingte Mehrbelastung des Körpers eine zusätzliche und regelmäßige Einnahme von Schwarzkümmel Öl hilfreich sein. Dadurch wird auch die Produktion des Hormons Prostaglandin angeregt und erhöht. Besonders förderlich sind die enthaltenen Gamma-Linolsäuren bzw. die in dem Öl befindlichen Omega-Fettsäuren, die einen sehr effektiven Einfluss auf zahlreiche Stoffwechselfunktionen haben. Unter anderem regulieren und steuern diese die Zellerneuerung, die Blutgerinnung und tragen zu einer normalen Funktion der Blutfett- und Cholesterinwerte bei.

Eine ideale Dosierung zur Aufnahme lässt sich durch Schwarzkümmelöl Kapseln bewerkstelligen und ist auch durch die längere Haltbarkeit anstelle von klassischem Öl in Flaschen durchaus vorteilhaft. Jeden Tag ein bisschen Gesundheit – so könnte man Wirkung von Schwarzkümmelöl mit seiner ausgewogenen Zusammensetzung bei täglicher Einnahme beschreiben.

Tipp für die kalte Jahreszeit  – Wellness mit Schwarzkümmel Öl

Wer gerade in der kalten Jahreszeit Schnupfen oder Erkältungen vorbeugen möchte, dem sei folgender Tipp ans Herz gelegt. Schwarzkümmel Öl kann aufgrund seines würzigen Aromas in Form eines entspannenden Dampfbades Gutes tun. Hierzu einfach zwei Teelöffel Schwarzkümmelöl in heißes bis kochendes Wasser geben, den Kopf drüber halten und einige Zeit die wohltuenden Dämpfe tief einatmen. So sagt man nicht nur Viren und Bakterien den Kampf an, sondern pflegt und verwöhnt gleichzeitig auch seine Haut.