Omega 6 Fettsäuren – Alles was du wissen willst

Omega 6 Fettsäuren werden vom Organismus zur Unterstützung bei unterschiedlichen Körperprozessen benötigt. Enthalten sind diese wichtigen Fettstoffe sowohl in pflanzlichen und tierischen Fetten. Da sie zahlreiche gesundheitliche Funktionen haben, ist eine ständige Zufuhr von Fettsäuren der Omega-6-Gruppe notwendig und sinnvoll. Obwohl Omega 6 Fettsäuren häufig als Gegenspieler der Omega 3 Fettsäuren gelten, funktionieren beide Verbindungen auf eine ähnliche Weise. In ihrer Wirkung unterscheiden sie sich jedoch erheblich voneinander. Für den Stoffwechsel sind Fettsäuren unverzichtbar, denn sie haben einen positiven Einfluss auf alle entzündlichen Vorgänge im Körper. Fettstoffe der Omega-6-Gruppe zählen zu den sogenannten essenziellen Fettsäuren und sind für den Organismus lebensnotwendig. Weil der Körper nicht in der Lage ist, diese Fette selbst herzustellen, muss jeden Tag eine ausreichende Menge mit der Nahrung aufgenommen werden. Auf eine Mangelversorgung reagiert der Organismus mit unterschiedlichen gesundheitlichen Störungen. Für die Regulierung des Blutdrucks und die Wundheilung sowie zur Unterstützung des Wachstums sind Omega 6 Fettsäuren unverzichtbar. Außerdem sind die wertvollen Fettsäuren am Aufbau und an der Erhöhung der Flexibilität der Zellmembranen beteiligt. Zu den wichtigsten Funktionen der Fettsäuren des Omega-6-Typs zählt die Infektionsabwehr.

Was sind Omega 6 Fettsäuren?

Die beiden Fettsäuren Omega 3 und Omega 6 zählen zu den mehrfach ungesättigten und essenziellen Fettsäuren. Sie bestehen aus verschiedenen Sauerstoff- und Wasserstoffatomen und einer Kohlenstoffkette. Das Besondere an den mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist, dass diese innerhalb ihrer chemischen Struktur über zwei oder mehr Doppelbindungen verfügen. Dabei wird durch die Position der ersten Doppelbindung automatisch festgelegt, ob der Fettstoff zur Omega 3 oder Omega-6-Gruppe zählt. Zum Omega-6-Typ zählen Fettsäuren wie die Linolsäure, die konjugierte Linolsäure (CLS), die Gamma-Linolensäure sowie die Arachidonsäure. Die Linolsäure ist eine essenzielle Fettsäure, die vom Organismus nicht selbst hergestellt werden kann. Gamma-Linolensäure und Arachidonsäure werden hingegen aus der Linolsäure gewonnen. Aufgrund ihrer Wirkung auf die Gesundheit sollte eine Unterversorgung mit dieser Fettsäure vermieden werden. Für das Zusammenspiel aller Organe und die Steuerung unterschiedlicher Körperprozesse ist nicht nur die regelmäßige Zufuhr an Fettsäuren wichtig, sondern es kommt dabei auch auf ein geregeltes Verhältnis zwischen den Fettsäuren des Typs Omega 3 und Omega 6 an.

Zu den Fettsäuren der Omega-6-Klasse zählt neben der Linolsäure auch die konjugierte Linolsäure (CLS), die in zahlreichen Milchprodukten enthalten ist und aus dem Milchfett stammt. Die CLS-Fettsäure sorgt für einen gesunden Glukose- und Fettstoffwechsel. Sie gehört zu den nicht-essenziellen Formen der Linolsäure und unterscheidet sich von anderen Fettsäuren durch ihre Molekular-Strukturen in den Doppelbindungen. In tierischen Fetten und im Milchfett ist jeweils konjugierte Linolsäure enthalten. Lebensmittel wie Butter, Käse, Milch und Joghurt verfügen deshalb über einen bestimmten Anteil an CLS-Fettsäuren. In organisch erzeugten Nahrungsmitteln ist der CLS-Gehalt deutlich höher als in herkömmlichen Produkten. CLS erfüllt im Körper andere Aufgaben als die Linolsäure. Zu den wichtigsten Merkmalen der CLS-Fettsäure zählt, dass der Organismus aus ihr keine Arachidonsäure herstellen kann. Einen günstigen Einfluss hat CLS auf den Stoffwechsel und kann dadurch Arteriosklerose vorbeugen. Da CLS eine ausgleichende Wirkung auf den Insulinspiegel besitzt, kann diese Fettsäure einer Diabeteserkrankung vorbeugen. Außerdem wirkt CLS antioxidativ und besitzt einen positiven Effekt bei allergischen Reaktionen.

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Welche Funktionen haben Omega 6 Fettsäuren für den Körper?

Die einzelnen Fettsäuren erfüllen im menschlichen Körper spezielle Aufgaben. Die Linolsäure ist die wichtigste Fettsäure der Omega-6-Gruppe und stellt eine Vorstufe für die Gewinnung weiterer Fettsäuren dar. Als Bestandteile der Zellmembranen haben Fettsäuren wichtige Funktionen im Organismus zu erfüllen. Die Fettstoffe des Omega-6-Typs senken den Cholesterinspiegel, regulieren den Blutdruck und sind an zahlreichen Wachstums- und Reparaturprozessen im Körper beteiligt. Aus der Arachidonsäure baut der Organismus beispielsweise Gewebshormone, die sogenannten Eicosanoide. Diese Hormone produzieren natürliche Stoffwechselprodukte wie die freien Radikalen. Die Gamma-Linolensäure ist für ihre antientzündliche Wirkung bekannt. In vielen Lebensmitteln sind Fettsäuren der Omega-6-Gruppe enthalten. Gute Quellen für diese Fettsäure sind beispielsweise Walnüsse, Paranüsse, Amarant, Sojabohnen, Leberkäse und Gänsefleisch. Linolsäure ist in Distelöl und Sonnenblumenöl enthalten. Da Masttiere oft mit linolsäurereichen Futtermitteln gefüttert werden, enthält Fleisch ebenfalls einen geringen Anteil an Linolsäure.

Zu den wichtigsten Funktionen der Linolsäure im Organismus zählt die Regulierung des Sauerstoff- und Energiehaushalts. Aufgrund ihrer positiven Wirkungen auf die Haut zählt Linolsäure zu den wesentlichen Bestandteilen zahlreicher Kosmetikprodukte. Sie ist dafür bekannt, dass sie viel Feuchtigkeit spendet und die Haut mit ausreichend Flüssigkeit versorgt. Linolsäure ist ebenfalls in vielen gesunden Lebensmitteln wie in unterschiedlichen Getreidearten und Körnern, Weintrauben, Möhren, Rosenkohl und Hülsenfrüchten enthalten. Ein hoher Anteil wertvoller Fettsäuren findet sich in Nahrungsmitteln wie Butter, Avocados, Erdnüssen, Sesamsamen, Sonnenblumenkernen und im Knoblauch. Aus reiner Linolsäure bildet der Körper Gamma-Linolensäure. Die Gamma-Linolensäure kann ebenfalls über die tägliche Ernährung aufgenommen werden. Für die Weiterleitung nervlicher Impulse ist diese Fettsäure sehr wichtig. Gamma-Linolensäure ist vor allem in Hanföl und Granatapfelkernen enthalten. Granatäpfel sind gesunde Früchte, die über wichtige Antioxidanzien verfügen und dadurch Entzündungen eindämmen. Viele Menschen, die unter Neurodermitis leiden, haben zu wenig Gamma-Linolensäure im Blut. In diesem Fall ist eine zusätzliche Einnahme in Form eines Nahrungsergänzungsmittels empfehlenswert.

Bei einem Mangel an Gamma-Linolensäure kann die Haut austrocknen, jucken und spannen. Die Arachidonsäure wird ebenfalls aus der Linolsäure gebildet und wird zusätzlich vom Körper selbst hergestellt. In tierischen Lebensmitteln ist Arachidonsäure hauptsächlich in Schweineschmalz enthalten. Falls du an Rheuma leidest, solltest du Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an Arachidonsäure allerdings meiden. Diese Fettsäure begünstigt Entzündungen und kann Rheuma-Symptome verstärken. Einen hohen Anteil an Arachidonsäure enthalten alle tierischen Fette sowie Muskelfleisch, Innereien und Eier. Aus den Fettsäuren dieser Lebensmittel stellt der Organismus Botenstoffe her, die entzündliche Prozesse fördern. Fettsäuren der Omega-6-Gruppe sind auch in Ölen wie Nachtkerzenöl, Borretschsamenöl und Hanfsamenöl enthalten. Zu den bewährten Omega 6 Quellen zählen ebenfalls Milchprodukte und rotes Fleisch. Distelöl, das ebenfalls Omega 6 enthält, kannst du in der Küche als Salatdressing verwenden, zum Braten ist das Öl allerdings nicht geeignet. Größere Mengen an Omega 6 sind ebenfalls im Sonnenblumenöl und im Traubenkernöl enthalten. Mayonnaise wird aus Öl, Eigelb und Zitronensaft hergestellt und besitzt sogar extrem viel Omega 6. Walnüsse und Paranüsse zeichnen sich durch ihren hohen Fettsäuregehalt aus und enthalten viel Omega 6. Verglichen mit Walnussöl ist in reinen Walnüssen sogar 38 Prozent mehr Fettsäure enthalten. Das Verhältnis zwischen den beiden Fettsäuren Omega 3 und Omega 6 ist in Walnüssen besonders ausgewogen. Margarine zählt ebenfalls zu den guten Omega 6 Lieferanten. Die künstliche Butter besteht hauptsächlich aus pflanzlichen Fetten, Magermilch und Wasser.

Mohnsamen gelten bei gesundheitsbewussten Menschen als Superfood. In jedem Fall sind Mohnsamen aber eine gute Quelle für essenzielle Fettsäuren wie Omega 6. Wichtige Nähr– und Ballaststoffe, zahlreiche Vitamine und Eiweiße machen Mohnsamen zu einem gesunden, vielseitig verwendbaren Lebensmittel. Am hohen Fettgehalt von 42 Prozent hat die Linolsäure den größten Anteil. Sonnenblumenöl ist reich an Omega 6 und wird häufig zum Entgiften des Körpers eingesetzt. Das Öl schmeckt ebenfalls als Dressing im Salat. Aus Sonnenblumenblüten wird ein aromatischer Tee hergestellt, während Sonnenblumenkerne als idealer Bestandteil für Müslis und Salate gelten. Zu den guten Fettsäure-Lieferanten zählt Popcorn, das im Kino oder beim Filmabend zu Hause nicht fehlen darf. Der Puffmais ist schnell zubereitet und wird dafür einfach in einem großen Topf mit erhitztem Öl gegeben. Durch den inneren Druck, der aufgrund der großen Hitze entsteht, poppt das Korn innerhalb kürzester Zeit auf. Pralinen zählen zu den Süßwaren und sind als Geschenk für unterschiedliche Anlässe beliebt. Diese Süßigkeiten enthalten ebenfalls wichtige Fettsäuren. Gute Fettsäure-Quellen sind auch andere Süßwaren wie Schokolade, Kekse, Kuchen und Torten. Obwohl Fast Food zu den Lebensmitteln gehört, die allgemein als ungesund beschrieben werden, enthalten beispielsweise Chicken Nuggets viel Fettsäure. Diese Fast Food Spezialität zählt zu den besten Omega-6-Quellen, während Omega 3 in diesem Produkte nur in einer geringen Menge enthalten ist. Bei Rindfleisch sind Fettsäuren vor allem im Bauch des Rindes enthalten und weniger im fettarmen Muskelfleisch des Rinderfilets. Fettreiche Fleischstücke weisen bei allen Fleischsorten, Geflügel, Schwein, Lamm und Rind den höchsten Fettsäuregehalt auf.

Wie viel Omega 6 solltest du am Tag zu dir nehmen?

Von Fachleuten wird eine täglich Aufnahme von Linolsäure empfohlen, die circa 2,5 Prozent der Gesamtenergiezufuhr entspricht. Das Verhältnis bei der Aufnahme von Fettsäuren der Omega-6-Gruppe und der Omega-3-Gruppe sollte idealerweise bei 5 zu 1 liegen. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beiden Fettsäuregruppen ist für den Organismus besonders wichtig. In der westlichen Welt nehmen die meisten Menschen durch die Nahrung häufig mehr Fettsäuren der Omega-6-Gruppe zu sich. Dadurch steigt das Risiko für Zivilisationskrankheiten. Deshalb solltest du beim Einkaufen darauf achten, welche Nahrungsmittel besonders viel Linolsäure, Gamma-Linolensäure und Arachidonsäure enthalten. Bei einem unausgeglichenen Verhältnis zwischen den Fettsäuren der Omega 3 und der Omega-6-Gruppe kann es zu Komplikationen bei bestimmten körperlichen Prozessen kommen. Im Stoffwechsel blockieren sich die beiden Fettsäuren in ihrer Wirkung gegenseitig und können ihre Funktionen dann nicht ordnungsgemäß erfüllen. Ein Überschuss an Arachidonsäure, Linolsäure und Gamma-Linolensäure behindert den entzündungshemmenden Effekt der Omega 3 Fettsäuren. Die Fettsäuren der Omega-6-Gruppe sind für den Organismus notwendig, um die Entstehung von Herz-Kreislauf-Krankheiten zu verhindern. Sie sorgen dafür, dass sich in den Arterien keine Blutgerinnsel bilden und schützen vor Schlaganfall, Herzinfarkt und Angina Pectoris. Außerdem reduziert Linolsäure schädliches Cholesterin.

Fettsäuren, die zur Omega-6-Gruppe zählen, fördern die Durchblutung und sind an der Bildung unterschiedlicher Hormone beteiligt. Für die reibungslose Funktion des Immunsystems sind diese Fettsäuren ebenso notwendig wie zur Übertragung von Impulsen zwischen den Neuronen im Nervensystem. Die innere Augenhaut ist für die Umwandlung des einfallenden Lichtes verantwortlich und sorgt dafür, das du gut siehst. An der Bildung der sogenannten Retina sind Fettsäuren maßgeblich beteiligt. Die hoch wirksamen Fettstoffe verhindern auch Haarausfall, falls andere Nährstoffe aufgrund einer Unterversorgung diese Aufgabe nicht erfüllen können. Da Fettsäuren auch das Niveau der Prostaglandine reduzieren können, tragen sie im Organismus zur Bekämpfung unterschiedlicher entzündlicher Krankheiten wie Rheuma oder Arthritis bei. Wenn der Insulinspiegel aus dem Gleichgewicht geraten ist, sorgen Fettsäuren dafür, dass sich dieser wieder normalisiert und verhindern dadurch Folgekrankheiten der Diabetes wie Hautprobleme, den Verlust der Sehkraft sowie Schäden am Nervensystem. Bei Hautkrankheiten wie Pickeln, Akne, Ekzemen sowie bei Dermatitis wird die gezielte Aufnahme von Lebensmitteln mit einem hohen Gehalt an Fettsäuren der Omega-6-Gruppe empfohlen. Auf der Basis des fettsäurehaltigen Nachtkerzenöls werden sowohl wirksame Hautcremes, Feuchtigkeitscremes und Nahrungsergänzungsmittel mit einer positiven Wirkung auf die Haut hergestellt. Bei Blähungen, Übelkeit, Nervosität und Reizbarkeit sowie bei Kopfschmerzen sind Öle, die diese Fettsäuren enthalten, ebenfalls hilfreich.

Was löst ein Mangel an Omega 6 aus?

Ebenso ungesund wie ein Überangebot an Fettsäuren ist ein Mangel an diesen wichtigen Fettstoffen. Eine Mangelerscheinung sollte bei ausgewogener Ernährung zwar nicht vorkommen, kann aber nicht trotzdem ausgeschlossen werden. Da Fettsäuren wie die Linolsäure, Arachidonsäure und Gamma-Linolensäure im Organismus wichtige Aufgaben erfüllen, solltest du auf eine geregelte Zufuhr dieser Fettstoffe achten. Durch einen Mangel erhöht sich die Infektanfälligkeit und du bist möglicherweise schneller erkältet oder leidest öfter unter Husten, Nasennebenhöhlen-Entzündungen und anderen Infektionskrankheiten. Eine gestörte Wundheilung zählt ebenfalls zu den Folgen eines Mangels an Linolsäure. Weitere Krankheiten wie Blutarmut oder eine Fettleber werden durch einen Mangel an Fettsäuren der Omega-6-Gruppe begünstigt. Der Körper ist zwar in der Lage, Linolsäure zu speichern, allerdings müssen täglich die richtigen Nahrungsmittel zugeführt werden, sonst greift der Organismus nach einer gewissen Zeit seine Reserven an. Einen Mangel an Linolsäure erkennst du auch an Symptomen wie verminderter Fruchtbarkeit und verzögertem Wachstum.

Fette sind bei der täglichen Ernährung unverzichtbar und haben zahlreiche positive Wirkungen auf die Gesundheit. Verantwortlich für Krankheiten und Beschwerden ist hauptsächlich das Ungleichgewicht in der Aufnahme von Fettstoffen aus der Omega 3 und der Omega-6 Gruppe. Mit der Verwendung der richtigen Lebensmittel kannst du die natürliche Balance wieder herstellen und dadurch einen wichtigen Beitrag für deine Gesundheit leisten. Fettsäuren haben auch eine schützende Wirkung, denn sie können sogar Herzerkrankungen vorzubeugen. Ungünstig ist es hingegen, wenn ein Überschuss an Fettsäuren im Körper entsteht und dadurch das Risiko für erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck und die Anfälligkeit für Entzündungen steigen. Falls die optimale Versorgung mit Fettsäuren und der dazu benötigte Tagesbedarfs sichergestellt und das Verhältnis zwischen Fettsäuren der Omega 3 und der Omega-6-Gruppe ausgeglichen ist, lassen sich zahlreiche Zivilisationskrankheiten vermeiden. Bei einem unausgeglichen Fettstoffhaushalt können auch Nahrungsergänzungsmittel hilfreich sein. In kombinierten Produkten sind neben Fettsäuren zusätzlich wichtige Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Die Vitalstoffpräparate stärken unter anderem das Immunsystem.

Sind Nachtkerzenöl und Borretschöl als Nahrungsergänzungsmittel für den Omega 6 Bedarf sinnvoll?

Die Nachtkerze zählt zu den besten Heilkräutern bei der Behandlung unterschiedlicher Hautprobleme. Die Samen, in denen das wertvolle Nachtkerzenöl enthalten ist, sind reich an wertvollen Fettsäuren wie der Gamma-Linolensäure. Bekannt ist die Nachtkerze auch unter den Namen Abendblume, stolzer Heinrich oder Schinkenwurzel. Ursprünglich stammt die Pflanze mit den gelben Blüten aus Nordamerika. Inzwischen ist sie auch in Europa überall verbreitet. Bei optimalen Standortbedingungen erreicht die krautige Pflanze eine Wuchshöhe zwischen 150 und 180 Zentimeter. Die eidottergelben Blüten entwickeln sich in der Blütezeit zwischen Juni und Oktober. Da das Kraut viele Nährstoffe enthält, wurde die Nachtkerze im Mittelalter hauptsächlich in der Küche verwendet. Geschmacklich ähnelt die Nachtkerzenwurzel der Schwarzwurzel. Als Heilkraut wird die Nachtkerze aufgrund ihres hohen Anteils an Linolsäuren und Gamma-Linolensäuren für gesundheitliche Zwecke eingesetzt. Nachtkerzenöl erhöht im Körper die Produktion bestimmter Hormone und mobilisiert die Abwehrkräfte. Der hohe Fettsäuregehalt der Nachtkerzensamen trägt zum vielseitigen Wirkungsspektrum des Öls bei. Das Öl wird zwar hauptsächlich aus den Samen der Pflanze gewonnen, da die Wurzeln ebenso wie die Pflanze selbst essbar sind, könnten auch andere Bestandteile zur Herstellung des Nachtkerzenöls verwendet werden. Seine hohe Wirksamkeit verdankt das Öl seiner hohen Menge an Linolsäuren.

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Die essenziellen Fettsäuren des Nachtkerzenöls wirken positiv auf das Hautbild und tragen dazu bei, dass die Haut jugendlicher und frischer aussieht. Schädigungen der Hautstruktur, durch die die Haut vorzeitig altert, können durch die Anwendung von Nachtkerzenöl beseitigt werden. Das wertvolle Öl ist sowohl zum innerlichen und äußerlichen Gebrauch geeignet. In Form eines Nahrungsergänzungsmittels fördern die Fettsäuren der Omega-6-Gruppen, die im Nachtkerzenöl enthalten sind, die Bildung von Stoffen, die im Organismus für die Eliminierung von Krebszellen zuständig sind. Von innen angewendet, hilft das fettsäurehaltige Öl bei unterschiedlichen Beschwerden. Es steigert die Lebensqualität, indem es die körperliche und seelische Vitalität fördert und sorgt dadurch auch für mehr Lebensfreude. Wenn du ein Nahrungsergänzungsmittel mit Nachtkerzenöl verwendest, solltest du das Präparat genau nach Vorschrift dosieren, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen. Die Dosierung sollte dem Schweregrad der Beschwerden angepasst werden und muss zur Grunderkrankung passen. Nachtkerzenöl zählt zu den Naturheilmitteln und wird deshalb häufig als Inhaltsstoff in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt. Wie alle Mittel aus der Natur wirkt das Öl nicht nur auf ein bestimmtes Symptom, sondern verbessert komplexe körperliche Vorgänge.

Deshalb ist es sinnvoll, ein Nahrungsergänzungsmittel, das Nachtkerzenöl enthält, zur Versorgung mit Fettsäuren des Omega-6-Typs auch nach dem Abklingen der Symptome weiter einzunehmen. Nebenwirkungen treten sehr selten auf, allerdings sind Zusatzwirkungen auch bei einem Naturmittel nicht ganz ausgeschlossen. Falls du nach der Einnahme der Kapseln Symptome wie Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden oder Kopfschmerzen spürst, solltest du die Dosis verringern oder vor der weiteren Einnahme deinen Arzt um Rat fragen. Ob die Verwendung von Nachtkerzenöl für schwangere Frauen geeignet ist, entscheidet in Einzelfällen der Frauenarzt. Die positiven Wirkungen des natürlichen Öls auf die Gesundheit sind bei regelmäßiger Anwendung bereits nach einigen Wochen spürbar.

Borretsch ist ein Heilkraut, das im gesamten Mittelmeerraum vorkommt und schon den Römern bekannt war. Die krautige einjährige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe zwischen 50 und 90 Zentimetern. Borretschblätter sind haarig, rau und leicht stachelig. Als frisches Küchenkraut wird Borretsch nicht nur im Haushalt verwendet, sondern kommt auch in der Pflanzenheilkunde und in Hautpflegeprodukten zum Einsatz. Naturheilkundlich spielt Borretsch aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Küchenpflanze besitzt juckreizmindernde, entzündungshemmende und immunstärkende Eigenschaften und wird als Borretschöl bei starkem, produktivem Husten und bei akuter und chronischer Bronchitis verwendet. Borretschöl zeichnet sich durch seine hochwertigen Inhaltsstoffe, zu denen auch die Gamma-Linolensäure zählt, aus. Sie gehört zu den lebenswichtigen essenziellen Fettsäuren, die vom menschlichen Organismus nicht selbst hergestellt werden können. Das Öl gilt deshalb als besonders wertvoll und ist ebenfalls Bestandteil guter Nahrungsergänzungsmittel. Besonders hochwertig ist kalt gepresstes Borretschöl. Das Öl enthält vor allem die lebenswichtigen GLS Fettsäuren in einer höheren Menge als das Nachtkerzenöl. Ebenso wie dieses Öl eignet sich auch Borretschöl für die äußerliche und innerliche Anwendung. Seinen entzündungshemmenden Effekt entfaltet das Borretschöl relativ schnell, indem es die Immunabwehr unterstützt und das allgemeine Wohlempfinden steigert. Nahrungsergänzungsmittel mit Borretschöl werden zur Heilungsförderung eingesetzt und können die Spezialisierung und den Reifungsprozess der Blutzellen unterstützen.

Für die Immunabwehr sind die Blutzellen sehr wichtig. Zusätzlich zu einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren besitzt Borretschöl weitere wertvolle Inhaltsstoffe wie ätherische Öle, Harz, Kieselsäure, Vitamin C, Kaliumnitrat, Saponin sowie Gerbstoffe und Schleimstoffe. Das Immunsystem wird ebenso wie der Cholesterinspiegel und die Nierenfunktion durch die regelmäßige Verwendung von Borretschöl oder eines Nahrungsergänzungsmittels mit diesem Wirkstoff positiv beeinflusst. Monatsbeschwerden und Magen-Darm Probleme können durch das fettsäurehaltige Öl gelindert werden. Die Anwendung von Borretschöl hat sich bei Neurodermitis, Ekzemen, Akne sowie bei trockener, spröder und juckender Haut bewährt. Nahrungsergänzungsmittel, die Borretschöl enthalten, können bei Wechseljahrsbeschwerden und Gelenkerkrankungen unangenehme Symptome reduzieren. Die Fettsäuren, die im Borretschöl enthalten sind, verbessern die Fließeigenschaft des Blutes. Im Gegensatz zu anderen natürlichen Heilmitteln sind bei der Einnahme von Borretschöl keinerlei Nebenwirkungen bekannt. Allerdings sollte die Dosierungsanleitung genau beachtet werden, damit das Öl seine volle Wirkung entfalten kann. Während reines Borretschöl auch zur Verfeinerung von Soßen und Salaten verwendet wird, kann mit der innerlichen Anwendung in Form eines Nahrungsergänzungsmittels ein therapeutischer Effekt bei unterschiedlichen Beschwerden erreicht werden.