Kürbiskerne – ein gesunder Snack

Kürbiskerne sind roh aber auch geröstet sehr gesund. Sie schmecken leicht nussig, sind knusprig und haben eine spezielles Aroma. Du kannst Sie in Salaten, Reisgerichten oder auch als Bestandteil eines Brot- beziehungsweise Brötchenteigs verwenden. Zudem sind die Kerne auch sehr gut als gesunder Snack für zwischendurch geeignet. Denn sie liefern Dir wertvolles Protein, wichtige Mineralstoffe und zahlreiche weitere Inhaltsstoffe, die Dein Körper für diverse Zwecke braucht, wie zum Beispiel Magnesium, Eisen, Zink oder Kupfer. Aus diesem Grund sollten sie regelmäßig auf Deinem Speiseplan stehen.

Was sind Kürbiskerne?

Im Orient wie auch im arabischen Raum werden Kürbiskerne schon seit vielen Jahrzehnten zu diversen Zwecken verwendet. Zum Beispiel werden sie roh gegessen oder auch in gerösteter Form zum Tee gereicht. Doch auch hierzulande wie auch in anderen Regionen Europas haben die Kerne bereits eine sehr lange Tradition in zahlreichen Küchen und Bäckereien. Vor allem in Österreich sind sie sehr beliebt. Denn bei unseren Nachbarn dienen sie als Grundlage für viele verschiedene Spezialitäten. Insbesondere in der sogenannten Steiermark hat der gesunde Snack eine sehr große Bedeutung. So werden sie dort zum Beispiel als Basis für das sehr gesunde grüne und sehr reichhaltige Kürbiskernöl genutzt.

In Deutschland sind die Kerne spätestens seit der immer beliebter werdenden Vollwert- und Bioküche auf dem Vormarsch. In den letzten 15 Jahren wurden immer mehr Gerichte erzeugt, in denen sie verarbeitet wurden. Wenn auch Du Dich für eine gesunde Ernährung interessierst, solltest Du Dir den folgenden Text genau durchlesen. Denn dieser erläutert unter anderem auch, warum Kürbiskerne so gesund sind und was sich alles in diesen befindet.

Saison, Geschmack und Verzehr

In Supermärkten, Bio-Läden und Discountern sind die gesunden Kerne das ganze Jahr über erhältlich. Sie haben einen leicht nussigen und durch den recht hohen Ölgehalt auch leicht cremigen Geschmack. Um sie zu verzehren, brauchst Du sie noch nicht einmal schälen und kannst sie einfach roh essen.

Was steckt in Kürbiskernen?

Wie bereits erwähnt, liefern Dir Kürbiskerne sehr viele wertvolle Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Eisen, diverse Mineralstoffe und Ballaststoffe. Beachte aber, dass sie auch relativ viele Kalorien enthalten (ungefähr 560 kcal in 100 Gramm). Dafür liefern sie Dir aber auch sehr wertvolle ungesättigte Fettsäuren, Beta-Carotin und Selen. Aus den Kernen wird auch das beliebte Kürbiskernöl gewonnen. In diesem stecken sogenannte Phytosterole, die unter anderem eine positive Wirkung auf die Prostata und einen genetisch bedingten Haarausfall haben können. Auf die vielen weiteren praktischen Wirkungen der Kerne wird noch zu einem späteren Zeitpunkt genauer eingegangen.

Gibt es unterschiedliche Arten von Kürbiskernen?

Auf der Erde gibt es mehr als 800 unterschiedliche Kürbisarten. Von diesen werden allerdings nur fünf Ausführungen kultiviert. Am meisten werden der Riesenkürbis, der Gartenkürbis und auch der Moschuskürbis in Gärten angebaut. Die Früchte einiger Exemplare können sehr groß werden und ein enormes Gewicht von über 200 Kilogramm erreichen. Dabei enthält jeder Kürbis aber immer nur ungefähr 150 Kerne.

Warum sind sie so gesund?

Kürbiskerne enthalten unter anderem auch viele gesunde Vitamine, die Dein Körper für verschiedene Arbeiten benötigt. Wenn Du sie regelmäßig verzehrst, kannst Du die Beschwerden bei Blasen- oder Prostataleiden etwas abmildern. Zudem können Kürbiskerne und die darin enthaltenen Inhaltsstoffe auch positiv auf das Herz- Kreislaufsystem wirken. Die oben erwähnten ungesättigten Fettsäuren spielen eine sehr wichtige Rolle beim Stoffwechsel im menschlichen Körper.

Wenn sie fehlen, können verschiedene Krankheiten entstehen, wie zum Beispiel diverse Allergien, Rheuma, Gicht und sogar diverse chronische Leiden. Wenn Du regelmäßig die Kerne des Kürbisses zu Dir nimmst, kannst Du solche körperlichen Beschwerden zumindest etwas abmildern. Nicht ohne Grund wurde dieser schon einmal als sogenannte Heilpflanze des Jahres ausgezeichnet. Daran sind vor allem die vielen wertvollen Wirkstoffe verantwortlich, die in dem Fruchtfleisch wie auch in den Kernen stecken. Folgende positiven Wirkungen konnten in verschiedenen unabhängigen Studien bewiesen werden:

  • harntreibend
  • entwässernd

Dosierung und Anwendung

Um von den vielen positiven Wirkungen der Kerne profitieren zu können, musst Du an Tag nur ein bis zwei Esslöffel in geschälter, gemahlener oder auch in natürlicher Form zu Dir nehmen. Erfahrungsgemäß macht es Sinn, beim Verzehr auch etwas Flüssigkeit aufzunehmen. Denn dann können sich die vielen gesunden Wirkstoffe schneller ausbreiten. In der Regel wirst Du, bei regelmäßiger Aufnahme, nach wenigen Wochen und teilweise auch erst nach einigen Monaten die ersten Veränderungen bemerken. Somit musst Du ein wenig Geduld aufbringen.

Du kannst Kürbiskerne unter anderem auch in Suppen und Soßen verarbeiten. Das oben erwähnte Öl eignet sich dagegen auch als Basis für Dressings, verschiedenen Brotaufstrichen und Pesto. Achte darauf, die Kerne nicht zu lange zu lagern. Denn der sehr hohe Ölgehalt kann unter Umständen dazu führen, dass sie mit der Zeit etwas ranzig werden. Am besten lagerst Du die Kerne an einem trockenen, dunklen und am besten auch möglichst kühlen Ort. Nach spätestens drei bis maximal vier Monaten solltest Du sie verzehren.

Studien zur Wirkung von Kürbiskernen

Kürbiskerne werden unter anderem auch bereits seit vielen Jahren als besonders wirkungsvolles Hausmittel gegen Prostataleiden verwendet. Denn die kleinen grünen Powerpakete sind, laut etlichen Studien, in der Lage, für Linderung zu sorgen. An der Wiener Universität wurde in diesem Zusammenhang im Jahr 2016 herausgefunden, dass die Kerne gegen eine vergrößerte Prostata helfen können.

Denn wer sie regelmäßig einnimmt, sorgt dafür, dass das Zellwachstum in diesem Körperbereich gehemmt wird. Dieses Ergebnis wurde auch in einer weiteren Studie im Jahr 2009 in Korea bestätigt. Denn auch diese ergab, dass Männer mit einer vergrößerten Prostata mit Kürbiskernöl für Linderung sorgen können. Dadurch ergab sich eine deutlich größere Lebensqualität.

Linolsäure für eine geschmeidige Haut

Wenn Du die gesunden Kerne regelmäßig zu Dir nimmst, versorgst Du Deinen Körper unter anderem auch mit sogenannter Linolsäure. Das ist auch gut so. Denn der Körper kann den wertvollen Stoff nicht selber herstellen. Dabei ist er für unterschiedliche Vorgänge sehr wichtig. Unter anderem kann er für eine geschmeidige und gesunde Haut sorgen.

Kürbiskerne gut für Sportler

Oben wurde bereits erwähnt, dass die Kerne unter anderem auch große Mengen an Magnesium liefern. Sportler brauchen diesen Stoff in höheren Dosierungen. Daher können auch sie von den Kernen des Kürbisses profitieren. Wenn auch Du häufig Sport treibst, musst Du am Tag nur rund 100 Gramm verzehren. Denn dadurch kannst Du bereits Deinen täglichen Magnesiumbedarf ganz decken. Zudem haben die Kerne eine sehr hohe sogenannte biologische Wertigkeit von 137, Hühnereier haben zum Vergleich eine Wertigkeit von 100.

Kürbiskerne liefern Dir wertvolle Carotinoide

Die Kerne sind in der Regel dunkelgrün gefärbt, wofür die enthaltenen Carotinoiden und Porphyrinen verantwortlich sind. Diese Stoffe schützen die Haut vor extremer Sonneneinstrahlung und allen anderen äußeren Umwelteinflüssen. Zudem bekämpfen sie die sogenannten freien Radikalen und fungieren daher als sogenannter Radikalfänger. Dadurch altert Deine Haut nicht so schnell und sieht wieder frischer aus.

Die Kerne machen glücklich

In den Kernen kommt unter anderem auch eine spezielle Aminosäure mit dem Namen Tryptophan vor, die dafür sorgt, dass Dein Körper mehr Glückshormone produziert. Somit kannst Du auf Dauer sogar Deine Laune verbessern, wenn Du sie regelmäßig zu Dir nimmst. In 100 Gramm der Kerne befinden sich ganze 500 Milligramm Tryptophan und damit mehr als fast alle anderen Nahrungsmittel.

Vielseitig einsetzbare Lebensmittel

Um wurde schon erwähnt, dass die Kerne für unterschiedliche Speisen verwendet werden können. Unter anderem kannst Du sie als Toppings für Salate, als Bestandteil eines Müslis wie auch als gesunden Snack für zwischendurch nutzen. Zudem eignen sie sich als Basis von Pesto, Dips oder auch von leckeren Soßen. Sie schmecken auch sehr gut zu vielen herbstlichen Gerichten.

Kann ich die Kerne selber trocknen und rösten?

Wenn Du einen Kürbis, zum Beispiel als gruselige Dekoration zu Halloween, selber ausgehöhlt hast, solltest Du die Kerne auf keinen Fall wegwerfen. Vielmehr kannst Du sie trocknen und später weiter verwenden. Hierfür befreist Du sie am besten zunächst von dem Fruchtfleisch. Dann gibst Du die Kerne in ein Sieb und reinigst sie unter dem Wasserhahn, um alle Reste zu entfernen. Sind sie sauber, legst Du sie auf ein Tuch oder ein wenig Zeitungspapier und lässt sie trocknen. Hierfür kannst Du sie zum Beispiel für einige Stunden in die Sonne stellen. Anschließend werden sie in der Pfanne geröstet und mit Salz verfeinert. Alternativ kannst Du sie auch im Backofen weiterverarbeiten und trocknen. Wichtig ist aber in beiden Fällen, dass die Außenhaut nicht zu dunkel wird.

Wertvolles Kürbiskernöl

Die Kerne werden bei der Produktion zu sehr hochwertigem Kürbiskernöl weiterverarbeitet. Auch dieses verleiht jedem Salat eine leckere Nusswürze. Zudem ist es reich an den oben erwähnten ungesättigten Fettsäuren, wie zum Beispiel Stearinsäure, Ölsäure, Palmitinsäure und auch die genauer beschriebene Linolsäure.

Fazit zu den Kürbiskernen

Kürbiskerne sind echte Schätze der Natur. Sie haben viele positive Wirkungen auf den Körper und können vielseitig eingesetzt werden. Unter anderem kannst Du sie in der Küche für viele Zwecke nutzen und sogar auch roh essen. In vielen unterschiedlichen Studien konnte bewiesen werden, dass die Kerne unter anderem auch bei einer vergrößerten Prostata für Linderung sorgen können. Zudem liefern sie Dir auch viele gesunde Vitamine und gelten als wertvolle Nervennahrung. Auch Sportler können von ihnen profitieren. Denn sie sind reich an Magnesium, das bei der Muskelregeneration helfen kann.

Um von den vielen Vorteilen der Kerne zu profitieren, musst Du lediglich rund 100 Gramm am Tag von ihnen zu Dir nehmen.