Kokosöl – Pflege für Haut und Haare

Kokosprodukte sind seit Jahrtausenden ein Grundnahrungsmittel für Menschen. Kokosöl ist im Speziellen sehr gut verdaulich, es wirkt antimikrobiell (auch äußerlich) und reguliert die Blutfette. Eine reife Kokosnuss besteht übrigens zu circa 35 Prozent aus diesem Öl. Zu einem neuen Durchbruch verschaffte dem Öl der aktuell anhaltende Hype um die vegane Ernährung. Aber ist es wirklich so ein Wundermittel, wie uns viele weismachen wollen?

Was ist Kokosöl?

Pflanzenfette sind in der Regel eine Ansammlung gesunder, ungesättigter Fettsäuren, allerdings gehört ausgerechnet das Öl der Kokosnuss mit mehr als 90 Prozent gesättigter Fettsäuren zu den wenigen Ausnahmen. Und trotzdem ist dieses Öl mitnichten in die Riege jener ungesunden Fette einzuordnen, die unsere Herzkranzgefäße verfetten und Arterien verkalken lassen sowie dem Schlaganfall Vorschub leisten. Warum ist das so?

Dieses Öl enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe. Ein wichtiger davon ist die Laurinsäure, die in unserem Körper zu Monolaurin umgewandelt wird. In diversen Studien konnte nachgewiesen werden, dass Laurinsäure antibakteriell wirkt, das Herzkreislaufsystem positiv beeinflusst und erhöhte Cholesterinwerte abzubauen hilft. Welche wertvollen Fettsäuren in welchen Mengen das Öl darüber hinaus noch beinhaltet, kannst Du der folgenden Tabelle entnehmen:

Fettsäuren-Zusammensetzung des Kokosöls in Prozent

  • Laurinsäure: 44 bis 52 (mittelkettig)
  • Myristinsäure: 13 – 19
  • Palminsäure: 8 – 11
  • Caprinsäure: 6 – 10 (mittelkettig)
  • Caprylsäure: 5 – 9 (mittelkettig)
  • Ölsäure: 5 – 8 (einfach ungesättigte FS)
  • Stearinsäure: 1 – 3 (langkettig)
  • Linolsäure: 0 – 1 (mehrfach ungesättigte FS)

Langkettige Fettsäuren bestehen aus 14 bis 24 miteinander verbundenen Kohlenstoffatomen, mittelkettige Fettsäuren aus acht bis zwölf C-Atomen. Betrachten wir nun zunächst die günstige Wirkung des Öls für unsere Haut.

Warum Kokosöl für Haut und Haar gut ist

Da die meisten Hauterkrankungen mit mehr oder minder intensiven Entzündungsprozessen einhergehen, ist jedes Mittel, das die Entzündung eindämmt, eine gute Empfehlung. Einige Inhaltsstoffe des Öls leisten genau diesen Beitrag. Es ist hier vor allem die Laurinsäure, die Viren, Bakterien und andere Keime abtötet. Dies geschieht dadurch, dass die Laurinsäure die Lipidmembranen der Viren und Bakterien durchdringt und so die Keime von innen zerstört. Auch den Haaren spendet das Öl wertvolle Feuchtigkeit, was sie besonders geschmeidig macht und außerdem die Haarwurzeln stimuliert. So kann das Öl einem Haarausfall in gewissem Umfang entgegenwirken.

Kokosöl im Einsatz gegen Cellulite

Die sogenannte Orangenhaut ist ein Albtraum für alle Frauen. Wie kann dieses Öl dagegen helfen? Da es ganz besonders tief in die Haut einzieht, werden auch alle tiefer liegenden Hautschichten gestrafft mit der Folge, dass die Dellen der Cellulite zwar nicht ganz verschwinden, aber weniger sichtbar sind.

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Ein Öl für die Fußpflege

Unsere Füße fristen meistens ein trauriges Dasein im Dunkel und in der Eingeengtheit durch Schuhe. In dieser Gefangenschaft und Unbeweglichkeit kriegen sie keine Luft, schwitzen, es bilden sich Bakterien, Pilze und Gerüche aus. Hautstellen verhornen oder sterben ganz ab und es bilden sich zum Teil tiefe Risse in der Fußhaut. Gönne Deinen geschundenen Füßen also ab und zu eine Wohltat mit erwärmtem Öl, das Du ihnen nach dem Baden oder Duschen einmassierst.

Natürliche Kosmetik für das Gesicht

Verglichen mit unseren Füßen hat unser Gesicht ein ganz anderes Problem, denn es ist permanent Wind und Wetter oder im Winter der trockenen Heizungsluft ausgesetzt. Fältchen und Falten bereits im Alter ab 30 Jahren sind hier nur eine von vielen (ganz natürlichen) Folgerichtigkeiten dieser Situation. Entgegenwirken, wenngleich nicht ganz stoppen, kannst Du dem ständigen Angriff Deiner Gesichtshaut durch eine regelmäßige Pflege mit dem Öl der Kokosnuss. Es versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und sorgt für die Stärkung der Barriere zur oft genug schadstoffbelasteten Umwelt. Aber worauf basiert dieser Effekt?

Mit seinem optimal zusammengesetzten Komplex aus Mineralstoffen, Vitaminen und Antioxidantien versorgt das Öl die Haut auch von außen mit wichtigen Nährstoffen. Insbesondere ist es die Laurinsäure, die dafür sorgt, dass sich die Haut besser spannen kann und somit den deutlichen Anti-Falten-Effekt bewirkt. Bei der Anwendung gehst Du folgendermaßen vor: Ausreichend ist in der Regel weniger als das Volumen einer Haselnuss, um eine zu behandelnde Hautpartie zärtlich mit dem Öl einzumassieren. Das machst Du mehrmals pro Woche möglichst vor dem Schlafengehen und lässt das Öl über Nacht in Ruhe einwirken.

Inzwischen haben viele Hersteller von Kosmetika den Wert des Kokosöls erkannt und bieten eine ganze Reihe von Produkten, die darauf basieren und deshalb auch absolut frei von Nebenwirkungen sind, nicht nur für die Gesichtspflege an. Du kannst aber etwas Geld einsparen, wenn Du Deine Kosmetik selbst aus dem Öl herstellst.

Mit dem Öl der Kokosnuss die Lippen pflegen

Wenn spröde und trockene Lippen spannen, wird ein Fettstift (Labello) gekauft, weil kaum jemand weiß, wie kontraproduktiv das ist. Zwar meint man gleich nach dem Auftragen eine Verbesserung zu spüren, aber der ursprüngliche Zustand der Lippen stellt sich bald wieder, sogar verstärkt, ein. Woran liegt das? Diese sogenannten Lippenpflegestifte enthalten diverse chemische Zusätze, die die Lippen geradezu daran hindern, ihren Feuchtigkeitshaushalt zu regulieren. Ganz anders ist das bei einem Kokos-Lippenbalsam, weil dieser den sensiblen Aufbau der Lippenhaut berücksichtigt und aktiv unterstützt.

Die antivirale Wirkung des Öls beugt übrigens auch der Entstehung von Herpesbläschen vor, die oftmals im Nachgang derart angegriffener Lippen in Erscheinung treten. Raue Stellen und kleine Risse in den Lippen können deutlich schneller heilen. Darüber hinaus weist das Öl eine gewisse Filterwirkung gegen UV-Strahlen auf.

Ein Öl mit Sonnenschutzfaktor

Handelsübliche Sonnencremes enthalten meistens einen ganzen Cocktail von Chemikalien, nicht alle davon sind auf Dauer hautfreundlich. Das absolut natürliche Kokosöl ist absolut frei von künstlichen Zusatzstoffen und hält dennoch ungefähr 20 Prozent der aggressiven UV-B Strahlung ab. Insofern ist dieses Öl als Sonnenschutz in Regionen wie Mitteleuropa völlig ausreichend. Gleichzeitig ist es ein gesundes Hautpflegemittel, das die Poren nicht verstopft und noch dazu deutlich preiswerter als die meisten industriell hergestellten Sonnencremes ist.

Der natürliche Make-up-Entferner

Im Bereich der Augen ist unsere Haut besonders dünn und fast durchscheinend. Handelsübliche Make-up-Entferner können gerade an diesen Stellen die Haut auf Dauer schädigen. Die Haut wird dadurch noch dünner und die darin befindlichen Äderchen treten deutlicher in Erscheinung, was in der Gesamtheit die Augenringe stärker ausprägt. Die gesättigten Fettsäuren im Öl erleichtern das pflegende Abschminken, ohne die Haut dabei zu beanspruchen.

Kokosöl wirkt gegen Akne und Pickel

Wie oben bereits erwähnt, hilft das antibakterielle Öl gegen jede Art entzündlicher Hauterkrankungen, so auch bei Pickeln oder Akne. Durch das regelmäßige Anlösen des verhärteten Materials in verstopften Talgdrüsen kann so die Behandlung von Neurodermitis und Schuppenflechte gut unterstützt werden. Letztere ist wegen der unschönen Veränderungen der Haut und der Haare nicht nur körperlich extrem lästig, sondern auch mental eine große Belastung, die das Selbstbewusstsein eines Menschen arg herunterziehen kann. Mit der regelmäßigen Anwendung von Öl konnten hier deutliche Verbesserungen erzielt werden.

Positiver Einfluss auf die Haare

Kokosöl hilft den Haaren dabei, widerstandsfähiger gegen die meisten schädlichen Umwelteinflüsse zu werden. Dies gilt auch mit Blick auf aggressive Shampoos oder andere vermeintliche Pflegeprodukte.

Haarausfall kann jeden betreffen

Die mittelkettigen Triglyzeride des Kokosnussöls haben eine sehr günstige Molekülstruktur hinsichtlich ihrer Fähigkeit, rasch durch die Kopfhaut bis zu den Haarfollikeln vorzudringen, um dort gezielt Nährstoffe einzulagern. Die Mikroflora der Kopfhaut bildet in Interaktion mit Laurinsäure Monolaurin, das antifungal und antibakteriell, insbesondere gegen infektiöse Erreger wie Candida, wirkt, die die Haarfollikel zerstören können. Im Sinne einer Anwendung gegen Haarausfall solltest Du das Öl regelmäßig vor dem Haarewaschen in Deine Kopfhaut geduldig einmassieren.

Entgegen mancher Behauptung möchten wir hier klarstellen, dass Deine Haare durch Kokosöl nicht schneller wachsen. Aber dessen wertvolle Inhaltsstoffe sorgen dafür, dass Deine Haare im Ergebnis glatter, homogener und fülliger wirken. Falls Deine Haare etwas zu Schuppen neigen, solltest Du ebenfalls circa 30 Minuten vor jeder Haarwäsche die Kopfhaut mit einer kleinen Menge dieses Öls einmassieren. Für ein optimales Ergebnis ist in der Tat etwas Einwirkzeit erforderlich.

Bei Mangel an Nährstoffen und Feuchtigkeit spalten sich die Haarspitzen, was als Spliss bezeichnet wird und recht ungepflegt aussieht. Dieses Phänomen geht oft mit trockenem Haar einher. Beides ist leicht mit einer regelmäßigen Kokosölpflege zu beheben.

Richtige Kokosölpflege

Hierzu solltest Du mit einem milden, silikonfreien Shampoo beginnen und Deine Haare anschließend sehr gründlich ausspülen. Dann trocknest Du, so gut es geht, die Haare mit einem weichen Tuch am besten durch vorsichtiges Ausdrücken. Jetzt werden die Haare erst einmal vorsichtig durchgekämmt. Endlich kommt das Öl zum Einsatz. Dazu verteilst Du in etwa die Menge einer Haselnuss in den Händen und schmierst alles sorgfältig mit den Fingerspitzen in die Haare, sodass auch die Kopfhaut etwas davon abbekommt. Abschließend streichst Du Deine Haare in Wuchsrichtung mit den Händen glatt.

Damit das Öl nun eine Zeit lang in ein etwas wärmeres Mikroklima gelangt, um die richtige Viskosität zu erhalten, solltest Du Deine Haare unbedingt in ein Handtuch einwickeln und dies so circa 45 Minuten behalten. Du kannst es gegebenenfalls aber auch die ganze Nacht tragen, damit das Öl lange in die Kopfhaut einwirken kann. Das anschließende Auswaschen sollte erneut mit einem milden, silikonfreien Shampoo erfolgen.

Abnehmen mit Kokosöl

Dieses Öl „hat das Zeug dazu“, so in Deine Stoffwechselprozesse einzugreifen, dass das Abnehmen deutlich erleichtert wird. Gerade die darin freigesetzten Ketone beschleunigen den Fettabbau. Mehrere unabhängige Studien haben gezeigt, dass das Kokosnussöl den gesamten körperlichen Energiehaushalt positiv stimuliert. Wer sich einmal an die regelmäßige Einnahme dieses Öls gewöhnt hat, erreicht langfristig eine nachhaltige Gewichtsabnahme, ohne den gefürchteten Jo-Jo-Effekt einer Spezialdiät erleben zu müssen. Dazu möchten wir an dieser Stelle auf eine japanische Doppelblind-Studie verweisen, die schon im Jahre 2001 in „The Journal of Nutrition“ publiziert worden ist:

http://jn.nutrition.org/content/131/11/2853.full

Die etwas später im Jahre 2010 von einem chinesischen Forscherteam erbrachte Studie kam zu dem Ergebnis, dass es vor allem an den mittel- bis langkettigen Triglyzeriden liegt, dass der Fettstoffwechsel „moduliert“ wird. Damit wurde zugleich die These endgültig widerlegt, dass gesättigte Fettsäuren in jedem Fall zu einer Gewichtszunahme führen. Bei sehr ausgeprägter Fettleibigkeit zum Beispiel aufgrund einer Insulin-Resistenz bleibt der Erfolg des Kokosnussöls allerdings sehr verhalten.

Ein Erklärungsversuch

Die Fette des Öls werden durch die Leber absorbiert. Im Zuge der Verdauung benötigen sie keine Gallenflüssigkeit. Die mittelkettigen Triglyceride werden in Ketone umgewandelt, die aber nicht in die Fettdepots der Zellen eingelagert werden, sondern sofort in Energie umgesetzt werden. Insgesamt wird der Stoffwechsel angekurbelt und die Muskulatur sowie das Gehirn erfahren direkt einen Leistungsschub. Wer diesen dann nutzt, um sich sportlich zu betätigen, hat ganz klar einen deutlich höheren Kalorienverbrauch. Der Blutzuckerspiegel wird übrigens nicht durch das Öl erhöht.

Mit dem Öl der Kokosnuss kochen

Die vornehmlich mittelkettigen Fettsäuren sind gut, sogar ohne Einsatz von Gallensäure, verdaulich. Aufgrund ihrer guten Wasserlöslichkeit gelangen sie leicht über die Blutbahn zur Leber. Wie bereits beschrieben, werden sie dort direkt in Energie transformiert, ohne den unbeliebten Umweg über die Fettdepots zu gehen. Mit diesem Argument wurde auch schon der Effekt der Gewichtsabnahme erklärt, der von den meisten Menschen als positive Eigenschaft bewertet wird.

Gewonnen wird das Öl aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss. Sein Aggregatzustand wird bei Normaldruck erst ab 20 Grad Celsius flüssig. Es ist weitgehend hitzebeständig, hat seinen Rauchpunkt aber bei 200 Grad Celsius und eignet sich so durchaus zum Braten.

Wegen seiner leicht süßlichen Note eignet sich das Öl gut für Kuchen oder Desserts, allerdings solltest Du darauf achten, stets ein qualitativ hochwertiges Produkt einzukaufen, am besten natives, kalt gepresstes Öl in Bio-Qualität.

Der Unterschied zum Kokosfett

Natives Kokosöl (meist in Gläsern) wird mit zerkleinertem Bio-Fruchtfleisch hergestellt. „Nativ“ steht dabei für eine hohe Güteklasse, die darauf hinweist, dass das naturbelassene Öl kalt gepresst wurde, um seine natürlichen Inhaltsstoffe nicht zu beschädigen. Aus diesem Grunde ist natives Öl ernährungsphysiologisch hochwertiger als Kokosfett, das als „Plattenfett“ in Supermärkten verkauft und zum Beispiel zum Frittieren verwendet wird. Es ist ein gehärtetes und desodoriertes Industrieprodukt, das im Verlauf der Verarbeitung sein Kokos-Aroma vollständig verliert und am Ende geschmacksneutral ist.

Kommt es bei Überdosierung zu Nebenwirkungen?

Selbstverständlich kann man alles „überdosieren“. Wer zu viel Öl zu sich nimmt, wird ganz gewiss irgendwann mit heftiger Übelkeit und Durchfall reagieren. Bei moderater, angemessener Verwendung ist dieses natürliche Öl absolut frei von Nebenwirkungen. Zur Achtsamkeit sei bei fertigen kosmetischen Produkten geraten, weil einige davon trotz der plakativen Aufschrift Kokosöl manchmal nur billiges Mineralöl enthalten. Daher ist es in der Tat ratsam, sich darüber zu informieren, wie man seine Kosmetika gegebenenfalls lieber selbst herstellt. Zur regelmäßigen inneren Anwendung ist ein Teelöffel Öl pro Tag ausreichend.

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Belege über Wirksamkeit

Die „Pukapua“-Studie

  • Die „Pukapua“-Studie Der neuseeländische Wissenschaftler Dr. Ian. A. Prior entdeckte in den 1960er Jahren ein isoliert lebendes polynesisches Inselvolk, das ihn deshalb so faszinierte, weil seine Menschen einen nahezu perfekten Gesundheitszustand aufwiesen. Kokosnüsse waren ihre hauptsächliche Nahrungsquelle. Daraufhin untersuchte der Arzt ungefähr 2.500 Polynesier, die von den zwei Inseln Pukapuka und Tokelau stammten. Die Mehrheit dieser sehr gesunden Menschen hatten ihr Idealgewicht. Neben Fleisch und Fisch, Obst und Gemüse gab es auch täglich Kokosöl, das hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren besteht. Es war schon damals bekannt, dass es genau solche Fette sind, die für viele unserer Zivilisationskrankheiten verantwortlich sind. Seine Untersuchungen fokussierte Dr. Prior vor allem auf die Blutfettwerte im Kontext des Energieumsatzes. Die Ergebnisse daraus wurden dann 1981 in „The American Journal of Clinical Nutrition“ veröffentlicht. Es war eine der ersten Studien, die das Interesse für die besonderen Eigenschaften dieses Öls weckte und sodann zahlreiche weitere Studien provozierte.

Behandlung Atopischer Dermatitis

  • Behandlung Atopischer Dermatitis Im Jahre 2014 beforschten Dermatologen in Manila die Wirkung von Kokosöl auf Hauterkrankungen, allen voran die Atopische Dermatitis. Charakteristisch für diese Hauterkrankung sind starke Entzündungen, Trockenheit, Pruritus (Juckreiz) und Verschorfungen, die sich immer mehr ausweiten. Gesucht wurde nach einer guten Alternative für Kortisonsalben. Die beständige Schädigung der natürlichen Schutzbarriere der Haut ist einer der Hauptgründe für die Atopische Dermatitis, bei der die wichtige Fähigkeit der Haut, etwas Feuchtigkeit zu speichern, immer mehr verloren geht. In der philippinischen Studie wurde vor allem das native Öl der Kokosnuss mit einer bestimmten Mineralöl-Aufbereitung (SCORAD) im Rahmen von Anwendungen bei Kindern verglichen. Bei den mit Kokosnussöl behandelten Patienten kam es zu einer signifikant besseren Erfolgsquote, weil nachweislich alle Arten von Viren, Bakterien oder Pilzen durch das Öl eingedämmt werden konnten.