Kalzium (Calcium) – der lebenswichtige Mineralstoff

Kalzium ist einer der bekanntesten und wichtigsten Mineralstoffe unseres Körpers. Das menschliche Skelett wiegt im Durchschnitt zwischen 7 und 9 kg, immer abhängig vom Körpergewicht. In etwa ein Kilo davon entfällt auf Kalzium, auch Calcium geschrieben. Unter anderem ist es für den Knochenauf- bzw. Konchenumbau wichtig. Es wird zusammen mit Phosphat in den menschlichen Knochen gespeichert. Von dort gelangt es dann in die Blutbahn. Neben dem Knochenerhalt ist Kalzium auch essenziell für die Zahnsubstanz, die Nerven- und Muskeltätigkeit aber auch für die Blutgerinnung. Zudem hat Kalzium eine entzündungshemmende bzw. antiallergische Wirkung. Allein daran wird ersichtlich, wie wichtig dieser Mineralstoff für die Gesundheit ist.

Was ist Kalzium?

Kalzium ist ein chemisches Element, welches im Periodensystem mit dem Symbol Ca gekennzeichnet wird. Es ist das fünfthäufigste Element in der Erdhülle und befindet sich in Böden, Gesteinen, Gewässern und in Lebewesen. Im menschlichen Körper kommt das Mineral aber nur in gebundener Form als Kalziumphosphat vor.

Calcium ist ein Mineralstoff, welcher überwiegend (bis zu 90%) in den menschlichen Knochen gespeichert ist. Kleinere Mengen sind jedoch auch im Blut oder in den Zellen angesammelt. Neben der Erhaltung der Gesundheit von Knochen und Zähnen hat das Mineral noch weitere wichtige Funktionen. Es ist wesentlich an der Blutgerinnung beteiligt, spielt aber auch eine große Rolle bei der Funktion des Gehirns und des zentralen Nervensystems. Kalzium ist aber nach Magnesium der wichtigste Mineralstoff für die Muskulatur und hilft dabei Muskelspannungen aufrechtzuerhalten.

Es ist wichtig, dass der Kalziumspiegel im Blut konstant gehalten wird, da der menschliche Körper täglich Calcium benötigt, um wichtige Funktionen aufrechtzuerhalten. Ohne eine ausreichende Menge des Mineralstoffs funktionieren weder Muskeln noch Nerven. Darüber hinaus wäre das Herz nicht fähig dazu regelmäßig zu schlagen und das Blut könnte bei einer Verletzung nicht gerinnen. Daher muss Kalzium täglich über die Nahrung zugeführt werden, damit der Körper nicht auf die Reserven im Skelett zurückgreifen muss.

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Eigenschaften und Aufgaben von Kalzium

Die Kernaufgabe von Calcium ist es im Körper Hartgewebe zu produzieren. Daher ist es auch unabdingbar für das Wachstum, die Neubildung und die Entstehung von Zähnen bzw. Knochen. Einen besonders hohen Bedarf an diesem Mineralstoff haben Neugeborene, Kinder und ältere Menschen. Kalzium wird aber auch im Blutplasma benötigt. Je nach Bedarf wird hierfür Calcium aus den Knochendepots abgegeben. Überschüssiges Kalzium wird vom Körper ganz einfach über den Stuhl ausgeschieden.

Alle wesentlichen Aufgaben im Überblick:

  • Bildung von Zähnen und Knochen: Etwa 99 % des im Körper vorkommenden Kalziums ist in den Zähnen und Knochen angesiedelt. Dieser Mineralstoff verleiht ihnen Festigkeit und Stabilität. Zeitgleich dienen die menschlichen Körper als Kalziumspeicher. Kommt es zu einem Mangel, so werden Teile des Mineralstoffs aus den Knochen gelöst und für andere Körperfunktionen zur Verfügung gestellt.
  • Aktivierung von Hormonen und Enzymen: Bei einem Überangebot an Kohlehydraten wird in den Muskel- und Leberzellen Glykogen aufgebaut. Glykogen ist eine Speicherform von Glukose im menschlichen Körper. Wird mehr Energie benötigt, so greifen die Muskelzellen auf gespeichertes Glykogen zu, um dessen Energie zu nutzen. Kalzium unterstützt diesen Vorgang, die sogenannte Glykogensynthese, bei dem Traubenzucker in den Glykogenspeichern gesammelt wird.
  • Funktionierende Blutgerinnung: Calcium ist ebenso an der Blutgerinnung beteiligt. Ein bestimmter Blutgerinnungsfaktor kann sich nur mithilfe von Kalzium in seine aktive Form umwandeln und damit eine Gerinnung herbeiführen.
  • Erhaltung der Funktion von Muskel- und Nervengewebe: Damit die Signale der Nerven übertragen werden können benötigt der Körper Kalzium. Auch Muskelkontraktionen, also das Zusammenziehen der Muskeln ist abhängig von diesem Mineralstoff. In diesem Zusammenhang ist Calcium der Gegenspieler vom muskelentspannenden Mineral Magnesium. Um sowohl Muskelkrämpfen als auch Muskelschwäche vorzubeugen, ist es wichtig, für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beiden Mineralstoffen zu sorgen.
  • Darüber hinaus trägt der Mineralstoff zu einer stabilen Funktion der Verdauungsenzyme sowie zu einem gesunden Energiestoffwechsel bei.

Wofür ist Calcium (Kalzium) gut?

Etwa 99 Prozent des im menschlichen Körpers vorhandenen Calciums sind in den Knochen und Zähnen gebunden, 1 Prozent davon im Blut. Da der Mineralstoff nicht vom Stoffwechsel selbst hergestellt werden kann, muss der Mensch ihn sich über die tägliche Nahrung zuführen. Calcium ist lebenswichtig, da es hartes Gewebe (Knochengewebe, Zahnsubstanz) bildet und das Knochenwachstum fördert. Ist nicht genügend davon vorhanden, so bedient sich der Körper des in Knochen und Zähnen gespeicherten Calcium.

Das Mineral aktiviert die Ausschüttung von Hormonen wie Insulin und regt die Enzym-Tätigkeit an. Außerdem ist es für die Umsetzung von Nervenimpulsen in Muskeltätigkeit zuständig: Nur so ist der Mensch in der Lage, Bewegungen auszuführen. Der wichtige Vitalstoff dichtet Blutgefäße ab, reguliert den Blutdruck und ist an der Blutgerinnung beteiligt. Als starkes Antioxidans beugt er Entzündungen und Allergien vor. Wer täglich genügend Calcium mit der Nahrung aufnimmt, kann schon im Vorfeld den negativen Folgen einer Übersäuerung (Azidose) entgegenwirken.

Für was benötigen wir Kalzium und durch was wird der Mineralstoff reguliert?

Kalziumsalze sind unter anderem für die Knochenstabilität zuständig. Für die Stabilität des menschlichen Skelettsystems ist es enorm wichtig ausreichend Calcium zu sich zu nehmen. Zudem fungiert aber das Skelett auch als Speicherdepot des Mineralstoffs. Dieser wird bei unzureichender Kalziumaufnahme auch angegriffen. Calcium ist maßgeblich an der Steuerung zahlreicher Prozesse außerhalb und innerhalb der menschlichen Zellen beteiligt. Wird auf Dauer zu wenig Calcium zugeführt, droht eine Knochendemineralisation, wobei es im schlimmsten Fall zu Osteoporose oder ähnlichen Erkrankungen kommen kann.

Zusätzlich zu der Funktion als Baustein der Knochen spielt Calcium auch eine essenzielle Rolle bei der Blutgerinnung, bei der Signalübermittlung von Hormonen und bei Prozessen der Reizübertragung in den Nerven sowie bei der Muskelkontraktion.

Der Kalziumspiegel wird generell durch die Nahrung, Hormone, Phosphat-Stoffwechsel und Vitamin D reguliert:

  • Parathormon: Dieses Hormon wird in der Nebenschilddrüse gebildet und sorgt für eine Steigerung des Kalziumspiegels durch die Mobilisation des Minerals aus den Knochen.
  • Vitamin D3: Eine Vorstufe des Vitamin D wird entweder unter UV-Einwirkung in der Haut gebildet oder über den Darm aufgenommen. Es sorgt für eine Anhebung des Kalziumspiegels, da es die Aufnahme aus dem Darm fördert.
  • Calcitonin: Dieses Protein wird auch in der Schilddrüse gebildet. Im Gegensatz zu den vorher genannten senkt es allerdings den Kalziumspiegel, indem das Protein die Speicherung von Calcium im Knochen fördert.

Welche Health Claims bzw. gesundheitliche Vorteile bietet der Mineralstoff?

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat bezüglich Calciums einige gesundheitsbezogene Aussagen getätigt, die durch wissenschaftliche Gutachten bestätigt wurden.

Calcium

  • hat eine wesentliche Funktion bei der Zellteilung,
  • Ist wichtig für eine normale Funktion der Muskeln,
  • trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei,
  • ist wesentlich für eine normale Funktion der Verdauungsenzyme,
  • trägt zu einer normal funktionierenden Blutgerinnung bei,
  • ist wichtig für die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen und
  • wird für die Erhaltung der Knochenstruktur sowie der Zähne benötigt.

In weiterer Folge kann eine ausreichende Kalziumzufuhr Herzattacken vorbeugen. Allerdings muss hierfür auch auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D, Vitamin K und Magnesium geachtet werden.

Zudem kann ein ausgeglichener Kalziumhaushalt die Arterienverkalkung reduzieren. Eine Verkalkung ist meist die Hauptursache für Herzprobleme. In einer Studie konnte bereits bewiesen werden, dass Menschen, die den Mineralstoff zusätzlich als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen haben, den Grad der Verkalkung sogar um bis zu 62 % reduzieren konnten.

Wie hoch ist die empfohlene Tagesdosis?

Wie viel mg des Mineralstoffs täglich empfohlen werden, ist grundlegend vom Alter abhängig. Darüber hinaus gibt es aber auch Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern. Beispielsweise wird in Deutschland, Österreich aber auch in den USA eine höhere Dosis empfohlen. Der Grund dafür ist, dass hierbei die Weltgesundheitsorganisation die typisch westlichen Ernährungsgewohnheiten miteinbezieht, sprich eine hohe Zufuhr an Kochsalz sowie Proteinen.

Nachfolgend eine Übersicht über den täglichen Kalziumbedarf:

  • Säuglinge

0 bis 3 Monate: 220 mg

4 bis 12 Monate: 330 mg

  • Kinder

1 bis 3 Jahre: 600 mg

4 bis 6 Jahre: 750 mg

7 bis 9 Jahre: 900 mg

10 bis 12 Jahre: 1100 mg

13 bis 14 Jahre: 1200 mg

  • Jugendliche und Erwachsene

15 bis 18 Jahre: 1200 mg

19 bis 24 Jahre: 1000 mg

25 bis 50 Jahre: 1000 mg

51 bis 64 Jahre: 1000 mg

65 Jahre und älter: 1000 mg

  • Schwangere und stillende Frauen

1000 mg täglich

In diesem Zusammenhang ist es aber auch wichtig, auf sogenannte „Kalziumdiebe“ zu achten. Diese binden das Mineral oder fördern die Ausscheidung. Beispielsweise wären das Nahrungsmittel mit Oxalsäure, die unter anderem in Tomaten, Schokolade, Spinat oder Rhabarber enthalten ist. Aber auch Phytinsäure, die z. B. in Mais, Getreide oder Hülsenfrüchte vorkommt, bindet den Mineralstoff und verschlechtert zeitgleich auch die Kalziumaufnahme. Außerdem sollten phosphatreiche Nahrungsmittel wie Fertiggerichte, Wurst- und Fleischwaren oder Softdrinks selten verzehrt werden, da damit die Aufnahme im Darm behindert wird. Gleiches gilt für den Konsum von Tee und Kaffee. Zudem steigert auch ein hoher Konsum an Proteinen und Kochsalz in der Nahrung die Kalziumausscheidung.

Gibt es Nebenwirkungen bei einer Überdosierung?

Der Kalziumbedarf kann nicht nur durch Essen und Trinken gedeckt werden, sondern auch durch spezielle Medikamente bzw. Nahrungsergänzungsmittel. In diesem Zusammenhang ist allerdings Achtung geboten. Viel hilft nicht immer viel. Durch eine Überdosierung kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen, die sich im schlimmsten Fall auch dauerhaft auf die Gesundheit auswirken können. Darüber hinaus verhindert eine Überdosierung auch die Aufnahme von Magnesium, Zink und Eisen, wodurch es zu einer Unterversorgung der aufgezählten Nährstoffe kommen kann.

Von einem Überangebot an Calcium im Körper spricht man dann, wenn der Betreffende mehr als 4.000 mg (Erwachsene) zu sich genommen hat. Bei Kindern liegt die Überdosis bei 2.500 mg. Bei gesunden Menschen wird der überschüssige Mineralstoff einfach über Stuhlgang und Harn ausgeschieden. In manchen Fällen kann es jedoch zu so starkem Flüssigkeitsverlust kommen, dass der Betreffende eine Nieren-Verkalkung, Nieren und Gallensteine und Magengeschwüre bekommt.

Menschen mit Krankheiten wie Nebennierenrinden-Insuffizienz und bösartigen Tumoren sind meist nicht zum Ausleiten von zuviel Calcium imstande. Bei ihnen kann die dauerhafte Überdosierung zu Erbrechen, Übelkeit, starker Müdigkeit, Verstopfung und Muskelschwäche führen.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen einer Kalziumüberdosierung zählen:

  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Hautausschlag
  • Juckreiz
  • Nesselsucht
  • Nierensteine
  • Übelkeit
  • Verstopfung
  • Völlegefühl

Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass es nur zu diesen Nebenwirkungen durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln bzw. Medikamenten bei einer Überdosierung kommt. Deshalb sollte vor der Einnahme die Dosierung mit einem Arzt abgesprochen werden und auf jeden Fall sollte die täglich empfohlene Menge eingehalten werden. Nehmen Menschen jedoch zu viel des Mineralstoffs durch die Nahrung auf, kommt es zu keinen Nebenwirkungen, denn die überflüssigen Mengen des Minerals werden einfach wieder ausgeschieden.

Was sind die besten Kalziumquellen?

Dass die Kalziumzufuhr wichtig für die Knochen und die Zähne ist, gehört zum Allgemeinwissen. Auch der existierende Mythos, der besagt, dass der Konsum von Milchprodukten für eine ausreichende Menge des Minerals genügt, wurde bereits widerlegt. Fest steht, dass der Mineralstoff wesentliche Funktionen der menschlichen Organe, wie beispielsweise Lunge, Niere oder Herz, einnimmt. Damit der tägliche Kalziumbedarf über die Nahrung gedeckt werden kann, empfiehlt sich unter anderem der Verzehr der nachfolgenden zehn Lebensmittel:

  1. Mohn gemahlen (enthält ca. 1460 mg pro 100 g)
  2. Emmentaler (enthält ca. 1029 mg pro 100 g)
  3. Sesam (enthält ca. 780 mg pro 100 g)
  4. Mandeln (enthält ca. 250 mg pro 100 g)
  5. Grünkohl (enthält ca. 210 mg pro 100 g)
  6. Brennnessel (enthält ca. 190 mg pro 100 g)
  7. Petersilie (enthält ca. 180 mg pro 100 g)
  8. Rucola (enthält ca. 160 mg pro 100 g)
  9. Kuhmilch (enthält ca. 120 mg pro 100 g)
  10. Spinat (enthält ca. 115 mg pro 100 g)

Natürlich hilft auch das Trinken von Mineralwasser, um den Kalziumbedarf zu decken. Wichtig ist aber auch ausreichend Vitamin D aufzunehmen, damit der Mineralstoff besser aufgenommen wird. Generell empfiehlt es sich Milchprodukte, Eier, Nüsse, grünes Gemüse aber auch Vollkornprodukte zu verzehren, um den Körper ausreichend mit Calcium zu versorgen. Damit allerdings auch die Aufnahme optimal funktioniert, müssen auch genügend Vitamin K, Phosphor und Magnesium vorhanden sein.

Kalziummangel: Welche Ursachen bzw. Folgen hat eine Unterversorgung?

Das Mineral ist wesentlich für zahlreiche Prozesse im menschlichen Körper. Es kann vorkommen, dass es durch bestimmte Umstände zu einem Kalziummangel kommt. Ein Mangel liegt vor, wenn der Blutwert unter 2,2 mmol/l ist.

Mögliche Ursachen für ein Kalziumdefizit:

  • Laktoseintoleranz: Es gibt mittlerweile jede Menge Menschen, die laktosehaltige Milchprodukte nicht mehr vertragen. Werden diese Lebensmittel weggelassen, kann es durchaus zu einem Mangel des Minerals kommen. Allerdings gibt es hierfür auch Tabletten, sodass ohne Probleme auch Milchprodukte mit Laktose verzehrt werden können.
  • Gestörte Aufnahme des Minerals aus dem Darm: Auch Menschen mit chronischen Erkrankungen wie beispielsweise Zöliakie oder der entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn können an einem Kalziummangel leiden, da die Aufnahme im Magen-Darm-Trakt gestört ist.
  • Essstörungen: Bei Essstörungen wie beispielsweise Magersucht (Anorexie) oder Ess-Brech-Sucht (Bulimie) kann es auch zu einem Kalziumdefizit kommen. Aber auch bei Bodybuilder die viel Proteine zu sich nehmen ist der tägliche Bedarf des Minerals erhöht, und wenn dies nicht berücksichtig wird, kann es auch hier zu einem Kalziummangel kommen.
  • Mangel an Vitamin D: Durch das Sonnenvitamin wird die Mineralaufnahme durch die Nahrung begünstigt. Ist zu wenig Vitamin D vorhanden, so wird die Aufnahme verhindert, wodurch es zu einem enormen Kalziumverlust über die Nieren kommt.
  • Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Erkrankungen der Schilddrüse bzw. der Nebenschilddrüse: Vor allem eine vorliegende Nebenschilddrüsenunterfunktion kann zu einem Defizit führen, da diese Erkrankung auch mit einem Mangel am Parathormon einhergeht.
  • Kalziummangel durch andere Medikamente: Besonders harntreibende Mittel aber auch Abführmittel können einen Kalziummangel herbeiführen. Außerdem mindern auch Antiepileptika und Kortison den Kalziumwert.
  • Chronische Nierenerkrankungen
  • Schwangerschaft oder Stillzeit: Hier ist der tägliche Bedarf höher als sonst und daher kann es in dieser Zeit zu einem Kalziummangel kommen.

Symptome bei einem Kalziumdefizit:

  • Angstzustände und Panikattacken
  • Antriebslosigkeit
  • Ausbildung einer Katarakt (Linsentrübung)
  • Depressionen
  • erhöhte Erregbarkeit der Nerven und Muskeln (Zuckungen, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche oder Spasmen)
  • Erschöpfung
  • gestörte Zahnentwicklung bzw. Minderwuchs bei Kindern
  • Hautveränderungen (Ekzeme und trockene Haut)
  • Herzkreislaufbeschwerden wie beispielsweise Herzrhythmusstörungen oder niedriger Blutdruck
  • Kalkablagerungen im Gewebe z. B. Nierensteine
  • Knochenbrüchigkeit (Minderung der Knochendichte bzw. Fortschreiten von Osteoporose)
  • Kribbeln auf der Haut (Ameisenlaufen oder Pelzigkeitsgefühl)
  • Magen-Darm-Beschwerden (Erbrechen, Verstopfung, Schmerzen oder Übelkeit)
  • psychische Störungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Störungen der Hornbildung (Haarausfall und brüchige Nägel)
  • Verstimmtheit

Durch einen enormen Mangel kann es bei Kindern zu einer Störung des Knochenstoffwechsels (Rachitis) kommen. Bei Erwachsenen kann ein andauerndes großes Defizit zu einer Osteoporose führen. Dadurch werden die Knochen immer schwächer, die dann leichter brechen oder einreißen. Das hat wiederum zur Folge, dass eine längere Heilungszeit benötigt wird. Damit auch im Alter die Knochen gesund und stark bleiben, sollten Erwachsene bereits ab 25 Jahren darauf achten ausreichend Calcium aufzunehmen.

Wer etwas gegen einen vermeintlichen Kalziummangel machen möchte, der sollte sich zunächst von einem Arzt untersuchen lassen. Aufgrund der Blutwerte kann dann ein Mangel diagnostiziert bzw. bestätigt werden. Nur bei einem Defizit ist es auch sinnvoll kalziumhaltige Präparate einzunehmen, denn ein Kalziumüberschuss, der durch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ausgelöst wird, kann zahlreiche gesundheitliche Nebenwirkungen mit sich bringen.

Welche natürlichen Calcium (Kalzium) Quellen gibt es?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Dosis von maximal 1.000 mg Calcium (Erwachsene). Kinder und Jugendliche sollten bis 1.200 mg, Schwangere und Stillende 1.200 bis 1.500 mg pro Tag zu sich nehmen. Ausgezeichnete Calcium-Lieferanten sind Milch, Eier und Milchprodukte. Auch Sesam, Amaranth, Haselnüsse, Mandeln, Kokosflocken und dunkelgrüne Kräuter (Brennnesseln) und Gemüsesorten haben einen hohen Calcium-Gehalt. Dazu gehören beispielsweise Kerbel, Brokkoli, Grünkohl, Lauch und Pak Choi.

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Die grünen Blattgemüse haben außerdem das für die optimale Verwertbarkeit richtige Verhältnis zwischen Calcium und Magnesium (2:1). Um das Mineral gut verwerten zu können, benötigt der Körper jedoch auch noch Vitamin D, das er beispielsweise in Vollkorn-Produkten, Bananen, Trocken- und Hülsenfrüchten findet. Wer Bedenken hat, nicht genügend Calcium aufzunehmen, kann auch mit bestimmten Mineralwässern vorsorgen: Sie sollten mindestens 150 mg Calcium pro Liter enthalten.

Welche Kalzium-Quellen eignen sich für vegane Ernährung?

Da Menschen, die streng vegan leben, auch auf Eier, Milch und Milchprodukte verzichten, müssen sie ihren täglichen Bedarf an Kalzium über pflanzliche Quellen decken. Kalziumreiche pflanzliche Nahrungsmittel sind Pak Choi (50% Bioverfügbarkeit), Grünkohl (zu 49% verwertbar), Brokkoli (etwa 60%) und andere grüne Blattgemüse wie Kresse, grüne Bohnen, Lauch, Kohlrabi und Wirsingkohl. Auch weiße Bohnen, Kartoffeln und Tofu (mit Kalziumsulfat als Gerinnungsmittel) decken den Bedarf optimal. Weitere gute Kalzium-Quellen für Veganer sind Mandeln, Sesam, Haselnüsse, Chia-Samen, Amaranth und Weizengras.

Da auch Veggies sich an das empfohlene 2:1 Verhältnis zwischen Kalzium und Magnesium halten sollten, sind sie mit ihrer Ernährungsweise besser dran als Nicht-Veganer mit Milchprodukten, da in den meisten pflanzlichen Kalzium-Quellen beide Mineralstoffe ohnehin in diesen Proportionen vorhanden sind. Und wenn es einmal schnell gehen soll, kann der vegan Lebende seinem Smoothie Gemüse oder Kräuter-Pulver beimischen. Auch für Veggies gilt: Kalziumreiche Lebensmittel dreimal über den Tag verteilt verzehren.

Was ist Korallen Calcium (Kalzium)?

Menschen mit Calcium-Mangel nehmen oft noch zusätzlich Calcium-Nahrungsergänzungsmittel zu sich. Problematisch ist dabei jedoch, dass handelsübliche Präparate das Mineral meist in einer Form (Calciumcarbonat) enthalten, die der Körper nicht optimal verwerten kann: Es wird meist zu 95% ungenutzt ausgeschieden. Wer auf optimale Bioverfügbarkeit Wert legt, sollte stattdessen eher Korallenkalzium zu sich nehmen. Es ist in Pulverform erhältlich. Die darin enthaltenen Korallen stammen aus der Karibik oder dem Meer von Okinawa, das als eines der saubersten Meere der Erde gilt. Da es in ionisierter Form vorkommt, beträgt seine Bioverfügbarkeit sogar 95%.

Die fossilen Korallen enthalten noch zusätzlich 74 Mineralien und Spurenelemente, die sich im Laufe der Jahrtausende in ihnen abgelagert haben. Korallen Calcium Pulver wird schonend hergestellt und enthält keinerlei Verunreinigungen und Lebensmittelzusätze. Wer es regelmäßig zu sich nimmt, reguliert damit auch seinen gestörten Säuren-Basen-Haushalt und kann das Risiko, an Gicht, Arthritis, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose, Magen-Darm-Entzündungen etc. zu erkranken, drastisch senken.

Da die kristalline Form des Korallen-Pulvers dem Aufbau der menschlichen Knochen ähnelt, ist das Nahrungsergänzungsmittel aus dem Meer auch besser geeignet, die tägliche Calcium (Kalzium) Zufuhr zu gewährleisten als andere Substanzen.