Juckreiz bei Neurodermitis – Ursachen und Behandlungsmethoden

Für viele Betroffene wird das Leben mit Neurodermitis zur Hölle auf Erden. Das Krankheitsbild ist jedoch nicht einheitlich. Der Juckreiz bei Neurodermitis ist in den meisten Fällen kaum zu ertragen. Stell Dir vor, dass es Stellen an Deiner Hautoberfläche gibt, die über einen längeren Zeitraum den ganzen Tag über extrem jucken. Dann hast Du eine Ahnung, was erkrankte Menschen durchmachen müssen.

Es gibt natürlich auch unterschiedlich lange, beinahe erscheinungsfreie Phasen. Doch bei Neurodermitis handelt es sich um eine chronische Erkrankung. Neurodermitis heilt nicht einfach aus. Das Tückische daran ist, die Hauterkrankung kann immer wieder aufflackern. Die Ekzembereitschaft der menschlichen Haut ist auch bei erscheinungsfreien Intervallen nach wie vor sehr hoch.

Die Hauterkrankung plagt sowohl Erwachsene als auch Kinder. Die chronische wiederkehrende Hautkrankheit ist allerdings nicht ansteckend. Die Haut der Betroffenen ist schuppig gerötet und meist trocken. Die Haut kann sich an den betroffenen Stellen entzünden und verändern. Das Brutale an Neurodermitis ist der Juckreiz. Mit dem Juckreiz bei Neurodermitis geht häufig auch ein Hautauschlag einher.

Du kannst davon ausgehen, dass diese Erkrankung viele Ursachen haben kann. Die Experten vermuten ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Unter dieser Krankheit kannst Du Dir einen Teufelskreis ausmalen, der für die Erkrankten eine schier unendlich lange Qual bedeutet. Der Juck-Kratz-Kreislauf bei Neurodermitis beginnt mit einer gestörten Barrierefunktion der Haut. Allergene und Reizstoffe dringen in die Haut ein. Es kommt zur Rötung der Haut. Es folgt der Juckreiz und der Erkrankte beginnt, sich zu kratzen. All das scheint kein Ende nehmen zu wollen.

Der verhängnisvolle Kreislauf geht weiter und weiter – jucken und kratzen. Und je mehr an der erkrankten Haut gekratzt wird, desto stärker wird der Juckreiz bei Neurodermitis. Nach dem Kratzen mag zwar eine Erleichterung eintreten, doch das Glücksgefühl täuscht. Denn mit der Zeit wird der Juckreiz immer schlimmer.

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Was ist Neurodermitis?

Andere Bezeichnungen für die entzündliche Hauterkrankung sind Prurigo Besnier, konstitutionelles Ekzem, atopische Dermatitis und atopisches Ekzem. Diese verflixte Krankheit gibt den Medizinern viele Rätsel auf. Bislang konnte gegen Neurodermitis trotz umfangreicher Forschung noch immer kein probates Mittel gefunden werden, um dieser Krankheit und den verheerenden Folgen für die Patienten Einhalt zu gebieten.

Die schubweise auftretende Erkrankung tritt bei vielen Betroffenen vermehrt in den kalten Monaten des Jahres auf. Die Hautkrankheit schafft in der warmen Jahreszeit oft keine allzu großen Probleme, doch in der Winterzeit tauchen die Symptome wieder auf. Die Konsequenzen dafür liegen nicht an den niederen Temperaturen. Vielmehr wird der Ausbruch in der lichtarmen Phase des Jahres dadurch begünstigt, dass viele Menschen in den nass-kalten Monaten viel öfter krank sind. Das Immunsystem ist somit deutlich stärker geschwächt.

Was die chronisch-entzündbare Hauterkrankung noch begünstigt, zumal hier absolut kein Ansteckungsrisiko besteht, ist die trockene Heizungsluft in den bewohnten Räumen. Vielleicht fragst Du Dich, warum es bei Neurodermitis zur unangenehmen Begleiterscheinung des Juckens kommt. Weiter unten im Text werden die Ursachen und die Entstehung des Juckens näher beleuchtet. Doch in Bezug auf die Frage, warum der Juckreiz bei Neurodermitis eigentlich entsteht, gibt es stichhaltige Fakten.

Der Juckreiz beim atopischen Ekzem ist auf eine Störung zurückzuführen. Es handelt sich hierbei um einen Defekt der hauteigenen Schutzfunktion. Der transepidermale Wasserverlust erhöht sich und dadurch verliert die Haut wesentlich mehr Feuchtigkeit als sonst üblich. Die Haut wird somit zunehmend trockener und genau hier setzt dann der Juckreiz ein.

Du kannst Dir das anhand des Schmerzes vorstellen, wofür auch spezielle Nervenfasern verantwortlich sind. Durch diese Nervenfasern wird der Juckreiz bei Neurodermitis spürbar, denn sie verlaufen direkt in der Haut. Auf diese Weise wird dann der Juckreiz erst übertragen. Genau wie auch bei chronischen Schmerzen, genügen schon geringfügige Reize, um den Juckreiz wieder erneut auszulösen. Das bedeutet, dass bei dieser Hautkrankheit die Reizschwelle extrem niedrig ist.

Wie viele Menschen sind betroffen von Neurodermitis?

Unter der Hauterkrankung leiden Säuglinge, kleine Kinder und schulpflichtige Kinder. Erwachsene sind natürlich auch nicht vor dieser Krankheit und dem plagenden Juckreiz gefeit. Schätzungsweise sind in den industrialisierten Ländern der westlichen Welt rund 15 bis 20 Prozent aller Kinder und Jugendlichen betroffen. Unter den Erwachsenen muss hingegen rund 1 bis 3 Prozent mit dieser Erkrankung leben.

Die Häufigkeit der Erkrankung steigt an. Warum dies der Fall ist, bleibt bislang noch ungeklärt. Viele Forscher sehen den Grund für die zunehmende Häufigkeit in der steigenden Zunahme von Allergien sowie in den verbesserten Lebensumständen, bedingt durch eine umfänglichere Hygiene.

Oft tritt die atopische Neurodermitis gehäuft in Familien auf. Die Hautkrankheit wird somit auch mit einer erblichen Veranlagung assoziiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind an Neurodermitis erkrankt, liegt zwischen 60 und 70 Prozent, sofern beide Eltern betroffen sind. Dass die Haut die Barrierefunktion nicht optimal wahrnehmen kann, kann somit genetisch bedingt sein. Es konnten in der Forschung Gene identifiziert werden, die eine wesentliche Rolle dabei spielen, dass überhaupt eine Neurodermitis entstehen kann.

Bei vielen Betroffenen, die in ihrer Kindheit oder bereits im Säuglingsstadium stark an Neurodermitis gelitten haben, tritt im Laufe der Zeit eine gewisse Linderung ein. So sind nicht selten genau jene jungen Menschen dann zur Zeit der Einschulung oder in der Pubertät frei von jeglichen Beschwerden. Bei den Neurodermitispatienten, bei denen die Schutzfunktion der Haut stark herabgesetzt ist, verläuft die Erkrankung ganz typisch in Schüben. So wechseln sich bei vielen Betroffenen die unkontrollierbaren Schübe sowie die beschwerdefreien und beschwerdearmen Phasen ständig ab.

Aus dem Griechischen leitet sich das Wort „Neurodermitis“ ab. So bedeutet Neuron nichts anderes als Nerv, Derma heißt Haut und für den Entzündungsprozess gilt als Kennzeichen die Endung „-itis“. Die hohe Zahl der Erkrankten ist bedenklich, denn bei dieser Hautkrankheit greifen mehrere Mechanismen und ungünstige Umwelteinflüsse ineinander, wobei die Neurodermitis ausbrechen kann. Um dem Juckreiz bei Neurodermitis Paroli bieten zu können, müssen die typischen Symptome erkannt und die Ursachen festgestellt werden. Nur dann können Maßnahmen eingeleitet werden, um dem Leiden und der Pein der Erkrankten zumindest eine adäquate Linderung zu verschaffen.

Was sind die typischen Symptome von Neurodermitis?

Das Erscheinungsbild kann bei einem atopischen Ekzem vielseitig gestaltet sein. Die typischen Symptome bei Neurodermitis sind:

  • Pusteln und Knötchen
  • Vergröberung der Haut
  • flächenhafte Verdickung
  • allgemein trockene Haut
  • gerötete entzündete Stellen, die den Juckreiz verursachen

Juckende Rötungen können auf der Haut bereits im Säuglingsalter auftreten. Die Krustenbildung findet sich bei den Babys häufig auf dem Kopf, hierbei handelt es sich meist um Milchschorf. Zudem sind bei Säuglingen aber auch das Gesicht, die Beugefalten und die Streckseiten der Gliedmaßen betroffen.

Bei Kleinkindern und Jugendlichen zeigen sich die Symptome vordergründig im Nacken, an den Gelenkbeugen, an den Händen und Handgelenken. Die Haut wird an den betroffenen Stellen gröber und dicker, typisch sind hierbei auch Verkrustungen. Bei ausgewachsenen Menschen ist das Befallsmuster sehr ähnlich. Stark juckende Knötchen kommen jedoch oft noch hinzu.

Der Juckreiz bei Neurodermitis tritt in jeder Entwicklungsstufe auf. Der unerträgliche Juckreiz kann den ganzen Tag anhalten, in vielen Fällen verschlimmert er sich jedoch abends und auch in der Nacht. Die Folgen sind verheerend, viele Neurodermitispatienten schlafen nicht gut. Tagsüber können sich die Betroffenen dann oft nur sehr schlecht oder gar nicht konzentrieren. Der erhebliche Leidensdruck ist für viele erkrankte Menschen ein regelrechtes Martyrium.

Wie entsteht der Juckreiz bei Neurodermitis, was sind die Ursachen?

Bei dieser Hauterkrankung gibt es viele Ursachen. Bei jedem einzelnen Erkrankten kann eine individuelle Kombination aus unterschiedlichen Faktoren der Grund für die Erkrankung sein. Für die verschiedenen Auslöser gilt dasselbe, denn für die neuerlichen Schübe und die Symptome wie etwa rote Flecken und Juckreiz können viele Faktoren eine entscheidende Rolle spielen.

Noch nicht zur Gänze geklärt sind die exakten Ursachen der Neurodermitis. Forscher gehen davon aus, dass folgende Faktoren zusammenwirkend für Neurodermitis verantwortlich gemacht werden können:

  • verschiedene Umwelteinflüsse
  • immunologische Prozesse
  • genetische Veranlagung

Auslöser und weitere Einflussfaktoren, die einen Schub von Neurodermitis hervorrufen können, sind dir folgenden: Häufiges Waschen führt zum Austrocknen der Haut. Kosmetika, Reinigungsmittel, Wollkleidung und andere irritierende Stoffe können bei Kontakt mit der menschlichen Haut erneut einen Juckreiz bei Neurodermitis auslösen.

Gelangen Allergene auf die Haut oder werden Pollen, Tierhaare oder Haustaubmilbenkot eingeatmet, kann dies ein Auslöser für einen neuerlichen Schub sein. Auch wenn Nahrungsmittel verzehrt werden, gegen welche der Betroffene schlecht reagiert, kann das auf den Neurodermitisverlauf Einfluss nehmen. Dazu zählen zum Beispiel Hühnereier, Soja, Weizen oder Kuhmilch.

Kommt es bei vorhandener Neurodermitis zur Hautbesiedelung mit mikrobiellen Antigenen wie Pilzen, Viren oder Bakterien, kann sich das für den Patienten negativ auswirken. Schwüle und Trockenheit sowie extreme Kälte nehmen auf die Erkrankung ebenso einen großen Einfluss.

Des Weiteren können Stress, emotionale und psychische Belastungen sowie Tabakrauch, Abgase und andere Umwelteinflüsse oftmals die Ursache für das Auftreten von Neurodermitis sein. Die Liste der möglichen Ursachen und Auslöser bei der atopischen Dermatitis ist leider lang. So zählen dazu auch weitere Faktoren wie etwa: Alkohol, Amalgamfüllungen in Zähnen, Chlor in Schwimmbädern, die Ernährung (Zucker und gesättigte Fette), Impfungen und Infektionen, Vitamin-B-Mangel sowie Magen-Darm-Probleme.

Wie kann die Glandol Creme den Juckreiz verringern oder vermeiden?

Die sorgfältig ausgewählten Inhaltsstoffe der Glandol Creme erfüllen umfassend alle Bedürfnisse von Menschen mit extrem trockener Haut. Die Creme ist vollständig frei von Mineralölen, Silikonen, Parfum und Farbstoffen.

Die Anwendung der Creme ist für jede Altersgruppe bestens geeignet. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen der Glandol Creme gehören die natürlichen pflanzlichen Omega-3– sowie die Omega-6- Fettsäuren, Mango, Sesam, Avocado, Sheabutter-Öl, Perillaöl, süßes Mandelöl, Borretschsamenöl und Nachtkerzenöl. Bei einer Problemhaut wirkt die Glandol Creme unterstützend. Die Creme eignet sich auch für empfindliche Haut sehr gut.

Die positiven Eigenschaften der Glandol Creme zeigen sich in der leichten und einfachen Dosierung sowie in der hygienischen Spenderfunktion. Die Creme kann am ganzen Körper aufgetragen werden. Der Geruch der Creme ist leicht, unauffällig und angenehm. Die Wirkung der Creme ist hervorragend, sie fettet nicht, lässt sich gut verteilen und sorgt bei den Nutzern für ein angenehmes Hautgefühl. Trockene Hautstellen können bereits nach zwei Tagen der Anwendung beseitigt werden.

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Welche Pflegemöglichkeiten gibt es außer der Glandol Creme?

Um den Juckreiz bei Neurodermitis halbwegs in den Griff zu kriegen, gibt es einige hilfreiche Tricks. Ablenkungsmanöver sind eine gute Strategie oder Zwicken statt Kratzen. Gelassen bleiben, ist gut, oftmals jedoch äußerst schwierig zu handhaben. Zur Basispflege gehört es, die trockene Haut mit Salben geschmeidig zu halten. Dadurch verbessert sich die Schutzfunktion der Haut. Die Behandlung und die Vorbeugung von Infektionen sind weitere essenzielle Schritte. Zudem gibt es für Betroffene auch eine Patientenschulung, wobei sie lernen können, mit der Erkrankung besser zurechtzukommen.

Wie sollte die Hautpflege aussehen bei akutem Juckreiz?

Die trockene Haut bedarf besonders sorgfältiger Pflege. Das Auftragen einer geeigneten Neurodermitis Creme sollte entsprechend der Nutzungsvorlage erfolgen. Bei einem akuten Juckreiz sollte sofort reagiert werden, ein Bad zu nehmen und das Eincremen lindert den Juckreiz bei Neurodermitis nachhaltig. Nur nicht Kratzen, denn das verschlimmert den Krankheitsverlauf.

Welche psychischen und physischen Folgen hat der Juckreiz für Betroffene?

Die psychischen Folgen von Neurodermitis können gravierend sein. Der Juckreiz treibt die Erkrankten nicht selten regelrecht in den Wahnsinn. Durch den Juckreiz bei Neurodermitis, der sich über 24 Stunden bemerkbar machen kann und das für einen längeren Zeitraum hindurch, wird die Psyche angegriffen. Schlafmangel, Konzentrationsschwierigkeiten und die Vermeidung von Kontakten zu anderen Menschen führen nicht selten zu Depressionen und Frustration.

Die physischen Auswirkungen der Neurodermitis in Zusammenhang mit dem Juckreiz sind gleichermaßen verheerend. Es kommt zu großflächigen Hautentzündungen und zu Entzündungen der Haarfollikel. Bei einigen Neurodermitispatienten treten Virusinfekte auf. Durch das ständige Kratzen können Dellwarzen entstehen.

Welche Folgen treten bei Kindern zum Beispiel durch das Kratzen auf?

Leiden kleine Kinder an Neurodermitis, so kann das Kratzen schwerwiegende Folgen haben. Zum einen wird durch das Kratzen der Juckreiz nur verstärkt, zum anderen können dadurch stets neue Mikroorganismen in die Haut eindringen. Das Kind wirkt auf Dauer niedergeschlagen, lustlos und unmotiviert, denn der Juckreiz beschäftigt es den ganzen Zeitraum der Erkrankung. Die unentwegten erforderlichen Pflegemaßnahmen und das schier endlose Leid zermürben die Psyche des Kindes.

Bleibende Schäden auf der Haut bilden sich im Normalfall zum Glück nicht. Klingt die Krankheit mit zunehmendem Alter ab oder verringern sich mit der Zeit die schlimmen Phasen der Krankheit, so regeneriert sich die Haut an den betroffenen Stellen meist sehr gut.