Immunsystem unterstützen, darum ist es sinnvoll

Jeder kennt das. Es ist Grippezeit, das Wetter ist wechselhaft und schnell hat man sich eine Erkältung eingefangen. Dann heißt es immer: „Du hast Dich unterkühlt“. Das ist so nicht ganz richtig. Es gibt keine klassischen Erkältungen, nur eine schwache oder geschwächte Abwehr, die es nicht mehr schafft, sich gegen Bakterien und Viren eigenständig zu wehren. Und klar, ist man patschnass, ist der Körper eher mit dem Aufwärmen beschäftigt, als sich um kleine Eindringlinge zu kümmern. Je besser unsere Immunsystem funktioniert, umso eher bleiben wir fit, gesund und eine kleine Erkältung bleibt eine kleine Erkältung und artet nicht aus. Unser Körper ist sehr clever konstruiert und sortiert nach Prioritäten seine Abläufe. Leider steht dann eine Erkältung eher hinten an, da ihm andere Faktoren wichtiger erscheinen.

Dein Immunsystem pushen, aber wie?

Zuerst ist es wichtig, dass Du versuchst, Stress weitestgehend zu vermeiden. Bei Stress produziert der Körper nämlich Cortison und auf Dauer wirst Du dadurch geschwächt und Dich weniger leistungsfähig fühlen. Genügend Ruhezeiten sind daher absolut wichtig, für Deine körperliche und für Deine psychische Gesundheit. Eine gesunde Psyche ist übrigens auch super, wenn Du Dich gut gegen Viren & Co. schützen möchtest. Wellness, Entspannung und Meditation können da genauso viel bewirken, wie manche Medikamente.

Desweiteren solltest Du Dich an die Gegebenheiten anpassen. Kleide Dich dem Wetter entsprechend, verharre nicht in schwitziger Kleidung und halte Deine Wohnung sauber. Täglich tragen wir nämlich Erreger in unser Zuhause, meistens durch Schuhe. Das bedeutet, regelmäßig den Staubsauger nutzen, gut lüften, wischen und ganz wichtig: Regelmäßiges Händewaschen für ungefähr dreißig Sekunden. Bist Du hingegen von zu vielen Erregern umgeben, ist Dein Körper überlastet und gibt an mancher Stelle vielleicht einfach freie Bahn für unnötige Eindringlinge.

Darum ist der Darm so wichtig

Im Darm sitzen jede Menge Immunzellen. Geht es dem Darm gut, dann funktioniert auch Dein Immunsystem super! Um Dein Immunsystem zu unterstützen, gönne Dir jeden Tag einen Joghurt mit linksdrehenden Kulturen und vermeide Lebensmittel, die Du nicht gut verträgst. Dein Arzt hat Dich Möglichkeit, Dich auf Unverträglichkeiten zu testen. Der Darm hat übrigens auch Bewegung gerne und benötigt Ballaststoffe. Verzichte auf ungesunde und künstlich produzierte Lebensmittel, erst recht, wenn diese künstliche Zusatzstoffe enthalten.

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Vitaminpräparate können helfen

Auch mit Vitaminpräparaten, sofern diese hochwertig sind, kannst Du Dein Immunsystem unterstützen. Eines der bekanntesten Vitamine ist das Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt. Es kurbelt Deine Abwehr ordentlich an und sollte regelmäßig zu sich genommen werden. Viele begehen den Fehler, nur in akuten Fällen, sprich, wenn man schon platt im Bett liegt, Vitamin C in ausreichender Menge zu sich zu nehmen. Die Regelmäßigkeit ist wichtig. Deine Abwehrkräfte freuen sich übrigens auch über den Mineralstoff Zink und Vitamin B tut Deinen Nerven gut.

Krankheiten und Abwehr

Manchmal spielt Dein Körper verrückt und wehrt sich gegen Dinge, die absolut unschädlich sind. Jeder weiß, was eine Allergie ist, diese funktioniert genau nach diesem Prinzip. Der Körper kurbelt das Immunsystem an, wo es unnötig ist. Bei Überreaktionen muss dementsprechend Dein Immunsystem etwas herunter gefahren werden. In der Apotheke gibt es allerlei Allergiemittel und Dein Arzt wird Dir auch da einen guten Rat geben können. Weitere Immunerkrankungen kommen beispielsweise auch von der Schilddrüse. Ein Check beim Arzt mit dem großen Blutbild gibt Aufklärung und Hilfe bei einen überfreudigen Abwehr gegen unschädliche Dinge.

Genügend Sport treiben

Sport ist immer gesund und super. Falls Du lange Couchpotatoe warst, wird Deine Abwehr mit hoher Wahrscheinlichkeit auch darunter gelitten haben. Dein Körper läuft nur halb so gut, wie er es könnte. Ausdauersport wie zum Beispiel Joggen oder Radfahren stärken Deine körpereigene Abwehr und tun außerdem der Seele gut. Außerdem wirst Du zukünftig auch besser mit Stress zurecht kommen können, was ja auch bedeutet, Dein Immunsystem zu stärken. Fängst Du neu mit dem Sport an, dann bespreche das am besten noch einmal mit Deinem Arzt, damit Du Dich nicht überforderst oder für Dich ungeeigneten Sport treibst. Beim Sport wirst Du ordentlich ins Schwitzen kommen! Dieser Prozess reinigt und „spült“ Erreger und Bakterien zum Teil einfach aus. Nicht umsonst schwitzt Du bei einer Grippe oder bei einer einfachen Erkältung.

Hausmittelchen für mehr Abwehrkräfte

Omas Tipps funktionieren oft sehr gut, wenn Du Dein Immunsystem stärken möchtest. Fast jeder kennt die Hühnersuppe als klassisches Hilfsmittel bei Erkältungen & Co. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Hühnersuppe, bzw. Hühnerbrühe Stoffe enthält, die den Antibiotika gleichen. Wichtig ist, dass die Hühnerbrühe selbst gekocht wurde. Ein weiterer Vorteil ist natürlich, dass es keine Nebenwirkungen gibt. Besonders Antibiotika können den Darm schädigen, und somit die Abwehrkräfte des Körpers schwächen.

Weitere bewährte Hausmittel zum Stärken der Abwehr sind Honig, Zitrone, Orange und Zwiebeln. Versuche einfach mal, täglich eine heiße Zitrone mit etwas Ingwer und Honig zu trinken, Deine Abwehrkräfte werden sich freuen und Du wirst Dich auch fitter fühlen. Dazu noch täglich etwas Sport treiben und eine Erkältung wird Dich garantiert nicht mehr so schnell umhauen können.

Das Immunsystem unterstützen bei Kindern

Gerade Kinder sind wahre Bakterienherde. Eltern kennen das sehr gut. Kaum ist der Nachwuchs im Kindergarten, ist das Kind (und oft auch der Rest der Familie) krank. Bis zum ungefähr dritten Lebensjahr baut sich der größte Teil der kindereigenen Abwehr auf. Wichtig ist eine gute, ausgewogene Ernährung, keine Überhygiene und viel Bewegung. Eltern, die nur mit Desinfektionsreinigern putzen, tun Ihren Kleinen definitiv keinen Gefallen. Da sich die Immunabwehr im Aufbau befindet, benötigt diese natürlich auch kleinere „Gegner“, um sich ausbilden zu können. Gut bewährt hat sich der allseits bekannte Mittelweg. Kinder sollten zwar nicht auf der Müllkippe spielen und viel Dreck essen, aber dreckig werden, im Matsch toben und vielleicht einmal versehentlich eine kleine Fliege im Mund wird die Sprösslinge nicht umhauen. Natürlich sollten die Kinder immer beaufsichtigt sein und auf möglichst gepflegten Spielplätzen und Orten spielen. Auch die freie Natur wie das Meer, der Wald oder einfach einmal der Stadtpark helfen den Kleinen, ihre eigene Abwehr zu unterstützen.