Hanfprotein – Das Nährstoffwunder

Da sich immer mehr Personen für eine vegane Lebensweise entscheiden, Gluten- und Laktoseintoleranzen häufiger auftreten und Sportler den Wert des aus der Hanfpflanze gewonnenen Eiweiß erkennen, erlebt Hanfprotein einen regelrechten Boom. Wenn du dich gesund ernähren und deinen Cholesterinspiegel nicht belasten möchtest, stellt Hanfprotein die ideale Alternative zu tierischem Eiweiß dar.

Das aus Hanf gewonnene Eiweiß ist besonders wertvoll, da es ein ausgezeichnetes Aminosäureprofil, ein ideales Fettsäuremuster und einen hohen Gehalt an Vitaminen und Nährstoffen aufweist. Es handelt sich hierbei um eine wahre pflanzliche Nährstoffbombe, welche dir eine Vielzahl an Mikronährstoffen liefert.

Was ist Hanfprotein?

Es handelt sich hierbei um einen pflanzlichen Nährstoff, welcher einen enormen Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen, Fett- und Aminosäuren aufweist. Wenn du Veganer bist oder dich vegetarisch ernährst, wenn du an einer Glutenunverträglichkeit oder einer Laktoseintoleranz leidest, kannst du das aus der Hanfpflanze gewonnene Protein problemlos einnehmen.

Wie wird Hanf Protein hergestellt?

Hanf zählt zu den ältesten Pflanzen unserer Erde. Es wird vermutet, dass diese Pflanze ursprünglich in Zentralasien kultiviert wurde. Heutzutage wird Hanf weltweit angebaut. Das Hanfeiweiß wird aus den Samen dieser Pflanze gewonnen. Die Frucht wartet mit einem besonders hohen Anteil an Proteinen auf. Heutzutage wird die Gewinnung dieses Eiweißes industriell vorgenommen. Zur Gewinnung von Hanfeiweiß werden die Hanfsamen zuerst gepresst. Somit entsteht Hanföl. Die bei der Pressung anfallenden Reste werden erhitzt und folglich wird den nährstoffreichen Resten Feuchtigkeit entzogen. Die trockenen Reste werden anschließend gemahlen, um Hanfpulver zu gewinnen.

Warum ist Hanfeiweiß als Proteinquelle so einmalig?

Dein Körper setzt sich zu 15 bis 20 Prozent aus Eiweiß zusammen. Diese Proteine sind für eine Vielzahl an unterschiedlichen Körperfunktionen wichtig. Eiweiß wird nicht nur für den Aufbau von Muskeln, sondern auch für die Reparatur von geschädigtem Gewebe benötigt. Zudem ist Eiweiß für die Kontraktion von Muskeln und für die Haut von großer Bedeutung. Jede deiner Zellen setzt sich aus Proteinen zusammen somit stellen Eiweiße die Grundbausteine des Lebens dar.

Zunächst einmal ist das Profil der Aminosäuren einzigartig, da es dem menschlichen Eiweiß besonders nahe kommt. Dieser Aspekt bietet den Vorteil, dass es gut verwertet wird. Die Samen der Hanfpflanze bestehen zu 20 bis 25 Prozent aus Eiweiß. Hanfeiweiß enthält alle essenziellen Aminosäuren und somit handelt es sich um eine ideale Eiweißquelle. Unter Aminosäuren versteht man organische Verbindungen, welche die Bausteine für Eiweiße im menschlichen Körper darstellen.

Wie ist die Bioverfügbarkeit von Hanfeiweiß?

Hanfeiweißpulver ist aufgrund der hohen Bioverfügbarkeit sehr gut verträglich und dein Körper kann dieses Nahrungsergänzungsmittel leicht aufnehmen. Hanfeiweiß zeichnet sich durch eine enorm hohe biologische Wertigkeit aus. Es kann von deinem Körper gut aufgenommen werden in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden. Bei der Umwandlung entstehen lediglich geringe Mengen an Abfallprodukten, die säurehaltig sind. Dies bietet den Vorteil, dass dein Organismus nicht unnötig belastet wird. Der sehr hohe Anteil der biologischen Wertigkeit beruht auf den zwei Proteintypen Globulin Edestin und Albumin. Globuline zählen zur dritthäufigsten Proteingruppe im menschlichen Körper. Sie sind sowohl für ein starkes als auch aktives Immunsystem von großer Bedeutung. Globuline regeln jegliche Aktivitäten der Nährstoffe im Blutplasma zu den Zellen, sie liefern Energie und sie sind für die Regulierung des pH-Werts verantwortlich. Das im Hanfeiweiß enthaltene Albumin stellt ein besonders hochwertiges Eiweiß dar. Du kannst es leicht verdauen und es dient als wichtige Quelle für Antioxidantien.

Welche Fettsäuren stecken in Hanfeiweiß?

Hanf macht sich nicht nur als Eiweißquelle gut, sondern auch in puncto ungesättigter Fettsäuren. Wenn du aus Hanf gewonnenes Eiweiß einnimmst, wird dein Körper mit ziemlich großen Mengen an Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren versorgt, welche für dienen Körper essentiell sind. Diese wertvollen Fettsäuren stärken sowohl deine Gelenke als auch deine Knochen. Zudem unterstützen sie dein Gedächtnis und sie fördern einen gesunden Schlaf.

Welche Mikronährstoffe stecken in Hanfeiweiß?

In Hanfeiweiß sind zahlreiche Mikronährstoffen wie beispielsweise Eisen, Zink, Magnesium und Vitamin E enthalten. Magnesium ist sowohl für das Immunsystem als auch für die Zellmembran bedeutend. Eisen ist ein bedeutender Bestandteil zahlreicher Enzyme und es ist für den Transport von Sauerstoff von großer Bedeutung. Zink unterstützt den Stoffwechsel, das Wachstum der Zellen, die Hormone ebenso wie das Immunsystem. Vitamin E wirkt antioxidativ.

Was ist sonst noch in Hanfeiweiß enthalten?

In Hanfeiweißpulver sind große Mengen Ballaststoffe enthalten, welche ein langanhaltendes Sättigungsgefühl bewirken und die Verdauung fördern.

In welcher Form ist Hanfeiweiß erhältlich?

Du kannst das Protein kann nicht nur in Pulverform einnehmen, du kannst auch Hanfsamen knabbern, mit Hanföl Speisen verfeinern oder Hanfmilch trinken. Hanfeiweiß kannst du nicht nur herzhaften Speisen, sondern auch süßen Gerichten und Shakes beimengen.

Enthält Hanfproteinpulver THC?

Diese Frage kann mit Nein beantwortet werden. Es gibt zwar eine Vielzahl an unterschiedlicher Hanfarten, jedoch ist jene, aus welcher Hanfprotein gewonnen wird, frei von THC. Dies bedeutet, dass du keine berauschende Wirkung erfährst, wenn du aus der Hanfpflanze gewonnenes Eiweiß zu dir nimmst.

Sind in Hanfeiweiß Oligosaccharide enthalten?

Unter der Bezeichnung Oligosaccharide versteht man Kohlenhydrate, welche bei empfindlichen Menschen dazu führen, dass sich Gase ansammeln und Blähungen entstehen. Somit können auch Personen mit Fructoseintoleranz Hanfeiweiß zu sich nehmen. Du musst nicht befürchten, dass du Blähungen oder Durchfall bekommst!

Hanfeiweiß und Muskelaufbau:

Wie andere Proteinsupplemente ist auch Hanfeiweiß für Sportler geeignet, um den täglichen Eiweißbedarf abzudecken. Ein wesentlicher Pluspunkt von Hanfprotein ist, dass du alle acht essentiellen Aminosäuren aufnimmst. Zudem sind Aminosäuren enthalten, welche du nicht über die tägliche Nahrung zuführen kannst. Wenn du Sport treibst, steigt dein Bedarf an Eiweiß, um Muskelmasse aufzubauen. Hanfprotein ist ideal für Sportler, da große Mengen an Eiweiß enthalten sind, welche eine hohe Bioverfügbarkeit aufweisen. Damit du Muskeln aufbauen kannst, benötigt dein Körper die entsprechenden Nährstoffe. Hierbei helfen Protein bildende Aminosäuren wie Beta Alanin, Arginin und L-Ornithin.

Beta Alanin:

Die Eiweiß bildende Aminosäure Beta Alanin maximiert den Reiz der Muskeln, wenn die Belastung intensiv ist. Somit kann das Wachstum der Muskeln beschleunigt werden. Beta-Alanin stellt eine Vorstufe des Peptids L-Carnosin dar. Es kommt vor allem im Nerven- und Muskelgewebe vor. Carnosin maximiert die körperliche Leistungsfähigkeit, da es der Übersäuerung der Muskulatur entgegenwirkt. Zudem wird eine Übermüdung hinausgezögert. Eine weitere positive Eigenschaft der Aminosäure Beta Alanin ist, dass die Kontraktionsfähigkeit des Muskels positiv beeinflusst wird.

Arginin:

Das Wirkungsspektrum der basischen Aminosäure Arginin ist breit gefächert. Die semi-essentielle Aminosäure kann vom Körper nicht hergestellt werden und sie muss mit der Nahrung oder in Form von Nahrungssupplementen aufgenommen werden. L-Arginin bewirkt, dass siech die Gefäße erweitern und somit eine bessere Durchblutung möglich ist. Dank der Gefäßerweiterung werden deine Organe ebenso wie deine Extremitäten besser mit Blut versorgt. Zudem steigert Arginin die Vaskularität ebenso wie die Muskel-Pumps. Arginin verhilft zu harten und prallen Muskeln. Diese semi-essentielle Aminosäure bewirkt, dass du beim Muskeltraining mehr Kraft mobilisieren und du somit den Trainingseffekt maximieren kannst.

Wenn du deine Ausdauer steigern möchtest, hilft die Arginin dabei, da diese Aminosäure die glatte Muskulatur entspannt. Dies ermöglicht eine höhere Aufnahme von Sauerstoff. Somit kannst du deine Ausdauerleistung kontinuierlich ebenso wie effektiv steigern. Die Aminosäure Arginin erweitert die Blutgefäße. Zudem erhöht sie die Konzentration von Stickstoff im Blutkreislauf. Arginin verbessert die Regeneration direkt nach dem Training und auch die Entgiftung der Leber wird unterstützt.

L-Ornithin:

Die Protein bildende Aminosäure L-Ornithin kommt primär im Harnzyklus vor. Sie unterstützt den Körper bei der Neutralisierung von überschüssigem Stickstoff. L-Ornithin ist somit zur Beseitigung von Abfallprodukten von großer Wichtigkeit. Ammoniak stellt ein derartiges Abfallprodukt dar. Ammoniak fällt beim zellulären Stoffwechsel an. Steigt der Ammoniakspiegel zu hoch an, so kann dies deine Gesundheit schädigen und sogar zu Vergiftungen führen.

L-Ornithin übernimmt also die Aufgabe eines Katalysators, da diese Aminosäure für die Umwandlung von Ammoniak in Harnstoff verantwortlich ist. Der Harnstoff wird anschließend über den Urin ausgeschieden. L-Ornithin ist keine essentielle Aminosäure, da dein Körper in der Lage ist, L-Ornithin selbst zu bilden. Die höchste Konzentration dieser Aminosäure befindet sich nicht nur in der Haut, sondern auch im Verbundgewebe. Eine weitere Funktion von L-Ornithin ist es, das Energielevel zu boosten.

Die Einnahme von zusätzlichen Nahrungssupplementen wie Hanfeiweiß beschleunigt den Muskelaufbau und optimiert diesen. Es geht hierbei speziell um Eiweiße und Aminosäuren, welche den Aufbau des Muskels vorantreiben können. Speziell diese drei Eiweiß bildenden Aminosäuren wirken sich positiv auf den Körper aus.

Wozu benötigt der Körper Protein?

Nicht nur Menschen, sondern auch Tiere benötigen das faserbildende Protein Collagen, da dieses für die Festigkeit verantwortlich ist. Collagen ist nicht nur in Knochen, Bändern und Sehnen, sondern auch in der Haut enthalten. Obwohl Wasser nicht mit Festigkeit assoziiert wird, stellt Wasser einen Bestandteil des Kollagens dar. Dies zeigte Studien des Max-Planck-Instituts, welche sich mit der Kolloid- und Grenzflächenforschung auseinandersetzten.

Kollagen stellt das häufigste Eiweiß im menschlichen Körper dar. Es ist für die Struktur zahlreicher Körperbestandteile verantwortlich und somit von großer Bedeutung.

Verschiedene Formen von Kollagen kommen in deinen Knochen, Knorpeln, Bändern, Sehnen und Zähnen vor und es ist für die Festigkeit verantwortlich. In der Haut enthaltenes Collagen bewirkt die Zugfestigkeit der Haut.

Hanfeiweiß versus tierischen Proteinen wie beispielsweise Whey Protein:

Verglichen mit tierischen Eiweißsorten kann Hanfeiweiß auch von Veganern und Vegetariern eingenommen werden. In Bezug auf den Muskelaufbau kann Hanfprotein keine bessere Wirkung aufweisen als tierische Supplemente und beispielsweise Whey Protein. Da der Gehalt an Ballaststoffen enorm hoch ist, zeichnen sich aus Hanf gewonnene Eiweißsupplemente durch eine ausgezeichnete Verträglichkeit aus. Auch durch das Fehlen von diversen Allergenen weist dieses Protein eine hervorragende Verträglichkeit auf, während einige andere Eisweißsupplemente zu Blähungen und Durchfall führen können. Es gibt zwar keine aussagekräftigen Untersuchungen oder Studien in Bezug auf einen erhöhten Testosteronspiegel, jedoch hat Hanfeiweiß in diesem Zusammenhang einen besseren Ruf als andere vegane Eiweißsupplemente.

Für wen ist Hanfeiweiß geeignet?

Hanfprotein ist eine hervorragende Alternative für Veganer und Vegetarier, Dank der enorm hohen biologischen Wertigkeit und den großen Mengen an wertvollen Nährstoffen steht Hanfprotein mit tierischen Eiweißen auf einer Augenhöhe. Du musst kein Bodybuilder oder Leistungssportler sein, um von Hanfprotein profitieren zu können. Auch als Hobbysportler empfiehlt es sich, dieses Nahrungssupplement einzunehmen. Wenn du einer körperlich anstrengenden Tätigkeit nachgehst, kannst du mit Hanfprotein deine Muskeln mit den notwendigen Nährstoffen versorgen. Wenn du großen Wert auf eine gesunde Ernährung legst, ist Hanfprotein eine hervorragende Unterstützung. Allergiker können ebenso zu Hanfeiweiß greifen wie Personen, die tagsüber leistungsfähig und konzentriert sein müssen. Solltest du mit deinem Verdauungssystem Probleme haben, ist Hanfprotein ideal, da es deine Verdauungsorgane nicht belastet, nicht zu Blähungen oder Durchfall führt. Wenn du an einem zu hohen Cholesterinspiegel leidest, ist Hanfeiweiß eine hervorragende Alternative zu tierischen Proteinen, da dieses Nahrungsergänzungsmittel cholesterinfrei ist.

Geschmack und Verzehrempfehlungen:

Hanfeiweiß beinhaltet keinerlei künstliche Süß- oder Aromastoffe. Im Gegensatz zu anderen Nahrungssupplementen schmeckt Hanfprotein natürlich mit einer nussigen Note. Du kannst das Hanfeiweißpulver in unterschiedlichen Varianten zu dir nehmen. Hanfpulver kann einem frisch gepressten Saft oder einem Smoothie beigemengt werden. Zudem kannst du das Pulver in Hanf-, Hafer- oder Mandelmilch untermengen. Aufgrund des nussigen Aromas schmeckt Hanfpulver im Müsli oder Obstsalat. Ein wesentlicher Vorteil dieses veganen Eiweißpulvers ist die Wasserlöslichkeit. Im Gegensatz zu anderen Nahrungssupplementen löst sich Hanfprotein schnell auf und schäumt nicht. Die Konsistenz des in Flüssigkeit gelösten Pulvers ist schön sämig.

Fazit:

Hanfeiweiß ist nicht nur für Veganer, Vegetarier und Sportler, sondern auch für Personen mit Laktoseintoleranz und Glutenunverträglichkeit eine wahre Nährstoffbombe. Mittlerweile entdecken immer mehr Personen das Nährstoffwunder für sich, welches als Samen, Öl, Milch oder Pulver erhältlich ist. Das vegane Protein der Hanfpflanze bietet eine enorme Bandbreite unterschiedlicher Nährstoffe, ein ausgezeichnetes Aminosäureprofil ebenso wie eine hohe Bioverfügbarkeit.

Der etwas nussige Geschmack passt zu süßen ebenso wie zu herzhaften Gerichten und auch als Shake macht sich Hanfeiweiß ganz gut.