Grüntee – das natürliche Multitalent für die Gesundheit

Grüner Tee ist ein Powergetränk und hat vielfältige positive Auswirkungen. Dass Grüner Tee gesund ist, darüber besteht bei Teekennern oder Gesundheitsexperten keinerlei Zweifel. Die Heilwirkung von grünem Tee ist seit etwa 5000 Jahren empirisch bekannt und überliefert. Doch erst die moderne Wissenschaft, insbesondere die Pharmakologie, hat durch ihre sensiblen Nachweismethoden die heilkräftigen Inhaltsstoffe, wie Polyphenole, Farbstoffe, Mineralien oder sekundäre Pflanzenstoffe, nachweisen können. Wer Grünen Tee, Grüntee Extrakt oder Grüntee Pulver zur Prophylaxe oder Therapie verwendet, sollte wissen, dass es Unterschiede in Qualität und Teeart gibt. Auch die Art und Weise der Zubereitung aus frischen oder getrockneten Blättern spielt für die pharmakologische Wirksamkeit und Bioverfügbarkeit eine Rolle.

Grüner Tee bezeichnet eigentlich keine Teesorte, sondern eine Variante, Tee herzustellen. Es werden dazu meistens Blätter der Teepflanze Camellia sinensis verwendet, die kleine, zarte Blätter hat. Manchmal findet auch die Teepflanze assamica Verwendung, in der Regel wird diese aber eher für Schwarztee verwendet. Was genau den Grüntee von z.B. dem Schwarztee unterschiedet (beide können aus derselben Pflanze hergestellt werden!) ist Fermentierung – Grüner Tee wird nicht fermentiert, dies wirkt sich nicht nur auf den typischen Geschmack aus, sondern auch auf die Inhaltsstoffe.

Ursprünglich stammt Grüner Tee aus China. Wandernde Mönche brachten den Tee schließlich nach Japan, wo er ausgehend vom Süden des Landes bald große Bekanntheit entwickelte. Lange Zeit war das Trinken von Grüntee allerdings ausschließlich dem Adel und der sozialen und wirtschaftlichen Elite vorbehalten. Erst Ende des 19. Jahrhunderts werden die Anbaugebiete ausgeweitet und Grüner Tee wird für eine breitere Bevölkerungsschicht verfügbar. Noch heute sind China und Japan die weltgrößten Grünteeproduzenten der Welt.

Anzeige

Die Verarbeitung macht den Tee

Grüner Tee ist eine Pflanze, deren Wachstum und auch spätere Teequalität stark durch Klima, sowie Bodenbeschaffenheit und Beschattung bestimmt werden. Camellia sinensis ist eine subtropische Pflanze, welche sehr viel Wasser, aber auch Sonne benötigt, jedoch kaum Kälteresistenz besitzt. Trotz des hohen Wasserbedarfs ist die Pflanze empfindlich gegenüber Staunässe und braucht zusätzlich zu den genannten Bedingungen auch noch einen ausgeprägten Temperaturunterschied zwischen Tages- und Nachttemperatur, um sich optimal zu entwickeln. Aufgrund genannter klimatischer Voraussetzungen eignen sich vor allem 20 Regionen im Süden Japans optimal für den Anbau. Spitzenqualität erreichen dabei vor allem jene Grünteesorten, welche in Höhenregionen angebaut werden, da diese dort zwar nur sehr langsam wachsen, dadurch aber viel Zeit haben, um optimale Inhaltsstoffe zu entwickeln. Grüner Tee ist bei Anbau und Ernte einem genauen Zeitregiment unterworfen: Die Vermehrung der Teepflanze erfolgt über Stecklinge, welche immer zwischen März und April angepflanzt werden. Nach 2-3 Jahren Wachstum (bei manchen Sorten auch erst nach 5 Jahren erfolgt der erste so genannte „Formschnitt“.

Bestimmte Sorten benötigen je nach Stärke der Sonneneinstrahlung Beschattung, um ihre charakteristischen Merkmale zu entwickeln, außerdem muss bei allen Sorten auf Frostschutz und Schädlingsbekämpfung geachtet werden. Pflückungen erfolgen 2-4x im Jahr: pro Trieb werden maximal 3 der jüngsten Blätter händisch oder 4-5 durch spezialisierte Erntemaschinen geerntet. Die erste Ernte (und hierbei vor allem Handzupfungen) gelten als qualitativ am hochwertigsten und werden zu Grüntee erster Klasse verarbeitet. Du kannst dir sicher vorstellen, dass diese spezielle Art der Ernte sehr zeitintensiv und anspruchsvoll ist – dies führt dazu, dass 70-80% der gesamten Produktionskosten hierauf entfallen! Geerntet kann von einer Pflanze 3-4x werden, wobei Gärten mit besonders hohem Qualitätsanspruch auf die dritte und vierte Pflückung meistens verzichten. Die Verarbeitung der jungen Blätter muss nach der Ernte sehr rasch erfolgen, da sonst Qualitätsverluste drohen. Dies bedeutet, dass die gesamte Verarbeitung in spätestens 13h abgeschlossen sein muss. Hierfür sind mehrere Arbeitsschritte notwendig: In den ersten 2-4 Stunden dürfen die Teeblätter welken. Danach werden sie erhitzt, gerollt, schließlich wieder möglichst schonend getrocknet und abgepackt. In der Regel findet die Verarbeitung auf dem Gelände der Teegärtnerei statt, da die optimale Verarbeitungszeit durch Transportwege sonst schnell überschritten sein würde.

Allen grünen Teesorten ist gemeinsam, dass sie belebend, leistungssteigernd und anregend wirken. Denn grüner Tee enthält Koffein, wenn auch nicht in solch hohen Konzentrationen wie in Bohnenkaffee. Die im grünen Tee in erheblichen Mengen enthaltenen Polyphenole sind eine Sonderform von sekundären Pflanzenstoffen und haben eine ausgeprägte antioxidative Wirkung auf die Körperzellen. Weitere spezifische Inhaltsstoffe von grünem Tee können den Organismus dabei unterstützen, besser mit Infektionen fertig zu werden.

Eine breite Palette an Inhaltsstoffen

Ganz allgemein gesprochen, findest du in grünem Tee zwei große Gruppen von Stoffen: die flüchtigen und die nicht-flüchtigen Stoffe. Zu den nicht-flüchtigen Stoffen gehört zum Beispiel das Koffein, aber auch das bekannte Polyphenol Catechin. Es sind vor allem diese nicht-flüchtigen Stoffe, die sich auf charakteristischen Geschmack und Wirkung des Tees auswirken!

Grüner Tee bietet in der Welt der Tees eine besonders umfangreiche Palette an Geschmacksnuancen an. Je nach Sorte bzw. Verarbeitung können aus einer einzigen Pflanzenfamilie eine Vielzahl an geschmacklichen Erlebnissen gewonnen werden. Wofür der fernöstliche Tee generell bekannt ist, ist seine leichte Bitterkeit (durch enthaltene Gerbstoffe und Catechin), Chlorophyllgeschmack und grasartige, blumig bis erdige Noten (durch eine Vielzahl an ätherischen Ölen, Saponinen und Fettsäuren). Die Japaner beschreiben den Geschmack ihres Nationalgetränks auch noch als „umami“ – damit ist ein wohlschmeckender, „runder“ Geschmack gemeint, der im Japanischen als besonders lecker gilt und sehr beliebt ist. An diesem großen Spektrum der Geschmacksempfindungen lässt sich auch das Reichtum an Inhaltsstoffen ablesen. Wichtig ist es, auf Bioqualität zu achten, um möglicher Schadstoffbelastung vorzubeugen.

Darüber hinaus kann Grüntee auf die Verdauung wirken und kann gegen Übersäuerung helfen, welche heute als eine der Hauptursachen für die Entstehung von sogenannten Zivilisationskrankheiten verantwortlich ist. Denn grüner Tee wird von den Körperzellen basisch verstoffwechselt.

Grüner Tee enthält eines der stärksten Antioxidantien, welche bisher in pflanzlichen Arzneistoffen nachgewiesen werden konnten. Qualität und Sorten von grünem Tee weisen jeweils unterschiedliche Schwerpunkte in der gesundheitlichen Wirkung auf, dies sollte beim Kauf von Grüntee Pulver oder Teeextrakten beachtet werden. Die Dosierung von Grünteeextrakten als Pulver, Tablette oder als Kapsel hat ebenso einen weitreichenden Einfluss auf die Wirksamkeit wie die Ziehzeit oder die Temperatur bei der Teezubereitung. Das sollte beachtet werden, wenn mit dem Genuss von grünem Tee prophylaktische oder therapeutische Zwecke verfolgt werden. Sekundäre Pflanzenstoffe und einige Bitterstoffe hemmen den Appetit auf Süßigkeiten und regen Hormon- und Leberhaushalt an.

Catechine – die nützlichen Antioxidantien

Polyphenole sind aromatische Verbindungen in der Pflanze, deren Aufgabe es ist, sie vor Fressfeinden zu schützen, aber auch bestäubende Insekten anzulocken. Neben diesen zwei wichtigen Aufgaben haben Polyphenole auch noch die Fähigkeit, UV-B-Strahlung zu filtern und können Pflanzen wie eine eingebaute Sonnencreme vor zu intensiver Sonneneinstrahlung beschützen. Aus diesem Umstand ergibt sich auch eine für die menschliche Haut vorteilhafte Wirkung nach intensiver Sonnenbestrahlung. Polyphenole werden zu den sekundären Pflanzenstoffen gerechnet. Catechine sind eine Untergruppe der Polyphenole und in weißem und grünem Tee in besonders hoher Konzentration enthalten. Catechine haben synergetisches Potential, das bedeutet, ihre Wirkung hängt nicht ausschließlich von ihrer Konzentration, sondern auch von ihrer Kombination mit anderen Inhaltsstoffen ab. Der Gehalt an Catechinen reduziert sich mit zunehmendem Oxidationsgrad des Tees. In dem nicht-oxidierten grünen Tee sind sie daher noch reichlich vorhanden, wohingegen sie in fermentierten Tees zunehmend schwinden und z.B. in schwarzem Tee kaum mehr nachweißbar sind. Wichtig ist hierbei nicht nur, wie viele Catechine im Tee nachgewiesen werden können, sondern vor allem, wie viele Catechine löslich sind, also sich nach einem Aufguss im Teewasser befinden , da die Teeblätter oft nicht mitgetrunken werden. Die höchste Aufnahme von Catechinen wird durch das Trinken von Matcha (Grünteepulver; die fein-vermahlenen jungen Blätter werden zur Gänze mitgetrunken) oder die Aufnahme von pulverisiertem Grüntee in Kapseln erreicht.


Kaffee oder Grüntee? Von der unterschiedlichen Koffeinwirkung

Nicht nur Kaffee enthält Koffein, sondern auch die Teepflanze, aus der Grüner Tee gewonnen werden kann. Die anregende Wirkung des Koffeins ist bereits lange Zeit bekannt und wurde im asiatischen Raum von buddhistischen Mönchen zur Meditation benutzt, um sich über möglichst lange Zeit konzentrieren zu können. Die Pflanze selbst entwickelt den sekundären Pflanzenstoff Koffein vorrangig zur Insektenabwehr, aber auch zur Abwehr anderer Mikroorganismen. Im Gegensatz zum im Kaffee enthaltenen Koffein ist das Koffein des Grüntees aber an bestimmte andere sekundäre Pflanzenstoffe gebunden, vor allem an Gerbstoffe und L-Theanin, wodurch Grüner Tee auch für koffeinsensible Personen meistens sehr verträglich ist, solange er nicht im Übermaß genossen wird. Der Koffeingehalt variiert außerdem je nach Sorte, so sind sowohl Sorten mit sehr niedrigem (z.B. Karigane), als auch Sorten mit sehr hohem Koffeingehalt (z.B. Matcha) erhältlich. Auch durch die Zubereitungsart kannst du beeinflussen, wie viel Koffein sich letztendlich im Teewasser befindet – Koffein ist ein wasserlösliches Alkaloid und umso länger die Ziehzeit des Tees ist, umso höher ist auch der Koffeingehalt. Allerdings ist hierzu auch gut zu wissen, dass sich bei einer längeren Ziehzeit als ca. 2 Minuten vermehrt Gerbstoffe aus den Teeblättern lösen, welche den Tee für manche Menschen weniger bekömmlich machen, weshalb es besser ist, eine Ziehzeit von 2 Minuten nicht zu überschreiten. Ein hoher Koffeingehalt ist übrigens auch ein Zeichen höchster Qualität, da gute Umgebungsbedingungen sowie Beschattung die Teepflanze zu Höchstleistungen anspornen, was die Produktion von Koffein betrifft.

Koffeinsensible Personen können aufgrund des Koffeingehalts Nervosität, Herzklopfen oder Einschlafprobleme bekommen. Allerdings ist hierbei anzumerken, dass der Koffeingehalt von grünem Tee wesentlich geringer, als jener von z.B. einer Tasse Kaffee oder einer Dose Energydrink im Vergleich ist. Außerdem ist das Koffein des Grüntees an verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe gebunden, die zu einer wesentlich langsameren Freisetzung im Körper führen, wodurch auch Menschen, die Probleme mit dem hohen Koffeingehalts von Kaffee haben, in grünem Tee eine sehr gut verträgliche Alternative finden. Auch auf die enthaltenen Gerbstoffe kann sensibel reagiert werden, jedoch ist der Gehalt an Gerbstoffen im Teewasser durch Einhaltung der empfohlenen Ziehzeit gut regulierbar. Grundsätzlich ist es also wichtig, dass du auf deine Körper hörst und den Teekonsum nicht übertreibst!

Grüntee – Eine Familie mit vielen Kindern

Grüner Tee ist aus Anbaugebieten in China, Japan und Indien erhältlich. Über die Jahrhunderte wurden unzählige Sorten mit jeweils einzigartigen Geschmacksnuancen kultiviert. Die einzelnen Sorten unterscheiden sich sowohl in Wirkung, als auch Geschmack. Dadurch können zum Beispiel koffeinsensible Personen einen Grüntee mit geringem Koffeingehalt auswählen. Zu beachten ist, dass der Teeaufguss nicht aus allen Sorten gleich zubereitet wird! Je nach Sorte gibt es Empfehlungen zur optimalen Wassertemperatur und Ziehzeit, um das beste aus den Teeblättern herauszuholen. Zubereitungshinweise finden sich in der Regel aufgedruckt auf der Packung oder du lässt es dir einfach im Teefachgeschäft erklären. Grundsätzlich haben sich in der Welt der Teeliebhabenden einige Sorten als besonders geeignet für einen Einstieg in die Welt des Grüntees etabliert: dazu gehört der oft aus Chinarestaurants bekannte Jasmintee (mit Blüten und natürlichen Aromen angereichert und daher besonderer Duft), der beinahe ebenso bekannte Sencha (aromatisierter Grüntee mit etwas herberer Geschmacksnote als der blumige Jasmintee), die Sorte mit dem einprägsamen Namen Gunpowder, der Lung Ching bzw. Drachenblumentee aus China und der einfache Bancha.

Die optimale Zubereitung – auf Temperatur und Ziehzeit kommt es an

In Japan wurde die Zubereitung von Grüntee über die Jahrhunderte zur Kunstform erhoben und in Form traditioneller Teezeremonien ausgiebig zelebriert. Auch für die Zubereitung zuhause gibt es aber einige Tipps und Tricks, die sich zu wissen lohnen! Grundsätzlich möchtest du durch die Zubereitung die herausragenden geschmacklichen Eigenschaften und die Wirkung der gewählten Teesorte optimal betonen. Dadurch variieren die Zubereitungsempfehlungen je nach Teesorte etwas. Worauf es aber immer ankommt, sind die Wassertemperatur und die Ziehzeit. Im Allgemeinen empfiehlt man für den Grünteeaufguss kein kochendes Wasser, sondern Wasser mit einer Temperatur von in etwa 80°C (diese Temperatur ist besonders leicht mittels eines Wasserkochers mit Temperaturregelung zu erreichen oder in dem man aufgekochtes Wasser ungefähr 10 Minuten lang abkühlen lässt). Die Ziehzeit von Grünteeblättern sollte etwa 2 Minuten, aber nicht länger betragen, da sich nach mehr als zwei Minuten vermehrt Gerbstoffe aus den Blättern lösen, welche für zu viel Bitterkeit sorgen. Am besten ist es, den Tee möglichst bald nach der Zubereitung zu trinken, da mit der Zeit wichtige Inhaltsstoffe verloren gehen. Auch ein erneutes Aufwärmen des Aufgusses ist nicht empfehlenswert, da durch den zweiten Erwärmungsvorgang ebenso die wünschenswerten Inhaltsstoffe zerstört werden. In der traditionellen Zubereitungsart wird Grüner Tee oft in mehreren Aufgüssen zubereitet und der erste Aufguss weggeschüttet. Einem Sprichwort zufolge ist der erste Aufguss für deinen Feind, der zweite für deinen Freund und der dritte für dich selbst. Dies ist allerdings nicht empfehlenswert, da mit dem ersten Aufguss bereits sehr viele wichtige Wirkstoffe gelöst werden und diese durch das Wegschütten verloren gehen.

Einzig die Sorte Matcha unterscheidet sich von dieser Art der Zubereitung: das grüne Pulver aus feinst vermahlenen Blättern der Teepflanze wird mit Hilfe eines kleinen Bambusbesens, der „Cha-sen“ genannt wird, in einer kleinen Menge Wasser gerührt bzw. geschlagen, bis sich ein heller grüner Schaum auf der Oberfläche zeigt. Das grüne Pulver mit hohem Chlorophyllgehalt muss nicht mehr abgeseiht werden, sondern wird vollständig mitgetrunken – daher hat der Matcha seine besonders intensive grüne Farbe. Hierzulande findet das Grünteepulver auch Anwendung in gekochten Gerichten oder um Bäckereien herrlich Grün zu färben. Die Qualität des Matcha lässt sich übrigens leicht an seiner Farbe ablesen! Je intensiver und strahlender die grüne Farbe, desto höher ist seine Qualität und sollte nicht durch Wassertemperaturen über 80° zerstört werden!

Anzeige

Von den Vorteilen des Grüntees profitieren

Grüner Tee enthält die Substanz ECGC, die zahlreiche gesundheitliche Vorteile haben dürfte. Das Problem: Das zu der Gruppe der Catechine gehörende ECGC ist eine instabile Substanz, die bei Kontakt mit Wasser und Sauerstoff schnell oxidiert und ihre vorteilhafte Wirkung einbüßt, weshalb der aufgebrühte Tee immer schnell getrunken werden sollte!

Epigallocatechingallat, wie EGCG mit vollem Namen heißt, macht als wichtiges Antioxidans ungefähr ein Dritte der Grüntee Trockenmasse aus. Die ganz normale Zubereitung des Grüntees vermindert den Gehalt an ECGC also zusehend, ein Nachteil, der durch das Schlucken von Kapseln mit Grünteeextrakt umgangen wird. Hierzulande wird Grüner Tee außerdem gerne mit Milch getrunken (z.B. Matcha latte), was zu einer weiteren Verminderung der Wirkfähigkeit führt, da Reaktionen zwischen den in der Milch enthaltenen Proteinen und dem ECGC, sowie weiteren Catechinen, stattfindet.

Grüner Tee enthält viele Inhaltsstoffe, die auf verschiedenste Art und Weisen gut für die Haut sein können. Außerdem findest du im Grüntee aber auch noch Chlorophyll, welches eine erfrischende Wirkung auf die Haut möglicherweise haben kann.

Für die Wirkung ist das Polyphenol ECGC verantwortlich, wodurch auch Schäden nach dem Sonnenbaden eingeschränkt werden könnten. Zudem konnte in der Haut von Menschen, welche hohe Mengen an Grünteeextrakten zu sich nahmen, eine Zunahme von Elastin beobachtet werden. Elastin steht in Zusammenhang mit Spannkraft und Elastizität der Haut, grundsätzlich also Eigenschaften, welche man vor allem junger und gesunder Haut zuschreibt. Dank der Wirkung von Grüntee kann man einen abgekühlten Aufguss auch als Gesichtswasser verwenden, welches die Verkleinerung der Poren unterstützen kann.

Des Weiteren gibt es positive Auswirkungen auf die Cholesterinlevel im Blut – genauer gesagt auf das LDL-Cholesterin, welches eher für seine schädliche Wirkung bekannt ist. Außerdem verhält sich ECGC in unserem Körper ähnlich wie Insulin und könnte möglicherweise hierdurch zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels beitragen. Wir möchten jedoch ausdrücklich darauf hinweisen, dass diese Erkenntnis noch nicht 100%ig wissenschaftlich belegt ist! Trotz all dieser Eigenschaften, die Grüntee wie ein wunderbares Mittel erscheinen lassen, solltest du immer daran denken, dass Stoffwechselvorgänge im Körper komplex sind und unsere Gesundheit von einer Vielzahl an Faktoren abhängt. Die positiven Auswirkungen des kalorienfreien Getränks sind sehr wahrscheinlich, für einen gesunden Körper ist es aber nicht nur notwendig, Grüntee zu trinken, sondern generell auf einen gesunden Lebenswandel mit guter Ernährung und ausreichend Bewegung zu achten.

Grüner Tee und Heißhungerattacken

Die allgemeine Anregung des Stoffwechsels durch grünen Tee wird auch als Thermogenese bezeichnet, welche durch die Hemmung bestimmter Enzyme den allgemeinen Grundumsatz und damit den Kalorienverbrauch möglicherweise steigern kann.