Fit mit Ayurveda – gesunde Ernährung und wohltuende Massagen

Ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und Phasen der Entspannung gehören zu einem gesunden Lebensstil. In Kombination mit der uralten Heilkunde Ayurveda lässt sich der Körper gezielt entgiften und aktiviert die Selbstheilungskräfte. Hintergrund dieser Lehre ist, das körperliche und seelische Ungleichgewicht wieder in Ordnung zu bringen und damit Krankheiten zu vermeiden oder Beschwerden zu lindern.

Was ist Ayurveda? – Die Wissenschaft vom langen Leben

Ayurveda gilt als ältestes überliefertes Gesundheitssystem der Welt und stammt aus der vedischen Hochkultur Indiens. Die Lehre bietet verschiedene Ansätze für eine umfassende Gesundheit. Im Grunde geht es darum, was dem Körper gut tut, worauf im Alltag zu achten ist und was besser vermieden werden sollte. Dazu gehören beispielsweise folgende Themenbereiche und Anwendungen:

  • eine abwechslungsreiche Ernährung
  • Tages- und Nachtroutinen
  • der Einklang mit den Jahreszeiten
  • Entschlackungskuren
  • Musiktherapie
  • leichte Körperübungen
  • Meditation als Bewusstseinstechnik

Grundlage des Ayurveda sind drei Funktionsprinzipien, die sich sowohl in der Natur, als auch in Körper und Geist wiederfinden. Für ein hohes Maß an Gesundheit und eine gute Funktionsweise von Stoffwechsel und Organen sollten diese Prinzipien (Doshas) im Gleichgewicht liegen. Viele Faktoren beeinflussen dieses Gleichgewicht, wie beispielsweise die Tageszeit, Routine oder Ernährung. Kurz gesagt stören alle äußeren Einflüsse des Alltags die innere Harmonie. Ein Ausgleich kann durch verschiedene Maßnahmen an den drei Funktionsprinzipien durchgeführt werden:

  • Vata – Bewegungsprinzip

Dieser Bereich ist zuständig für die Atmung, das Nervensystem und die Bewegung des Körpers. Er wird dem Element Luft zugeordnet und sorgt im Gleichgewicht für Energie, Kreativität und Enthusiasmus.

  • Pitta – Stoffwechsel

Das sogenannte Prinzip Pitta ist für den Stoffwechsel zuständig. Es reguliert die Körpertemperatur und die Verdauung. Gleichzeitig steht es auf der geistigen Ebene für Emotionen und Intelligenz. Es wird dem Element Feuer zugeordnet und liefert dem Körper Zufriedenheit, eine starke Verdauung, einen klaren Geist und Sprachgewandtheit.

  • Kapha – Strukturprinzip

Das Dosha Kapha gibt dem Körper Festigkeit und Stabilität und wird dem Element Wasser zugeordnet. Es reguliert den Flüssigkeitshaushalt und schenkt ein stabiles Immunsystem. Ist dieses Strukturprinzip im Gleichgewicht, erfährt der Körper Geduld, Kraft, Ausdauer und psychische Stabilität.

Der Ausgleich dieser Doshas erfolgt mit ayurvedischen Anwendungen, wie beispielsweise der richtigen Ernährung, einem gesunden Rhythmus oder einer entspannenden Massage. Vata lässt sich beispielsweise durch Ruhe und Regelmäßigkeit ausgleichen. Auch eine warme Ölmassage kann helfen. Pitta benötigt dagegen Besänftigung und Kühlung. Besteht hier ein Ungleichgewicht, muss beispielsweise auf scharfe Gewürze verzichtet werden. Kapha braucht wiederum Bewegung und Wärme für einen gelungenen Ausgleich.

Wohltuende MassagenMassagen und Training – mehr als Entspannungsübungen

Bewegung hält fit und fördert die körperliche Gesundheit. Das Thema Ayurveda wird jedoch vielmehr mit wohltuenden Massagen und Entspannungsübungen verbunden, als mit reiner Fitness. Dabei grenzt das Eine das Andere nicht aus. Der Aufbau von Muskulatur, der Abbau überschüssiger Energie und letztlich das optimale Verhältnis von Körperfett zu Körpermasse ist hier ausschlaggebend. Fitness nach ayurvedischem Prinzip richtet sich allerdings wieder nach den drei Grundprinzipien.

  • In der Vata Konstitution ist auf eine regelmäßige Abwechslung beim Sport zu achten, wobei die Übungen eher langsam ausgeführt werden. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Aufwärmen vor dem Training und auf den Gelenken.
  • Die Pitta Konstitution verlangt komplexe Ganzkörperübungen und ein systematisches Training im mittleren Tempo. Ein Überhitzen sollte jedoch vermieden werden und es muss immer wieder neue Herausforderungen geben.
  • Deutlich schneller geht es bei der Kapha Konstitution voran. Hier ist ein intensives Krafttraining erlaubt, allerdings nicht in einer sitzenden Position. Das Programm hilft zusätzlich, den inneren Schweinehund zu überwinden.

Als ausgleichender Pol sind ayurvedische Massagen geeignet. Hierbei handelt es sich um eine besondere Wellness-Anwendung, um die Muskeln zu lockern und den Körper schnell in eine entspannte Lage zu bringen. Gleichzeitig wird der Lymphfluss angeregt und ein Entgiftungsprozess in Gang gebracht. Stoffwechselprodukte transportiert der Körper dann schneller ab. Wertvolle Pflanzenöle unterstützen den entspannten Zustand und hinterlassen ein seidiges Gefühl auf der Haut. Stress und Alltag gehören der Vergessenheit an. Der Geist schaltet ab und die Seele kann baumeln. Wichtig ist jedoch, einen geeigneten Experten im Bereich Wellness und Ayurveda zu finden. Schließlich gibt es unterschiedliche Formen der Ayurveda Massage mit verschiedenem Tempo, Druck oder Hilfsmitteln.

Fit durch gesunde Ernährung

Gesunde Ernährung – nach ayurvedischem Prinzip

Über die Ernährung wird der Körper mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt. Gleichzeitig lässt sich der notwendige Energiebedarf decken. Laut Ayurveda kommt es hierbei auf die Qualität der Nahrung im Einklang mit dem Verdauungssystem. Schließlich hängt das körperliche Wohlbefinden viel von der richtigen Verdauung ab und von der optimalen Aufnahme der Energie. Die Tipps für eine gesündere Ernährung sind nicht schwer zu befolgen und lassen sich oftmals schnell im Alltag integrieren. Das ayurvedische Prinzip erlaubt beispielsweise nur zu essen, wenn der Körper wirklich Hunger verspürt. So wird die nächste Mahlzeit erst empfohlen, wenn die bereits aufgenommenen Lebensmittel schon verdaut sind. Nach einer Hauptmahlzeit ist also eine Ruhephase von etwa 3 bis 5 Stunden einzuhalten. Außerdem darf der Magen mit dem Essen nicht überlastet werden, sondern nur etwa zu ¾ gefüllt sein.

Das Essen muss in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre erfolgen. Das heißt: nicht lesen, nicht arbeiten oder fernsehen. So konzentrieren sich Körper und Geist allein auf das Essen und das natürliche Sättigungsgefühl setzt zum richtigen Zeitpunkt ein. Es darf weder zu schnell, noch zu langsam gegessen werden. Der Körper bestimmt sein eigenes Tempo. Nach der Mahlzeit ist eine kurze Pause von 5 – 10 Minuten einzulegen, um ruhig zu sitzen und die Lebensmitteln in den Verdauungstrakt wandern zu lassen.

Ayurvedische Ernährung sieht eine gewisse Regelmäßigkeit vor, um einen gesundes Ablauf und eine Routine zu schaffen. Deshalb sollte am besten zur gleichen Tageszeit gegessen werden. Dabei nimmt das Mittagessen die Hauptmahlzeit ein. Frühstück und Abendessen fallen eher leicht aus. Zwischenmahlzeiten sind nur erlaubt, wenn der Körper wirklich großen Hunger verspürt. Das Essen wird am besten frisch zubereitet mit gesunden Zutaten. Aufgewärmte oder vorgekochte Speisen sind nach diesem Prinzip zu vermeiden. Hinsichtlich der gewählten Nahrungsmitteln gibt es weitere Tipps:

  • Der Großteil der Nahrung sollte gekocht sein. Rohkost verdaut der Körper langsamer und beschränkt sich am besten nur auf die Beilage, beispielsweise als Salat.
  • Gewürze sorgen für einen guten Geschmack und fördern die Verdauung. Hier gibt es sogar spezielle Gewürzmischungen, die auf das jeweilige Dosha abgestimmt sind.
  • Schwere Nahrungsmittel, wie Wurst, Fleisch, Buttermilch oder Quark sind vor allem am Abend zu vermeiden.
  • Honig darf nicht erhitzt werden und demnach weder zum Kochen noch zum Backen verwendet werden.

Erlaubte Flüssigkeiten sind Wasser oder Saft, die zu den Mahlzeiten in kleinen Schlucken getrunken werden dürfen. Auch hier sind heiße Getränke vorzuziehen, da sie dem Körper wichtige Energie liefern. Selbst im Sommer wird von eiskalten Getränken abgeraten. Milch zählt nicht als Flüssigkeitszufuhr und darf nicht zusammen mit einer Mahlzeit getrunken werden. Dafür ist sie mit Toast oder anderen Getreideprodukten beispielsweise zum Frühstück zu kombinieren. Um sich Schadstoffen und Belastungen im Körper zu entledigen, hilft eine professionelle Darmreinigung weiter.