Richtige Ernährung bei Neurodermitis

Dass die Ernährung bei Neurodermitis das A und O ist, ist vielen Betroffenen mittlerweile bekannt. Doch wie kann eine Ernährung bei Neurodermitis aussehen? Was sollte bevorzugt gegessen, was besser gemieden werden? Was können Betroffene sonst noch beitragen, um möglichst wenig unter den gegebenen Beschwerden zu leiden? Können Maßnahmen der Ernährung und Hautpflege eine schulmedizinische Behandlung gänzlich ausklammern? Gibt es ein für alle geltendes Ernährungskonzept, das hilfreich ist? Solche und ähnliche Fragen sollen hier beantwortet werden.

Was ist Neurodermitis?

Bei der Neurodermitis liegt eine nicht-infektiöse Hauterkrankung vor. Diese kann Säuglinge, Kleinkinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen betreffen. Die Neurodermitis wird zu den drei Erkrankungsformen des sogenannten „atopischen“ Formenkreises gerechnet. Neben der Neurodermitis, die im medizinischen Sprachjargon auch als atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis bezeichnet wird, gehören Bronchialasthma und Heuschnupfen bzw. allergische Rhinitis dazu. In Zusammenhang gebracht werden diese Erkrankungen, weil sie oft genug zusammen oder nacheinander auftreten. Es besteht bei einer Neurodermitis also ein höheres Risiko, im Laufe des Lebens auch an diesen Erkrankungen zu leiden. Damit ist bereits angedeutet, dass wir es hier mit allergischen oder pseudoallergischen Reaktionen, und Unverträglichkeiten zu tun haben. Die Überempfindlichkeit gegenüber bestimmten Substanzen zeigt sich beim Neurodermitiker insbesondere – aber nicht nur – an der Haut.

Die Neurodermitis ist eine chronische Hauterkrankung. Diese ist teils nervlich bedingt, und teils durch immunologische Reaktionen definiert. Sie kann zu einem bestimmten Teil auch durch eine langjährig ungesunde Ernährung der Mutter verursacht werden. Hat sich die junge Mutter beispielsweise ein Leben lang vorzugsweise von Weißmehl-Produkten, Zuckerhaltigem, Junk Food, Kantinenessen, Dosenessen und Tiefkühlkost ernährt, scheinen die gesundheitlichen Risiken für ihren Nachwuchs, an Neurodermitis zu erkranken, erhöht zu sein. In der Folge erkranken klein- oder großflächig bestimmte Areale der Haut bei ihren Kindern mit höherer Wahrscheinlichkeit. Bevorzugt zeigen der Rücken, der Bauch, der Brustbereich, der Hals, die Hände und Füße, die Armbeugen, das Gesicht, die Augenlider, oder die Kopfhaut auffällige ekzematöse Hautveränderungen. Diese lösen starken Juckreiz aus. Die Erkrankung verläuft in unterschiedlich stark ausfallenden Schüben. Das weist darauf hin, dass bestimmte Substanzen oder seelische Verfassungen solche Schübe triggern können.

Festzustellen ist, dass sich die Erkrankung bei Säuglingen und Kleinkindern anders verhält, als bei Jugendlichen oder Erwachsenen. Letztere können am gesamten Körper juckende Ekzeme und schuppige, rissig-trockene oder verschorfte Hautstellen aufweisen. Die befallenen Hautareale zeigen sich als trockene, raue, entzündet wirkende und von chronischem Feuchtigkeitsmangel betroffene Hautareale. Diese jucken meistens stark. Die Neurodermitis tritt oft schubweise auf. Die akuten Schübe können von innerer Unruhe, schlechter Laune, erhöhter Reizbarkeit oder Depressionen begleitet werden. Diese Begleiterscheinungen werden vermutlich durch den ständigen Juckreiz ausgelöst. Möglich ist aber auch, dass die Erkrankung systemisch ist. Die Symptome könnten also Folgeerscheinungen der Erkrankung selbst sein. Ursachen, kausale Zusammenhänge und Auswirkungen der Neurodermitis sind jedoch noch im Stadium der Forschung begriffen.

Was kann eine Neurodermitis begünstigen?

Die Ursachen der Neurodermitis sind nach heutiger Erkenntnis vielfältig. Sie müssen daher noch genauer eruiert werden. Eine genetische Veranlagung wird heutzutage als sicher angenommen. Sie kann sowohl immunologische Konsequenzen haben, als auch durch eine zu dünne Hornschicht der Haut auffallen. Die Haut von Neurodermitikern hat folglich keine ausreichende Schutzbarriere. Stoffwechselstörungen und falsche Ernährung bei Neurodermitis sorgen dafür, dass es zu einem chronischen Mangel an essenziellen Fettsäuren kommt. Darunter leidet insbesondere die Haut. Die essenziellen Fettsäuren, die mit der Nahrung aufgenommen werden, gelangen nicht in ausreichendem Maß in die Hautschichten, in denen sie benötigt werden. Außerdem stellt die Leber der Betroffenen zu wenige essenzielle Fettsäuren selbst her. Die Haut von Neurodermitikern erhält nicht genügend Antioxidantien, sie altert daher schneller.

Häufig treten bei den Betroffenen Darmstörungen auf. Das Reizdarmsyndrom, das Leaky Gut Syndrom, und eine chronische Darm-Dysbiose können zu einer weiteren Schwächung der Nährstoffversorgung und des Immunsystems sorgen. Daher muss die Ernährung bei Neurodermitis besonders hochwertig und vitalstoffreich ausfallen. Im Darmbiom liegen immerhin etwa 70-80 Prozent des körpereigenen Immunsystems. Vielfach diagnostizieren Naturheilkundler und Heilpraktiker bei atopischen Hautbeschwerden eine Darmstörung. Störungen in diesem Körpersegment öffnen Toxinen und Stoffwechselabfällen Tür und Tor. Sie verbleiben zu lange im Körper, und richten dort Schäden an. Als Folgeerscheinung kommt es zu Entzündung an der Hautoberfläche. Die Haut muss einen Teil dieser Schadstoffe ausleiten. Die Leberentgiftung funktioniert bei Neurodermitikern meistens nicht gut. Bei Patienten mit chronischen Hauterkrankungen finden sich häufig Leberstörungen, die die Entgiftung erschweren.

Zu allem, was bisher genannt wurde, können sich noch Dysbiosen auf der Haut, Allergene, die über die getragene Kleidung zu Hautreaktionen führen, sowie Allergien und Unverträglichkeiten auf Duftstoffe, Inhaltsstoffe in Haushalts-Reinigungsmitteln, Konservierungsstoffe und bestimmte Nahrungsmittel und deren Zutaten gesellen. Last not least kann auch mangelnde Hygiene eine Neurodermitis im Zusammenwirken mit anderen Auslösern begünstigen.

Fakten zu Neurodermitis

Heute nehmen Mediziner an, dass bereits jedes fünfte Schulkind von Neurodermitis betroffen ist. Vier bis sechs Millionen Menschen gelten als Neurodermitiker, Tendenz steigend. Auch wenn die Mediziner noch nicht wissen, welche komplexen Vorgänge diese Hauterkrankung verursachen, ist eines offensichtlich: Neurodermitis-Schübe treten nach Ernährungsfehlern und Unverträglichkeiten bevorzugt auf.

Die zunehmend belasteten Umweltbedingungen, und die immer stärker verarbeitete Nahrung scheinen für die Auslösung und den Fortbestand der Erkrankung eine wichtige Rolle zu spielen. Eine genetische Veranlagung wird außerdem angenommen. Die meisten Betroffenen erkranken bereits im Kindesalter an der atopischen Dermatitis. Nach vorsichtigen Schätzungen sind etwa drei Prozent aller deutschen Erwachsenen, und etwa 15-20 Prozent der Kinder von Neurodermitis betroffen. Wie diese Erkrankung verläuft, ist nicht vorhersehbar. Bei der Hälfte der betroffenen Kinder, und bei entsprechend vielen Jugendlichen, kann die Neurodermitis sich zurückbilden. Sie kann aber im Erwachsenenalter erneut ausbrechen. Die Hauterkrankung kann sich aber auch erst bei einem Erwachsenen manifestieren. Sie kann lebenslang in unterschiedlichen Ausprägungen bestehen bleiben.

Dass die Ernährung bei Neurodermitis eine große Rolle spielt, ist unbestritten. Dies gilt sowohl in Bezug auf eine Besserung der Symptomatik, als auch die Prävention. Wahrscheinlich ist: Die lebenslangen Ernährungspräferenzen der Mutter könnten bei der Entstehung der Neurodermitis eine gewisse Rolle spielen. Die Neurodermitis gilt heute als chronische Überreaktion auf Lebensmittel und Stoffe, denen gegenüber der Organismus des Betroffenen empfindlich ist. Doch selbst Wetterumschwünge oder Stress können einen Neurodermitis-Schub auslösen. Leiden beide Elternteile an Neurodermitis, sind die Kinder stark gefährdet, ebenfalls zu erkranken. Das gilt insbesondere, wenn das Beschwerdebild der Neurodermitis-Eltern sich gleicht. Leidet nur ein Elternteil an der Hauterkrankung, ist das Risiko für die Erkrankung der Kinder immerhin noch 20-40 Prozent. Wenn keines der beiden Elternteile eine Atopie hat, liegt das Erkrankungsrisiko für die Kinder des Paares bei etwa 5-10 Prozent.

Es genügt offensichtlich nicht, nur während der Schwangerschaft Bio-Obst und Bio-Gemüse zu essen, und auf verarbeitete Nahrung oder Imbisskost zu verzichten. So, wie eine geeignete Ernährung bei Neurodermitis die Beschwerden verschlimmern kann, kann eine langjährig mangelhafte Ernährungsweise der Mutter die Krankheitsentstehung durchaus begünstigen. Zu unterscheiden sind bei der atopischen Dermatitis drei Schweregrade. Eine leichte Neurodermitis ist durch extrem trockene, schuppige, gereizte Haut mit vorübergehenden Rötungen gekennzeichnet. Die Patienten mit mittelschwerer Neurodermitis werden durch stärkere Rötungen und unerträglichen Juckreiz geplagt. Die befallene Haut zeigt rötliche Knötchen, sogenannte Papeln. Bei der schweren Neurodermitis kommt es zu nässenden, stark geröteten Ekzemen, die gelbliche Krusten bilden, wenn sie abheilen. Typisch sind starke Kratzspuren infolge heftiger Juckreiz-Attacken. Es kann zu Suprainfektionen und Entzündungen an den aufgekratzten Hautstellen kommen. Die befallene Haut ist von Papeln bedeckt.

Wie entsteht Neurodermitis?

Welche Faktoren zusammenkommen müssen, damit jemand an Neurodermitis erkrankt, ist noch nicht hinreichend erforscht. Bewiesen sind bisher lediglich die erbliche bzw. genetische Veranlagung durch einen vererbten Enzymdefekt, und die Beteiligung der Ernährung. Als Folge beider kommt es zu Stoffwechselstörungen und einen Mangel an essentiellen Fettsäuren. Die Schutzbarriere der Haut ist chronisch geschwächt. Das führt zu einer höheren Empfindlichkeit gegenüber psychischen, ernährungsbedingten oder mechanischen Reizen. Diskutiert wird unter Fachleuten auch eine hygienische Komponente. Demnach werden die Kinder auf dem Land potenziell früher mit Keimen und Krankheitserregern konfrontiert, als Stadtkinder. Darauf reagiert das Immunsystem, indem es sich auf bestimmte Substanzen sensibilisiert, und mit Hautsymptomen reagiert.

Zu den Auslösern für Hautreaktionen und Neurodermitis-Schübe können dann klimatische Faktoren, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Stress oder anderes werden. Da die Entstehungs- und Provokationsfaktoren individuell sind, müssen sie nach Möglichkeit ermittelt, und weitestgehend eliminiert oder gemieden werden. Obwohl Neurodermitis eine chronische Erkrankung ist, geht sie bei der Hälfte der betroffenen Säuglinge nach den ersten beiden Lebensjahren zurück. Auch Jugendliche können nach der Pubertät eine Symptomminderung erleben. Warum das so ist, ist noch nicht hinreichend geklärt. Ob die veränderte Ernährung bei Neurodermitis dabei eine Rolle spielt, oder ob andere Faktoren die Besserung bewirkt haben, könnte unter Umständen individuellen Unterschieden geschuldet sein. Der langsame Rückgang der Beschwerden bedeutet jedoch nicht, dass sich die Neurodermitis-Schübe nicht im Jugendalter, bei entsprechenden Bedingungen, oder im Erwachsenenleben wieder einstellen könnten. In der Zwischenzeit zeigen sich die betroffenen Hautareale als sehr trocken, rissig oder schuppig. Sie sind leicht reizbar und bleiben sehr pflegeintensiv.

Warum ist Ernährung bei Neurodermitis so wichtig?

Eine krankheitsgerechte Ernährung ist immens wichtig, weil bestimmte Lebensmittel oder Zusatzstoffe Neurodermitis-Schübe triggern können. Andere Lebensmittel sind hingegen gut verträglich. Sie lösen erfahrungsgemäß keine Krankheitsschübe oder Unverträglichkeiten aus. Es ist also auf der einen Seite notwendig, eventuell beitragende Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten zu ermitteln. Auf der anderen Seite ist nachgewiesen, dass bestimmte Lebensmittel dank ihrer Inhaltsstoffe und ihrer Reizarmut förderlich für Neurodermitiker sind. Diese Lebensmittel müssen ermittelt, und dann bevorzugt verzehrt werden. Außerdem können auch chemische Reizstoffe und Pseudoallergien, zum Beispiel durch Duftstoffe in Kosmetika oder scharfe Reinigungsmittel, eine Rolle bei der Schubauslösung spielen.

Als Grundregel gilt, stark industriell verarbeitete Nahrungsmittel grundsätzlich zu vermeiden. Neurodermitiker sollten alle Mahlzeiten möglichst aus naturbelassenen Lebensmitteln frisch zubereiten. Damit ist eine gute Grundlage geschaffen – aber nicht mehr. Die Behandlung einer Neurodermitis ist viel komplexer. Sie bedarf vieler Komponenten, um erfolgreich zu sein. Jeder Neurodermitiker kann individuell auf bestimmte Lebensmittel oder ihre Inhaltsstoffe – zum Beispiel Histamin – mit Hautreaktionen reagieren. Allgemeingültige Diät-Empfehlungen abzugeben, ist daher nicht möglich.

Es ist zudem schwierig, eine Ernährung zu pflegen, die die eindeutige Identifizierung unverträglicher Lebensmittel und Lebensmittelbestandteile ermöglicht. Dazu müsste man nur ein Lebensmittel zurzeit testen. Das ist aber in der Praxis nicht möglich, weil die Auswirkungen des Verzehrs wahrscheinlich erst einen oder zwei Tage später sichtbar werden. So lange müssen sich die Betroffenen also höchst einseitig ernähren. Das kann für einen chronisch kranken Menschen – insbesondere, da die Ernährung bei Neurodermitis so wichtig für die Auslösung, und die Beschwerde-Linderung ist – nicht empfehlenswert sein. Außerdem gilt: Das, was bei einem Neurodermitiker einen Schub auslöst, wird von einem anderen gut vertragen. Es ist also schwierig, die Grundlagen für eine hilfreiche Behandlungs-Strategie zu ermitteln.

Die richtige Ernährung bei Neurodermitis

Richtig ist auf jeden Fall, verarbeitete Lebensmittel und Lifestyle-Getränke vom Speiseplan zu streichen. Stattdessen sollten alle Mahlzeiten aus frischen Lebensmitteln zubereitet werden. Problematisch ist bei stark verarbeiteten Lebensmitteln die Vielzahl der lebensmittelchemischen Zutaten, die in der Zutatenliste genannt werden. Viele dieser Substanzen sind weder gesundheitsförderlich, noch haben sie einen Nährwert. Doch gerade die Haut ist als eines der größten Organe von einer exzellenten Nährstoffversorgung abhängig.

Als vorteilhafte Lebensmittel bei Neurodermitis gelten alle Lebensmitteln, die nicht als potenzielle Trigger von Neurodermitis-Schüben gelten. Dazu gehören geschmacklich neutrale Lebensmittel wie Vollkornreis, Bio-Lamm und Putenfleisch, Gurken, Blumenkohl, Brokkoli, Salz und Zucker, ökologische Pflanzenöle und Margarine ohne Milchbestandteile, sowie Mineralwasser, gefiltertes Wasser oder Tee. Mediziner empfehlen bei Neurodermitis generell eine ausgewogene Mischkost. Gegessen werden können beispielsweise

  • frisches Obst, Beeren und Gemüse
  • Fleisch oder Innereien aus ökologischer Weidehaltung
  • Fisch aus Wildfang
  • Quinoa und Amaranth
  • gekochte Getreide wie Vollkornreis, Hafer, Hirse, Buchweizen
  • unzerkleinerte Saaten wie Leinsamen, Sesam, Chiasamen oder Kürbiskerne
  • Olivenöl und Kokosöl, unraffiniert und extra nativ
  • Grüntee, Kräutertee und Oolong-Tee
  • bei guter Verträglichkeit auch Essiggurken, Kimchi-Kohl oder Sauerkraut

Nahrungsmittel wie Kuhmilchprodukte, Zuchtfisch, Eier, Nüsse, Mandeln und Hülsenfrüchte in jeder Form sind klassische Allergieauslöser. Um eine mögliche Nahrungsmittelallergie festzustellen, werden diese Trigger-Lebensmittel meist als Erstes getestet. Nicht so gut verträgliche Lebensmittel sollten zwar nicht gänzlich gemieden, sondern seltener und nur in kleinen Mengen gegessen werden. Wichtig sind der Gesundheitswert und die hohe Nährstoffdichte der Nahrung. In diesem Zusammenhang kann es angeraten sein, unbelastete Lebensmittel aus ökologischem Anbau zu kaufen. Damit könnten Reiz- und Schadstoffe sowie Umwelttoxine weitgehend aus der Nahrung herausgehalten werden. Nikotingenuss ist ebenso zu vermeiden, wie belastende Weichspüler-Dünste.

Besteht der Verdacht auf Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten, die pseudoallergische Hauterscheinungen nach sich ziehen, sollten diese Lebensmittel nach Möglichkeit ermittelt, und anschließend ganz gemieden werden. Die Verträglichkeit von Hülsenfrüchten ist individuell. Manche werden gut vertragen, andere wegen ihres Ballaststoffgehaltes aber nicht. Wichtig ist, niemals Hülsenfrüchte aus Dosen oder Fertiggerichten zuzubereiten, sondern diese selbst einzuweichen, und zu kochen.

Welche Lebensmittel sollten Betroffene meiden?

Viele Nahrungsmittel sind als Trigger von Neurodermitis-Schüben bekannt. Da die Auslöser aber individuell unterschiedlich sein können, können einzelne Lebensmittel aus der nachfolgenden Liste durchaus vertragen werden. Bekannte Auslöser für Neurodermitis-Schübe sind

  • Milchprodukte, Hühnereier, sowie stark eiweißhaltiges Hühner- oder Sojaprotein
  • Weizen, manchmal auch andere glutenhaltige Getreide
  • bestimmte Obstsorten, beispielsweise Äpfel und Birnen, Bananen, Zitrusfrüchte, Erdbeeren und Pfirsiche
  • alle Nüsse sowie geschwefelte Trockenfrüchte
  • Zuchtfische
  • industriell erzeugtes Fleisch aus Massentierhaltung, vor allem Schweinefleisch
  • bestimmte Gemüsesorten wie Kartoffeln, Karotten, Tomaten, Sellerie, Sojabohnen
  • sämtliche Fertigprodukte, Tiefkühlkost und Fast Food
  • besonders Histamin-reiche Lebensmittel
  • raffinierte Speiseöle jeder Art
  • Schokolade und Zuckerhaltiges
  • scharfe Gewürze
  • und Alkoholisches.

Vielfach werden akute Neurodermitis-Schübe durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten getriggert.

Nahrungsergänzung und Pflege bei Neurodermitis

Neurodermitis-Kranke profitieren von einer vitalstoffreichen Ernährung. Um die Nährstoffdichte zu verbessern, können wichtige Vitalstoffe durch Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Die Verbesserung der Vitalstoffzufuhr ist besonders wichtig, weil viele Lebensmittel, die diese Nährstoffe enthalten, durch ihre Unverträglichkeiten Neurodermitis-Schübe triggern können.

Die über Nahrungsergänzung zusätzlich zugeführten Nährstoffe können das Darm-Immunsystem und die Haut regenerieren helfen. Sie lindern akute Entzündungen, und mildern die immer wieder auftretenden Schübe in ihrer Intensität ab. Zuführen sollten Betroffene vor allem Vitamin A, sämtliche B-Vitamine, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E, verschiedene Probiotika sowie Borretsch- oder Nachtkerzenöl, die viel Gamma-Linolensäure enthalten. Letzteres bewirkt, auf der juckenden Haut aufgetragen, Linderung. Die wertvollen Inhaltsstoffe in Glandol-Kapseln sind wunderbar geeignet, das Nährstoffprofil zu verbessern. Reiz- und Zusatzstoffe sind in Glandol-Kapseln nicht enthalten. Diese bestehen lediglich aus Omega 3- und 6 Fettsäuren, Vitamin E und D. Alle anderen Vitamine sollten aus frisch zubereiteten Lebensmitteln zur Genüge zugeführt werden können.

Doch die gesunde Ernährung bei Neurodermitis ist nicht alles. Eine gute Hautpflege mit ebenso wertvollen Inhaltsstoffen ist bei Neurodermitis ebenso angeraten. Mit der Glandol Neurodermitis Creme ist die Haut von Neurodermitikern sinnvoll versorgt. Diese Hauterkrankung verläuft schubweise. Das erfordert eine ständige Basis-Hautpflege, sowie eine den Schüben angepasste Zusatzpflege. Diese sollte fetthaltiger ausfallen, und mit Harnsäure (Urea) angereichert sein. Bei schweren Schüben oder Suprainfektionen sind Kortison-Präparate unvermeidlich. Auch die Hautpflegemittel müssen individuell ausgetestet werden. Glandol Neurodermitis Creme erweist sich als reizarme Hautpflege ohne Parfüm, Silikone, Parabene, Mineralöle und Farbstoffe. Sie besteht nur aus natürlichen Zutaten wie Nachtkerzen- und Borretschsamen-Öl, süßem Mandel-, Sesam- und Perillasamen-Öl, Sheabutter, Avocado-Öl und Mango-Extrakten. Typisch bei Neurodermitis ist, dass eine funktionierende Hautpflege sich plötzlich nicht mehr als verträglich erweisen kann.

Gesunde Lebensführung bei Neurodermitis

Eine gesunde Lebensführung ist bei Neurodermitis sehr hilfreich. Die Ernährung bei Neurodermitis kann nicht viel ausrichten, wenn ansonsten eine stressreiche und ungesunde Lebensweise gepflegt wird. Neben der gesunden Ernährung bei Neurodermitis sind also die Bereiche Hautpflege, Nahrungsergänzung und Lebensweise wichtige Faktoren, mit denen die Betroffenen den Krankheitsverlauf selbst beeinflussen können. Viele Betroffene leiden noch im Erwachsenenleben an Beschwerden und Neurodermitis-Schüben. Durch die individuell angepasste Ernährung bei Neurodermitis, eine sinnvolle Hautpflege, umsichtige Selbstbeobachtung und eine möglichst stress- und reizarme Lebensführung, können die erwachsenen Neurodermitiker ein weitgehend normales und Beschwerde-reduziertes Leben führen. Die Schulmedizin ist die eine Seite der Behandlung. Was der Neurodermitiker selbst für sich tut, ist mindestens genauso wichtig.

Wichtig ist zum Beispiel, ein Ernährungstagebuch zu führen. So kann nach und nach herausgefunden werden, was nicht vertragen wird, und was guttut. Die Ernährung bei Neurodermitis sollte so gestaltet werden, dass vielseitige Lebensmittel in einer Art Rotations-Prinzip gegessen werden. Gut Verträgliches wird dabei häufig gegessen. Nicht so gut Verträgliches wird nur alle paar Tage und in kleinen Mengen aufgetischt. Auf diese Weise wird der Organismus mit vielen Nährstoffen versorgt, gleichzeitig aber entlastet. Kleine Mengen nicht so gut verträglicher Lebensmittel lösen nur milde oder keine Schübe aus. Wie bereits erwähnt, muss jeder Betroffene in mühsamer Suche selbst herausfinden, was bekömmlich ist, und was nicht. Zudem kann sich die Erkrankung zeitweise bessern, ohne dass ein Grund dafür erkennbar ist. Bisher gut vertragene Lebensmittel oder Hautcremes können plötzlich unverträglich werden. Eine ständige Anpassung an individuelle Gegebenheiten ist notwendig.

Zu den weiteren Maßnahmen einer gesunden Lebensführung gehören gesunder Schlaf in ausreichender Menge, und eine weitgehende Stressreduktion. Je weniger Stress die Betroffenen an sich heranlassen, desto besser geht es ihnen. Gegebenenfalls sollten Erwachsene sich mit Strategien der Stressresilienz befassen. Sie können einen Kurs in Entspannungstechniken, Meditation, Yoga oder Chi Gong belegen. Neben der Hautpflege sind auch Aufenthalte in der Natur sinnvoll. Sonnenschutz ist dabei notwendig. Sonnenschutzmittel sollten parfüm- und reizstoffarm sein, und einen höheren Lichtschutzfaktor beinhalten. Ebenso wie der Sonnenschutz, sollte die Hautpflege auf Pflegemittel mit natürlichen Inhaltsstoffen, und ohne die bekannten Reiz- und Schadstoffe chemischer Natur umgestellt werden. Zu vermeiden sind insbesondere synthetische Duftstoffe und ätherische Öle, Konservierungsstoffe und die Kosmetik-Zutat Sodium Laureth Sulfat (SLS).

Da es sich bei der Neurodermitis um eine weit verbreitete chronische Erkrankung handelt, ist die Lebensqualität der Betroffenen über Jahre gemindert. Daher wird es umso wichtiger, so schnell wie möglich nach der Diagnose den gesamten Lebensstil darauf abzustellen. Alkohol und Nikotin sind nach Möglichkeit zu vermeiden.