Der Kürbis – das Superfood für den Herbst!

Der Kürbis ist ein echtes Superfood: vollgestopft mit Vitaminen und anderen gesunden Inhaltsstoffen und dabei auch noch unglaublich lecker. Wir bewegen uns jetzt langsam auf den Herbst zu, was zufälligerweise auch noch die Hochzeit des vielseitigen Gemüses ist. Aber was ist am Kürbis überhaupt so toll – und welche Kürbis Rezepte sind wirklich empfehlenswert? Wir zeigen es dir!

Kürbis – der Alleskönner

In dem großen, orangen Gemüse stecken so viele gesunde Inhaltsstoffe, dass kaum ein anderes Gemüse zu dieser Jahreszeit mithalten kann. Bereitest du dir selbst eine leckere Kürbisspeise zu, wirst du unter anderem die folgenden Stoffe zu dir nehmen:

  • Antioxidantien: Sie sind gesund und schützen vor Krebsbildung im Körper sowohl bei Männern als auch bei Frauen.
  • Vitamine C, E und A: Diese drei kleinen Wundermittel regen den Fettstoffwechsel an, haben positive Effekte sowohl auf die Stärke der Augen als auch die Haut und zeichnen sich für den Schutz von Zellen verantwortlich.
  • Vitamin B6: Ein bisschen abseits der großen drei Vitamine sorgt B6 für die Bildung von Blutkörperchen.
  • Kalium: Wenn du auf eine gesunde Muskulatur angewiesen bist, darfst du Kalium nicht außen vor lassen!
  • Calcium: Wichtiger Bestandteil, um Knochen, Muskeln und Nerven zu fördern und damit schon im Kindesalter unglaublich wichtig.
  • Zink: Glänzende Nägel und Haare und reine Haut bei einer verbesserten Immunabwehr? Das schaffst du – mit genügend Zink.
  • Beta-Carotin: Negative Umwelteinflüsse hält dieser Abwehrmechanismus für Radikal von dir fern – und nebenbei gibt er dem Kürbis, ähnlich wie der Karotte, seine leuchtend orange Farbe.

Kürbisse alleine können also dafür sorgen, dich bereits mit sehr vielen wichtigen Inhaltsstoffen des täglichen Bedarfs zu versorgen. Übrigens: Praktisch nebenbei ist das Gemüse auch noch gut geeignet zum Abnehmen. Auf 100 g entfallen nur maximal 27 Kalorien. „Zu viel“ Kürbis geht also nicht, denn dick wirst du alleine davon mit Sicherheit nicht.

Der Kern als besonderes Highlight

Selbst der Kern ist im Kürbis noch überaus gesund: Daraus lässt sich Öl pressen, das jede Menge der gesunden gesättigten Fettsäuren enthält. Außerdem findest du darin Phytosterine, was bei Männern sowohl gut für Blase als auch Prostata ist. Bei beiden Geschlechtern hat der Inhaltsstoff außerdem den Vorteil, dass er den Cholesterinspiegel senkt – perfekt für Menschen, die damit immer wieder Beschwerden haben. Vegetarier und Veganer, die auf Fleisch verzichten und dadurch eventuell Probleme mit dem Eisenhaushalt bekommen, können sich ebenfalls freuen: Durch 12,5 mg Eisen auf 100 g Kürbiskern zählt das Gemüse – oder besser gesagt dessen Kern – zu den besten natürlichen Eisenlieferanten.

Welche Kürbisvarianten gibt es?

Jede Sorte aufzulisten, würde diesen gesamten Artikel sprengen. Über 800 unterschiedliche Varianten sind bekannt. Wir zeigen einige Kürbissorten, die in Deutschland verbreitet und beliebt sind:

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Hokkaido Kürbis

Diese Sorte siehst du am häufigsten, wenn du einfach im Supermarkt einen Kürbis kaufen willst. Groß, leuchtend orange und nach der Zubereitung besonders aromatisch: Die Merkmale dieses Gemüses sorgen dafür, dass der Hokkaido bei Kürbisliebhabern hoch im Kurs steht. Noch dazu ist er relativ günstig und lässt sich über Monate halten. Kleine Besonderheit: Beim Hokkaido Kürbis kannst du die Schale mitessen. Das ist praktisch, weil das Schälen eines kompletten Kürbisses einen recht hohen Aufwand bedeutet. Bei dieser Sorte kannst du dir den Aufwand sparen und dazu in eine angenehm feste, süßlich schmeckende Schale beißen.

Butternut

Wie der Name schon sagt, schmeckt diese Sorte leicht nussig und cremig. Das Fruchtfleisch ist hier dunkelgelb bis orange, außerdem handelt es sich um einen eher festen Kürbis. Das Kernhaus – hier im unteren Teil dieser langgezogenen Kürbissorte zu finden – ist beim Butternut sehr klein, was ein Vorteil ist, da mehr Platz für das leckere Fruchtfleisch bleibt. Wie fast alle Kürbisse ist auch der Butternut für unzählige Rezepte geeignet. Du findest ihn in Suppen, gegart im Backofen, in Kuchen, Gratins und sogar als Konfitüre. Achtung: Ein Butternut kann ein Gewicht von bis zu 40(!) kg erreichen.

Spaghettikürbis

Diese interessante Sorte bekommt ihren Namen daher, dass das cremige bis hellgelbe Fruchtfleisch beim Kochen zerfällt. Zurück bleiben lange Fasern, die sich ähnlich wie Spaghetti im Topf schlängeln. Durch das eher neutrale Aroma ist der Spaghettikürbis auch bei Veganern beliebt, die einen Ersatz zu Eier-Spaghetti suchen. Du kannst diese maximale 2 kg schwere Sorte nämlich auch einfach in Salzwasser kochen und mit Tomatensoße servieren. Auch für Salat eignet sich der Spaghettikürbis. Ewig haltbar ist dieser Kürbis aber nicht, nach drei Monaten ist meistens schon Schluss.

Muskatkürbis

Wie es der Name schon verrät, handelt es sich hier um einen sehr nussigen, würzigen Vertreter dieses Gemüses. Der intensive Geschmack sorgt dafür, dass du bei der Portionierung ein bisschen aufpassen musst. Ideal dazu passt, natürlich, ein wenig Muskatnuss, denn mit dem Gewürz unterstreichst du den natürlichen Geschmack dieser Kürbisvariante noch ein wenig. Als Püree ist der Muskatkürbis sehr bekömmlich, da praktisch schon vorgewürzt. Interessantes Detail: Am besten schmeckt dieser Kürbis, wenn er noch nicht komplett reif ist. Du erkennst das daran, dass das Fruchtfleisch noch gelb und nicht orange ist.

Es gibt natürlich noch viel mehr Kürbisse, aber dieser kleine Überblick sollte ein guter Startpunkt für dich sein.

Wie kaufe ich einen Kürbis?

Die klassische Variante besteht darin, sich einfach einen Hokkaido Kürbis oder eine andere bevorzuge Variante zu kaufen. Vor dem Kauf solltest du gegen die Schale klopfen. Klingt der Schlag ein wenig hohl, als wäre der Kürbis im Inneren leer, kannst du zugreifen, denn dann ist er reif. Ein weiterer Hinweis ist der Stiel am Kürbis: Sieht er etwas vertrocknet aus, deutet das darauf hin, dass das Gemüse erst vor wenigen Tagen geerntet wurde. Es könnte darauf hindeuten, dass das Exemplar noch nicht ganz reif ist – was bei einigen Sorten wie dem Muskatkürbis genau richtig ist.

Da die meisten Kürbissorten sehr groß sind, solltest du dir außerdem frühzeitig Gedanken um die Lagerung machen. Damit auch kleine Kühlschränke oder Gefrierfächer eine Chance haben, schneidest du das Fruchtfleisch (oder beim Hokkaido Kürbis auch die gesamte Frucht) am besten in Scheiben. Danach packst du die dicken Scheiben in Folie ein und bewahrst sie kühl auf. Sobald du den Kürbis einmal geöffnet hast, bleibt übrigens nicht allzu viel Zeit: Nach einer Woche im normalen Kühlschrank solltest du den Rest am besten aufbrauchen. Tipp: Eine Kürbissuppe lässt sich prima einfrieren und auch nach Monaten noch essen.

Und der Geschmack?

Positive Effekte, gesunde Inhaltsstoffe und Kalorienarmut hin oder her: Am Ende hilft auch die beste Zutat nichts, wenn das Ergebnis einfach nicht schmeckt. Wir haben dir daher drei leckere Kürbis Rezepte herausgesucht, die dir zeigen, dass der Kürbis extrem vielseitig ist – aber trotzdem in jeder Form einfach gut schmeckt!

Kürbissuppe

Suppen sind ein beliebter Einstieg in die Welt der Kürbisse: Dazu schälst und würfelst du 2 kg Kürbisfleisch, 500 g Möhren, 1 kg Kartoffeln und zwei Zwiebeln. In einem Topf dünstest du dann die Zwiebeln an und fügst 2 l Gemüsebrühe hinzu. Danach gibst du die Kürbiswürfel, Kartoffeln und Möhren hinzu. Jetzt würzt du die Suppe mit Salz und Pfeffer und kochst die Suppe für maximal 30 Minuten. Ein halber Becher Milch kommt auch noch dazu. Am Ende noch einmal mit dem Pürierstab alles pürieren – fertig! Wenn es noch nicht ganz so schmeckt, wie du es dir vorstellst, einfach die Kürbissuppe mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Vegetarischer Auflauf

Dieser Auflauf ist leicht, vegetarisch und zu jeder Jahreszeit unheimlich lecker. Du würfelst zuerst 200 g Kürbis, Zucchini und Paprika. Danach hackst du eine Knoblauchzehe und eine Zwiebelklein. Beides ein wenig dünsten und anschließend das Würfelgemüse dazugeben. Jetzt gibst du noch 2 EL Frischkäse sowie 150 g gewürfelten Käse dazu (Geschmack kannst du dir aussuchen). Die gesamte Masse gibst du jetzt unter 200 g gekochte Nudeln. Ab damit in eine Auflaufform, mit 100 g geriebenem Käse bestreuen und in den Ofen. Ist der Käse fein zerlaufen, ist dein Auflauf fertig!

Rohkostsalat

Ein schön einfaches Kürbisrezept, das gerade im Sommer Spaß macht: Dazu brauchst du 400 g einer beliebigen Kürbissorte, die du in Streifen raspelst. Anschließend schneidest du vier große Gewürzgurken, eine Zwiebel und drei große Tomaten in Würfel. Jetzt vermengst du das Gemüse in einer Schlüssel und stellst sie beiseite. In einer kleinen Schüssel bereitest du jetzt aus 3 EL Essig, 4 EL Öl (kein Olivenöl) sowie ein wenig Salz und Zucker eine Soße zu. Die Soße gibst du zusammen mit kleingehacktem Schnittlauch über das Gemüse und mischt alles durch. Wenn du jetzt den Salat etwa acht Stunden ziehen lässt, hast du einen wunderbar frischen Salat, der im Sommer auch zu Gegrilltem einen tollen Kontrast bildet!

Suppen, Aufläufe, Salate: Du merkst, dass es für Kürbis Rezepte praktisch keine Grenzen gibt. Experimentiere am besten ein wenig und entdecke die Welt dieses wunderbaren Superfoods, das gerade im Herbst auf keinen Fall fehlen darf!

Quellen:

  • http://www.ecowoman.de/20-essen-trinken/2700-kuerbissorten-ueberblick-bilder-der-populaersten-speise-kuerbisse
  • http://www.gesund.at/a/kuerbis-gesund-im-herbst
  • https://www.veganblatt.com/heimische-superfoods-kuerbis