Schmerzen und Depressionen: Welche Auswirkungen hat CBD auf die Gesundheit?

Cannabidiol, auch als CBD bekannt, zeichnet sich durch eine unglaubliche Vielseitigkeit aus, ohne dabei große Nebenwirkungen zu haben. Zudem ist CBD, anders als THC, welches auch aus einer Hanfpflanze gewonnen wird, nicht psychoaktiv oder süchtigmachend. Aber was ist allgemein bei Cannabidiol zu beachten, wo kann es medizinisch eingesetzt werden und inwieweit ist es zugelassen? Dieser Artikel befasst sich mit den Fragen.

Inwieweit ist CBD zugelassen?

Bezüglich einer Zulassung muss deutlich zwischen den Cannabidiolen unterschieden werden. THC ist ebenfalls ein Cannabidoid, welches jedoch für die meisten als Marihuana und somit als Droge bekannt ist. Das »medizinische Cannabis mit THC« ist ausschließlich von Ärzten zu verschreiben, unterliegt also der Verschreibungspflicht. Ärzte müssen gemeinsam mit dem Patienten entscheiden, ob Cannabis verordnet werden kann. Anders verhält es sich bei CBD:

  • Keine Verschreibungspflicht – CBD-Mittel können verschrieben werden, sind aber nicht rezeptpflichtig. Das bezieht sich insbesondere auf die Mittel, die keinerlei oder kaum THC beinhalten. Sie fallen nicht unter die Betäubungsmittel.
  • Zulassung – Epidolex ist ein CBD-Medikament, welches die FDA-Zulassung in Amerika bewirken konnte. Das Medikament dient der Behandlung der Epilepsie und des Dravet-Syndroms. Allgemein ist es in den USA das erste Medikament, welches zur Behandlung des Dravet-Syndroms zugelassen wurde.

Jetzt gibt es Cannabidiol natürlich in vielen Formen und Varianten online und auch in der Apotheke. Diese Mittel, meist als CBD-Öl oder CBD-Kapseln genutzt, sind weder rezept- noch verschreibungspflichtig. Dennoch ist es Ärzten möglich, sie zu verschreiben. Ist dies der Fall, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für das Medikament.

Bei welchen Krankheiten kann CBD helfen?

CBD besitzt allgemein entzündungshemmende, schmerzlindernde, aber auch beruhigende Wirkungen. Deshalb ist Cannabidiol äußerst vielseitig einsetzbar. Ein Problem hinsichtlich der Wirksamkeit und dem Nachweis der Wirksamkeit ist, dass Cannabidiol erst seit wenigen Jahren richtig erforscht wird und viele Erkenntnisse noch relativ neu sind. Daher gibt es noch keine umfassenden Studien.

CBD erweist sich bei unterschiedlichen Krankheiten als äußerst nützlich:

  • Schmerzen – CBD dockt in einer Art an Rezeptoren an, dass die Schmerzempfindung schwächer wahrgenommen wird, beziehungsweise, dass Schmerzreize weniger weitergegeben werden. Diese Wirkung wirkt bei Schmerzen in allen Körperbereichen, sodass CBD bei Migräne möglicherweise ebenso helfen könnte wie bei Rheuma.
  • Arthritis/Entzündungen – dem Mittel wird eine entzündungslindernde und heilende Eigenschaft nachgesagt, die bei Entzündungsprozessen im Körper genutzt werden könnte. Gerade bei arthritischen Entzündungen könnte dies vielleicht hilfreich sein, da CBD zugleich die Schmerzen lindern könnte.
  • Demenz – es wird vermutet, dass mit Cannabidiol das Demenzleiden zwar nicht geheilt, aber der Krankheitsprozess verlangsamt werden kann. Für Betroffene wäre das wieder von Vorteil, gerade, wenn die Erkrankung relativ früh ausbricht.
  • Schlafstörungen – CBD hat eine beruhigende Wirkung und kann, wenn abends eingenommen, schlaffördernd sein. Hier gilt jedoch wieder, dass auch CBD nicht als Dauerlösung genutzt werden sollte, sondern dass die eigentlichen Gründe für den fehlenden Schlaf behoben werden müssen.
  • Depressionen – bei einigen Depressionen kann CBD auch helfen, jedoch nur unterstützend zur eigentlichen Therapie.

Die Ergebnisse der aktuellen Forschungen werden zeigen, inwieweit die Wirksamkeit am Menschen tatsächlich in Studien nachgewiesen werden kann. Die obigen Erkrankungen oder Symptome werden heute schon teilweise mit CBD behandelt und Patienten sprechen über eine Verbesserung.

CBD Öl kann bei Schmerzen helfen

Was ist bei der Nutzung zu beachten?

Betroffene Menschen wünschen sich stets eine Heilung oder wenigstens eine Verbesserung. Daher neigen sie häufig verzweifelt dazu, einfach ein Mittel auszutesten. Dies kann mit Cannabidiol durchaus geschehen, doch gilt hier:

  • Rücksprache – sobald bereits eine Therapie angefangen wurde oder Medikamente eingenommen werden, sollte auch die Einnahme von CBD besprochen werden. Die eigentliche Therapie darf nicht abgebrochen werden.
  • Klärung – wer unter ständiger Übelkeit, Schlafstörungen oder Depressionen leidet, sollte die Ursache abklären und daran arbeiten. CBD kann die Symptome einer Depression oder Schlafstörung lindern, doch ist es kein Wundermittel, welches die Ursache behebt. Und bei einer diagnostizierten Depression inklusive Medikation gilt: Keine Einnahme ohne Rücksprache. CBD kann sich auf einige Psychopharmaka auswirken und im schlimmsten Fall zu Manien oder Psychosen führen, weil es Wechselwirkungen gibt.

Zudem sollte natürlich auch CBD nicht dauerhaft genommen werden, auch wenn es keine Abhängigkeit entwickelt. Doch die dauerhafte Einnahme bedeutet immer, dass die Ursachen nicht behoben wurden. Eine Ausnahme bildet hier freilich eine Schmerz- oder Nervenerkrankung, bei der die Ursache bekannt ist, aber nicht mehr behoben werden kann.

Fazit – ein gutes Hilfsmittel

Cannabidiol wird zurecht als Hoffnungsträger beschrieben, doch hat es das Problem, welches allen »Wundermitteln« zuteil wird. Schnell kommt der Gedanke auf, dass es für alles genutzt werden kann und zugleich konventionelle Therapien ersetzen könnte. Das ist natürlich nicht der Fall, denn obgleich CBD vieles bewirken kann, ist es nicht dazu in der Lage, selbstständig Epilepsie oder auch MS zu heilen. In diesem Bereich ist es eine wunderbare Unterstützung, die Nebenwirkungen abschwächt oder auch helfen kann, andere Medikamente niedriger zu dosieren. Das allheilende Mittel ist Cannabidiol jedoch – leider – nicht.